Verbreitung und Lebensraum des Widertonmooses

Das Gemeine Widertonmoos ist fast weltweit verbreitet. Es kommt bei uns von der Tiefebene bis in den Alpen in Höhenlagen von 2.000m ü. NN vor. Es besiedelt Moore, Feuchtweisen und lichte Wälder mit einem sauren, kalkfreien Boden. Oft bildet Polytrichum commune Mischgesellschaften mit Torfmoosen der Gattung Sphagnum. In Norddeutschland findet man in der Überschwemmungszone nährstoffarmer Seen eine graubraun-filzige Form von Polytrichum commune.

2010 wurde das Widertonmoos zum Moos des Jahres gekürt. Da das Widertonmoos sehr reißfest und zäh ist, wurden daraus im Mittelalter sogar Schiffstaue geflochten. Weltweit gibt es rund 100, in Europa 12 Polytrichum-Aren. Das Polytrichum commune ist die größte Moosart, die Art Polytrichum formosum unser häufigstes Moos der Laubwälder.

Merkmale, Form und Färbung

Das Widertonmoos ist eine relativ große Moosart mit aufrecht stehenden, unbefilzten Stämmchen. Es kann bis zu 40cm hoch werden und ist damit das größte europäische Laubmoos. Es bildet leuchtend sattgrüne Rasenpolster.

Die Blättchen sind sternförmig angeordnet, die in feuchtem Zustand abstehen, trocken eher aufgerichtet sind. Die scharfkantige Sporenkapsel hat einen scheibenförmigen Hals mit einem rotgolden glänzenden Haubenfilz. Die Sporen sind gelblich gefärbt. Die Stiele der Sporenträger sind bis zu 12cm lang und haben eine rötliche Farbe. Diese Polytrichum-Art ist jedoch sehr formenreich und kann daher leicht mit anderen Moosen der Gattung Polytrichum verwechselt werden; das gilt besonders kleinere Formvariante P. commune var. perigonale.

Pflege des Widertonmooses am Gartenteich

Das Widertonmoos ist eine Halbschattenpflanze im Übergangsbereich vom vernässten Moor zu seinen trockeneren Randbereichen. Wie alle Landmoos braucht es einen sauren, kalkfreien Untergrund. Es stellt eine optimale Unterlage für manch andere Moorpflanzenart dar.

Vermehrung des Widertonmooses

Das Widertonmoos ist zweihäusig, es gibt also Moospflänzchen mit weiblichen und solche mit männlichen Fortpflanzungsorganen. Besonders attraktiv sind bei den Polytrichum-Arten die weiblichen Archegonienstände. Sie sind von Hochblättern umhüllt und ähneln daher kleinen Blüten. Später sieht es dann so, als ober der Sporenträger aus dieser ‚Blume‘ herauswächst.

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