Verbreitung und Lebensraum der Heidelbeere

Die Heidelbeere kommt in Nord- und Mitteleuropa vor; im Süden bleibt sie auf gebirgige Lagen beschränkt. Sie besiedelt helle, lockere Bestände von Nadelbäumen, in Laubwäldern ist sie seltener. Sie wächst in lockeren und sauren, feuchten Böden in Hochmooren; in den Alpen kommt sie noch bis in Höhenlagen von mehr als 2500m ü. NN vor.

Merkmale, Form und Färbung

Die Heidelbeere ist eine von weltweit 50 Arten der Gattung Vaccinium. In Deutschland kommen 4 Arten vor, zu denen neben der Heidelbeere auch die Preiselbeere gehört. Die Wildform der Heidelbeere ist ein bis zu 30cm hoher Strauch, der nur sommergrün ist, im Hebst also die Blätter verliert. Der Heidelbeer-Strauch hat einen über dem Boden kriechenden Spross, aber aufrecht wachsende Zweige.

Die wechselständigen Laubblätter werden bis zu 3cm lang. Sie haben eine eiförmige Gestalt mit einer abgerundeten Basis und einem gesägten Rand. Die Blattfarbe ist hell blau-grün; im Herbst verfärben sich die Laubblätter orange-braun.

Im Mai oder Juni blühen die Heidelbeersträucher. Die lichtgrünen, rosa bis violetten überhauchten Blüten stehen einzeln oder zu zweit in den Blattachseln. Nach der Befruchtung entwickelt sich daraus im Juli die Frucht ? eine kugelrunde, dunkelblaue Beere.

Pflege der Heidelbeere am Gartenteich

Neben unserer wildlebenden Heidelbeere gibt es verschiedene, meist viel größere Zuchtsorten, die aber in der Regel von nordamerikanischen Arten stammen. Auch diese Riesenheidelbeeren eignen sich fürs Moorbeet, sie sind aber nicht in diesem Maße an die speziellen Milieubedingungen von Hochmooren gebunden, daher können sie auch außerhalb solcher Moorbeete gepflanzt werden.

Unsere heimische Vaccinium myrtillus braucht in erster Linie einen schattigen Platz; der humusreiche, lockere Boden sollte feucht sein, aber auch längere Trockenperioden werden gut vertragen. Am besten setzt man die Heidelbeerpflanzen in einer kleinen Gruppe an den Rand des Moorbeetes. Heidelbeerpflanzen brauchen einen recht sauren Boden mit pH-Werten zwischen 3,5 bis 4,5. Daher lassen sie sich auch mit kleineren Rhododendren und Azaleen kombinieren, die ähnliche Bodenansprüche stellen. Im Gegensatz zu den größeren Kulturheidelbeeren braucht Vaccinium myrtillus keinen Verjüngungsschnitt.

Vermehrung der Heidelbeere

Heidelbeerpflanzen lassen sich mit Hilfe der Samen, aber auch vegetativ vermehren. Die vegetative Vermehrung mit Hilfe von Stecklingen ist erfolgversprechender und die neuen Pflänzchen tragen natürlich auch eher wieder Früchte. Man schneidet Kopfstecklinge und setzt sie in ein Kultursubstrat unter gespannter Luft. Dazu wird eine durchsichtige Plastiktüte über die Kulturtöpfchen gestülpt, um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erhalten. Es kann allerdings mehrere Monate dauern, bis diese Stecklinge bewurzeln und ausgepflanzt werden können.

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