Blaues Pfeifengras
Molinia caerulea

Blaues Pfeifengras - Molinia caerulea

Foto: Sten Porse, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Wassertiefe
0 bis 5 cm
Standort
sonnig
Wasserhärte
weich
Winterhart
Ja
Blütenfarbe
Pinkfarben

Das Blaue Pfeifengras bildet einen dichten Horst und ist mit seinen blaugrünen Blättern und den dunkel violetten Blütenrispen ein echter Blickfang im Moorbeet, kommt aber auch für einen Platz am Gartenteichrand oder im angrenzenden Sumpfbeet infrage, sofern der Boden feucht, leicht sauer und nährstoffarm ist. Das Blaue Pfeifengras ist pflegeleicht und anspruchslos. Es kann bei Bedarf im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Dies Süßgras wird auch Besenried genannt, denn früher wurden daraus Besen gebunden.

Verbreitung und Lebensraum des Blauen Pfeifengras

Das Blaue Pfeifengras, auch Besenried genannt, ist in fast ganz Europa mit Ausnahme des äußersten Südens heimisch. Es ist nah verwandt mit dem etwas größeren Rohr-Pfeifengas Molinia arundinacea und wird meist als Unterart des Blauen Pfeifengrases beschrieben.

Das Blaue Pfeifengras bildet große Bestände in Flachmooren, auf Moor- und Streuwiesen, sowie auf Heideflächen. Es wächst auf leicht sauren, nährstoffarmen und wechselfeuchten Böden. Es kann je nach den regionalen Standortbedingungen sehr unterschiedlich aussehen.

Merkmale, Form und Färbung

Das Blaue Pfeifengras ist ein ausdauerndes, mehrjähriges Süßgas, welches dichte, runde Horste bildet. Es bildet kräftige Wurzeln und relativ kurze Ausläufer. Die dünnen Halme stehen stramm aufrecht. Die Halme haben eine glatte Oberfläche und nur einen Knoten, der dicht über der Basis sitzt. Das keulenförmig verdickte, grundständige Internodium ist etwa 5cm lang und dient als Speicherorgan.

Statt Blatthäutchen haben die Blätter einen dichten Kranz kleiner Härchen. Die Blattscheiden haben eine runde Oberseite. Die Blattspreiten sind bläulich-grün gefärbt und bis zu 40cm lang bei einer Breite von bis zu 1cm. Vom blaugrünen Blattgrund hebt sich ein weißlicher Mittelstreifen ab. Bei Trockenperioden rollt sich das Blatt von den Rändern her ein. Im Spätherbst fallen die Blätter ab, nur die Blattscheiden bleiben übrig.

Das Blaue Pfeifengras blüht je nach Standortbedingungen zwischen Juli und September. Die Blütenrispen stehen aufrecht und werden bis zu 40cm lang. Die Blütenfarbe reicht von dunkel purpur bis violett. Bei Gräsern, die im Licht stehen, sitzende Ährchen dicht gedrängt an der Rispe, im Schatten sind sie etwas lichter besetzt. Jedes einzelne Ährchen wird bis zu knapp 9mm lang und setzt sich aus 1 bis 4 Blüten zusammen. Die Ährchen haben keine Grannen. Die Staubbeutel der Blüten sind purpurn, die Narben rötlich gefärbt.

Pflege des Blauen Pfeifengras am Gartenteich

Das Blaue Pfeifengras braucht im Moorbeet einen gut feuchten, durchnässten Platz mit einem leicht sauren, nährstoffarmen Boden. Dieses Riedgras ist jedoch nicht unbedingt auf einen moorigen Standort beschränkt, es kann auch im Sumpfbeet oder am feuchten Rand des Gartenteichs gepflanzt werden. Der Untergrund sollte aber immer leiht sauer und kalkfrei, sowie möglichst nährstoffarm sein. Als Standort kommt sowohl ein vollsonniger Platz als auch Halbschatten infrage.

Da dieses Riedgras nur einzelne Horste bildet, ist eine Rhizomsperre wie für Schilf, Rohrkolben oder Chinaschilf nicht notwendig. Auch längere Trokenperioden können dem Blauen Pfeifengras wenig anhaben. Um mit der Zeit einen dichten Bestand zu bekommen, setzt man 3 bis 4 Pflanzen mit einem Abstand von 40 bis 60cm zueinander.

Vermehrung des Blauen Pfeifengras

Das Blaue Pfeifengras kann am einfachsten mit Hilfe der Samen vermehrt werden. Dazu streift man die reifen Samen einfach von den Blütenähren ab und drückt sie auf etwas kalkfreiem, leicht saurem Substrat fest an. Es sind Lichtkeimer, die Samenkörner dürfen also nicht mit Erde bedeckt werden. Die Keimschalen sollten bei etwa 20°C Raumtemperatur nur mäßig feucht gehalten werden. Dann sollten nach etwa 2 Wochen die Pflänzchen zu keimen beginnen. Sind die Jungpflanzen auf etwa 10cm Höhe herangewachsen, dann kann man sie an den endgültigen Standort auspflanzen.

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