Blaubandbärbling
Pseudorasbora parva

Blaubandbärbling Pseudorasbora parva

Blaubandbärbling Pseudorasbora parva - Foto: Akos Hakar, Creative Commosn Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
einfach
Zucht
einfach
Standort
Flachwasser
Erreichbares Alter
3 Jahre
Winterhart
Ja
Für Teichart
Miniteich
Besonderheiten
Wasser: nährstoffreich, warm und trüb

Der Blaubandbärbling stammt aus dem ostasiatischen Raum. Von seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet am Amur ist er mit dem Graskrapfen sozusagen als ‚Blinder Passagier‘ auch nach Europa gekommen und hat sich seit dem Jahr 1980 in deutschen Gewässern ausgebreitet. Er ist klein, lebt friedlich im Schwarm, ein Allesfresser und eine der wenigen Bärblingsarten, die frostresistent ist. Der Blaubandbärbling eignet sich deshalb auch gut für die Pflege im eigenen Gartenteich. Er ist recht repoduktiv; die Hauptfortpflanzungszeit liegt zwischen Juni und September. Das Männchen bewacht das Gelege. Die Jungfische beginnen bereits einen Tag nach dem Schlüpfen nach Futter zu suchen. Sie wachsen schnell heran und sind nach einem Jahr geschlechtsreif.

Verbreitung und Lebensraum des Blaubandbärbling

Der Blaubandbärbling hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Asien. Ursprünglich stammt er wohl aus Ostasien zwischen dem Amurgebiet und Taiwan. Mit dem Graskarpfen gelangte er bereits im Jahre 1960 als blinder Passagier nach Rumänien und breitete sich von dort aus über Ungarn und Österreich weiter Richtung Westen aus, bis er 1984 zum ersten Mal in Deutschland nachgewiesen wurde. Einige Jahre später wurde er bereits im Rhein nachgewiesen. Die meisten Fundortangaben beziehen sich auf fischereilich genutzte Teichanlagen, in natürlichen Gewässern kann sich dieser Fisch anscheinend nicht längere Zeit halten. Einige Faktoren, die auch für die Pflege im Gartenteich berücksichtigt werden müssen, haben wohl zu dieser raschen Verbreitung in Europa geführt: Der Blaubandbärbling passt sich sehr gut den örtlichen Milieubedingungen im Gewässer an, er vermehrt sich sehr rasch (bis zu 3 Generationen pro Jahr sind möglich) und ist so klein, dass er oft längere Zeit übersehen wird. Außerdem hat der Blaubandbärbling als Halftlaicher einen klebrigen Laich, der mit Wasservögeln verschleppt werden kann. Während die Mehrzahl der Bärblingsarten aus Indien und Südostasien in subtropisch-tropisch Gewässern leben und für die Freilandhaltung nicht geeignet sind, stammt der Blaubandbärbling aus kälteren Regionen und ist auch in Mitteleuropa ausreichend winterhart, um hier auf Dauer überleben zu können.

Blaubandbärblinge haben das Potential, die unterschiedlichsten Gewässer besiedeln zu können. Das Spektrum reicht von Kleingewässern, Überschwemmungszonen von Flüssen und Seen, Fischteichen, wassergefüllten Kiesgruben, Kanäle bis zu größeren Flusssystemen wie der Donau oder dem Rhein. Vor allem nährstoffreiche, dicht mit Wasserpflanzen besetzte Gewässer werden von ihnen auf Dauer besetzt.

Als invasive, ursprünglich gebietsfremde Art dürfen die Fische nicht in natürliche Gewässer ausgesetzt werden. Da der Blaubandbärbling zu klein ist, haben auch Sportangler kein Interesse an solchen Besatzmaßnahmen. Für Gartenteiche ist dieser robuste Bärbling jedoch die Idealbesetzung. Der Gartenteich darf aber keine Verbindung zu einem natürlichen Gewässersystem in der Nähe haben.

Merkmale, Form und Färbung des Blaubandbärbling

Der Blaubandbärbling gehört zur Familie der Karpfenfische Cyprinidae. Der Blaubandbräbling hat wie alle Bärblinge einen schlanken, stromlinienförmigen Körper. Charakteristisch für diese Art ist der bläuliche Längsstreifen entlang der Körpermitte. Die Rückenpartie oberhalb dieses Längsstreifens ist bronzefarben, die Bauchseite silbrig gefärbt. Dieser silbrige Glanz ist vor allem bei den jungen Blaubandbärblingen zu sehen, mit zunehmendem Alter wird er schwächer. Die Geschlechter sind außerhalb der Fortpflanzungszeit kaum zu unterscheiden. Zur Paarungszeit haben die Männchen des Blaubandbärblings jedoch einen deutlichen Laichausschlag und die Weibchen wirken etwas fülliger.

Pflege des Blaubandbärbling im Gartenteich

Blaubandbärblinge kann man ganzjährig im Gartenteich halten, sofern er tief genug ist, sodass die Fische bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt am Teichgrund überwintern können. Diese Fische sind einfach zu pflegen; bei der Nahrungswahl sind sie alls Allesfresser nicht wählerisch, sofern die Nahrungsbrocken klein genug sind. Im Teich finden sie Wasserinsekten und andere Wirbellose und ernähren sich sowohl von am Bodengrund lebendem Kleingetier als auch von Zooplankton. Auch bei der Algenbekämpfung im Gartenteich können Blaubandbärblinge gute Dienste leisten. Allerdings gehen sie auch an den Laich anderer Fische; daher sollte man sie im Schwarm, aber nicht mit anderen Fischarten zusammen im Gartenteich halten. Zusätzlich sollte man sie mit dem für Zierfische üblichen Trockenfutter versorgen. Nicht erschrecken, Blaubbandbärbling geben laute Geräusche von sich, die mehrere Meter weiter zu hören sind. Es sind Knacklaute, die in schneller Folge deutlich zu hören sind. Man weiß bisher noch nicht genau, wie die Fische diese Töne erzeugen und vor allem auch nicht, warum.

Vermehrung des Blaubandbärbling

Bereits bei Wassertemperaturen ab 20 Grad Celsius beginnen die Blaubandbärblinge zu laichen. Die klebrigen Eier werden in Laichschnüren abgelegt, wo sie an Wasserpflanzen haften. Das Gelege wird vom Männchen etwa 1 Woche lang bewacht. Dann schlüpfen die Fischlarven. Bereits nach einem Tag ist der Dottersack aufgezehrt, und die Fische beginnen herumzuschwimmen und selbständig nach Futter zu suchen. Die Jungfische wachsen schnell heran und sind bereits nach einem Jahr ausgewachsen und geschlechtsreif.

Literaturhinweise

Anonymus (2007): Blaubandbärbling.- in: Gartenteich- das Wassergarten-Magazin (Ettingen), 4/2007, S.74.

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