Verbreitung und Lebensraum des Weißen Schnabelrieds

Das Weiße Schnabelried kommt in weiten Teilen Europas vor, fehlt jedoch im hohen Norden und im äußersten Süden. Weitere Vorkommen liegen in Nordamerika und Asien. Es wächst auf kalkfreiem, saurem Torfboden in den Mooren. Es besiedelt aber auch als Pionierpflanze humusreiche Sandböden.

Merkmale, Form und Färbung

Das Weiße Schnabelried wächst bis 40cm in die Höhe und bildet rasenartige Polster. Es ist nur sommergrün und zieht im Herbst die oberirdischen Pflanzenteile ein. Es bildet kleine Winterzwiebeln als Überdauerungsorgane. Die aufrecht wachsenden Stängel haben einen annähernd dreikantigen Querschnitt. Die Stängel haben Blätter.

Die Blätter sind linealisch lang und nicht mehr als 2mm breit, haben glänzende braun-gelbe Blattscheiden, die den unteren Stängelblättern allerdings fehlen.

Blütenstand des Weißen Schnabelrieds
Blütenstand des Weißen Schnabelrieds – Foto: Elke Freese, Foto: Creative Commons Attr.-Share Alike 2.5 Generic
Elke Freese, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.5 Generic

Der Blütenstand setzt sich aus mehreren langstieligen Spirren zusammen. Jede Spirre hat zwischen 2 und 5 Ährchen. Jedes dieser länglich-eiförmigen Ährchen ist höchstens 5mm lang. Diese Blüten sind zwittrig. Die Spelze sind anfangs rein weiß gefärbt, später rötlich überlaufen. Dies Sauergras blüht zwischen Juni und August.

Pflege des Weißen Schnabelrieds am Gartenteich

Das Weiße Schnabelried gehört zur Pioniergesellschaft der Moorschlenken, zusammen mit der sogenannten Blasenbinse Scheuchzeria palustris, auch Schwanenblume genannt. In der Natur ist das Schnabelried häufig mit Sonnentau, dem Sumpfbärlapp und Wollgras vergesellschaftet. Diese Pflanzen sind auch die richtigen Partner für einen Platz im Moorbeet. Mit der Zeit bilden sich daraus kleinflächige, bunt gemischte Muster in den Schlenken des Moorbeetes.

Die Schlenken, das sind die wannenartigen Vertiefungen zwischen den Bulten im Moor. In diesen Schlenken sammelt sich immer genügend Regenwasser, sodass der Boden permanent vernässt, manchmal auch vom Moorwasser zentimeterweise überstaut ist. Ein anderer möglicher Partner ist die Rasenbinse Trichophorum cespitosum, mit der es oft zusammen mit der Glockenheide vergesellschaftet ist. Diese Assoziation würde dann eher einem Heidemoor entsprechen.

In jedem Fall ist das Weiße Schnabelried, obwohl es konkurrenzschwach ist und nur langsam wächst, an Extrembiotope angepasst und taucht selbst auf reinen Torfböden und Torfstichen als Pionierpflanze auf.

Vermehrung des Weißen Schnabelrieds

Das Weiße Schnabelried wird durch den Wind bestäubt. Aus den weißen Blüten entwickeln sich linsenförmige Früchte. Diese Früchte haben scharfkantige Ränder, mit deren Hilfe sie sich wie Kletten ausbreiten können.

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