Lungenkraut
Pulmonaria spec

Lungenkraut

Foto: Teun Spaans, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Standort
halbschattig bis schattig
Winterhart
Ja
Boden
feucht, nährstoffreich
Blütenfarbe
Blau-Violett
Vermehrung
durch Teilung

Neben dem echten Lungenkraut Pulmonata officinalis, das auch als Heilmittel gegen Erkrankungen der oberen Atemwege bekannt ist, gibt es wenigstens zwei weitere Arten einschließlich ihrer verschiedenen Zuchtsorten, die für einen halbschattigen bis schattigen Platz auf feuchtem, humus- und nährstoffreichen Boden in der Nähe des Gartenteichs bestens geeignet sind: Das Azurblaue Lungenkraut, einer Zuchtform des Schmalblättrigen Lungenkrautes, und das Streuzucker-Lungenkraut. Diese drei Lungenkräuter unterscheiden sich vor allem in der Befleckung ihrer Laubblätter und in den Blütenfarben. Alle drei Arten sind winterhart und lassen sich im Sommer leicht durch Teilung ihres Wurzelstocks vermehren.

Verbreitung und Lebensraum des Lungenkrautes

Neben dem Echten Lungenkraut Pulmonaria officinalis eignen sich mindestens 2 weitere Arten aus der Gattung Pulmonaria bestens für einen Platz am Gartenteichrand. Das Azurblaue Lungenkraut Pulmonaria angustifolia mit der leuchtend blau blühenden Sorte Azurea und das Gefleckte oder Streuzucker-Lungenkraut Pulmonaria saccharata.

Das blaublühende Azurblaue Lungenkraut Pulmonaria angustifolia Azurea
Das blaublühende Azurblaue Lungenkraut Pulmonaria angustifolia Azurea – Foto: Sten Porse, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pulmonaria officinalis hat in Europa ein großes Verbreitungsgebiet, welches von Holland und Südschweden bis Norditalien und Bulgarien reicht. Es besiedelt schattige Gewässerufer, feuchte Laubwälder und Buschzonen, dabei spielt der Kalkgehalt des Bodens offensichtlich keine Rolle. Es kommt sowohl auf kalkreichen als auch auf kalkarmen Böden vor. Das Schmalblättrige Lungenkraut pulmonaria angustifolia siedelt sich an schattigen Plätzen auf gut durchlässigen, nährstoff- und kalkhaltigen Böden an. Die gleichen Standortfaktoren treffen auch auf Pulmonaria saccharata zu.

Merkmale, Form und Färbung

Das Echte Lungenkraut Pulmonaria officinalis ist eine mehrjährig, krautige Pflanze mit einem horizontal kriechenden, ziemlich dünnen Wurzelstock. Bereits im März erscheinen mit der grundständigen Blattrosette die Blütensprossen. Sie wachsen bis zu 30cm in die Höhe, blieben unverzweigt und sind mit Borstenhärchen besetzt. Charakteristisch für diese Art ist die wechselnde Blütenfarbe. Die Blüten sind zunächst rosa und werden später violett. Die Blüten sind häufig die erste Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln. Während der Blütezeit entwickeln sich auch die Sommerblätter, die in der Regel weiß gefleckt sind. Diese bis zu 10cm langen Blätter sind an der Basis leicht herzförmig und laufen spitz zu. An der Basis gehen sie kontinuierlich in den schmäleren Blattstiel über, der nochmals bis zu 15cm lang sein kann. Die Stängelblätter sind von ei- bis lanzettförmiger Gestalt.

Das Azurblaue Lungenkraut Pulmonaria angustifolia Azurea wird nur etwa 15 bis 25cm hoch. Es hat wesentlich schmalere, lanzettförmige Blätter, die immer ungefleckt sind. Die Stängel sind dicht, häufig eng anliegend beblättert. Die röhrig-glockigen, azurblauen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni und bilden Blütenstände in Form von Wickeltrauben. Die Nominatform Pulmonata angustifolia hat weiße Blüten, die Zuchtsorte Azurea leuchtend blaue oder blauviolette Blüten.

Das Streuzucker-Lungenkraut Pulmonaria saccharata unterscheidet sich von Pulmonaria officinalis durch seine wesentliche größeren, häufig ineinander laufenden weißen Flecken auf den Laubblättern. Diese Art blüht bereits im März oder April. Von Pulmonaria saccharata gibt es verschiedene Zuchtformen. Die Sorte Pink Dawn hat purpurfarbene Blüten, die Sorte Opal blüht dagegen hellblau.

Pflege des Lungenkrautes im Gartenteich

Die Lungenkräuter brauchen einen sonnigen bis halbschattigen Platz am besten unter einem Gehölz in der Nähe des Gartenteichs. Der Boden sollte stets feucht und humusreich sein. In sonniger Lage sollte man den Boden rings um die Pflanzen mit Tormull oder Rindenmulch abdecken, um die Bodenfeuchtigkeit zu halten. Lungenkräuter kann man einmal nach der Blüte mit einem handelsüblichen Blumendünger versorgen. Die jungen Blätter des Echten Lungenkrauts als würzigen Bestandteil eines Wildkräutersalates oder Gemüse oder in Suppen verwenden. Das Echte Lungenkraut enthält einige hochwirksame, schleimbildende und auswurffördernde Inhaltsstoffe und findet daher als Kaltauszug Verwendung zum Auskurieren von Entzündungen der oberen Luftwege. Wegen seines hohen Kieselsäuregehaltes wirkt das Lungenkraut darüber hinaus gewebestabilisierend.

Vermehrung des Lungenkrautes

Lungenkräuter vermehrt man am besten durch im Sommer durch Teilung ihres Wurzelstocks. Anschließend setzt man etwas tiefer, als sie vorher standen.

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