Natürlicher Lebensraum und Verbreitung

Endler Guppys kommen nur in zwei geographisch voneinander getrennten Gebieten im Norden Venezuelas vor:

  1. in der Campona-Lagune in der Nähe von Cariaco und in Zuflüssen des sumpfigen Einzugsbereichs der Lagune. Nach dieser Lagune wird diese Population auch Campona-Guppys genannt.
  2. in der Lagune de Patos und zwei weiteren Fundorten in der Nähe der Stadt Cumaná. Diese Lagune ist teilweise durch und Öl stark verschmutzt. Diese Cumaná-Guppys dringen auch bis in Brackwasser vor.

Beide Populationen kommen also ausschließlich nördlich der Anden-Ausläufer vor.  Südlich der Gebirgskette kommen dagegen nur Gewöhnliche Guppys (Poecilia reticulata) vor. In der Natur gibt es deshalb keine Mischpopulationen oder Kreuzungen beider Guppy-Arten.

Mischlinge aus Guppy und Endler Guppy

Bastarde und Mischlinge stammen ausschließlich aus gezielten Nachzuchten zur Gewinnung bestimmter Farbschläge oder sind aus unbeabsichtigt entstanden, wenn Aquarianer beide Guppy-Arten gemeinsam in einem Aquarium gepflegt haben.

Leider werden auch im Zoohandel solche Mischlinge immer wieder als reinrassige Endler-Guppys angeboten. In den Folgegenerationen ist dann bald zu erkennen, dass die Nachkommen in Endler-Guppys, Mischlinge mit Merkmalen beider Arten und Gewöhnliche Guppys aufspalten.

Durch eine entsprechende Auslese lassen sich daraus dann aber reine Endler-Guppys herauszüchten.

Die Situation wird allerdings dadurch noch etwas kompliziert, das es inzwischen neben der Naturform der beiden Endler-Populationen etliche Zuchtsorten, die in Flossenform und Körperfärbung stark vom Natur-Endler-Guppy abweichen. 

Merkmale des Endler Guppys

  • Endler-Guppys (Poecilia wingei) bleiben deutlich kleiner als die Gewöhnlichen Guppys (Poecilia reticulata). Die Männchen werden etwa 1,5 bis 2 cm, die Weibchen 2 bis 3 cm groß.
  • Die Endler Guppy-Männchen weisen andere Farben und Farbmuster aus als die reticulata-Männchen. Auch das männliche Begattungsorgan, das Gonopodium (aus der umgewandelten Afterflosse entstanden), hat bei den Endler Guppymännchen eine andere Form als bei den reticulata-Männchen. 
  • Die Schwanzflosse der Männchen ist leicht ausgezogen und hat eine doppelschwertähnliche Färbung.

Bei den Guppy-Männchen der Campona-Population verläuft das schwarze Band in den Flanken diagonal, bei den Männchen der Cumaná-Gruppe dagegen fast horizontal. Weitere Unterschiede zeigen sich vor allem in der Färbung der Schwanzflosse.

Die Endler Guppy-Weibchen sind dagegen ähnlich schlicht wie die Poecilia reticulata-Weibchen gefärbt. Sie sind durchscheinend hell grau-beige gefärbt. Geschlechtsreife Weibchen zeigen den für beide Guppy-Arten charakteristischen schwarzen Trächtigkeitsfleck.

Weitere Unterscheide zwischen beiden Guppy-Arten bestehen in Form und Ablauf der Balz der Männchen.

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Pflege des Endler Guppys im Gartenteich

Jahrelange Erfahrung hat gezeigt, dass Endler-Guppys während der Sommermonate sehr gut und verlustfrei auch unter Freilandbedingungen im Gartenteich gehalten werden können.

Überwinterung

Sie sind allerdings nicht winterfest und sollten von Oktober bis etwa Mitte Mai ein Winterquartier im Haus beziehen.

Je nach Größe der Gruppe reicht dazu ein mittelgroßes Aquarium ab 80 Liter Fassungsvermögen. Dies Aquarium sollte stellenweise dicht mit fein-fiedrigen Wasserpflanzen und einigen Schwimmpflanzen besetzt sein. Es sollte jeweils etwa 12 Stunden beleuchtet und 12 Stunden auf Nachtbetrieb umgestellt werden. Optimal ist das für eine LED-Lichtschiene mit weißen und blauen LEDS für den Tagesbetrieb, während nachts nur noch die blauen LEDs in Betrieb sind. Das Wasser wird über einen Innenfilter gereinigt. Bei ausreichender Bepflanzung kann auf eine zusätzliche Belüftung verzichtet werden.

Ernährung und Futter im Winter

Endler-Guppys sind Allesfresser: Ihr Nahrungsspektrum reicht von kleinen Wasserflöhen und anderem Zooplankton, über Pflanzenaufwuchs (wobei die Wasserpflanzen selbst vollständig geschont werden) bis zu kleinem Flockenfutter, welches auf der Wasseroberfläche treibt. Auch Futtertabs – an die Aquariuminnenscheibe geklebt – werden dankbar als Futter angenommen.

Das Aquarium kann im Winter auf eine Wassertemperatur von ca. 22°C eingestellt werden.

Umsetzen in den Teich

Im Frühjahr wird die Aquarientemperatur schrittweise auf 16 bis 18°C gesenkt, um die Guppys allmählich an die Freilandtemperaturen im Teich zu gewöhnen.

Ende Mai können die Endler Guppys dann in den Freilandteich umziehen. Infrage kommen auch größere Teiche, auch wenn die Endler Guppys sich vorwiegend in den oberen Wasserschichten aufhalten. In einem Miniteich ab 90 Liter Fassungsvermögen lassen sich die Fische natürlich besser beobachten. Aber auch in einem größeren Teich werden sie bei regelmäßiger Fütterung zu einer bestimmten Tageszeit schnell handzahm.

In einem gut „eingefahrenen“ Teich finden die Endler Guppys ein reiches Nahrungsspektrum an Teichplankton und Aufwuchsorganismen (vor allem Fadenalgen), sodass sie weniger zugefüttert werden müssen als im Aquarium. Oft schöpfen sie auch die Kahmhaut aus Bakterien und Algen an der Wasseroberfläche ab. Wer Endler Guppys im Teich hält, muss sich um Massenentwicklung von Fadenalgen oder Algenblüten keine Sorgen mehr machen!

Unter Freilandbedingungen entwickeln die Fische besonders intensive Farben, werden robust und vermehren sich reichlich.

Ende September sollten sie dann – spätestens jedoch, wenn die Wassertemperaturen unter 16°C sinken, aus dem Teich herausgefischt und ins Aquarium umquartiert werden. Im Aquarium wird die Wassertemperatur dann Woche für Woche schrittweise bis auf 22°C erhöht.

Vermehrung

Auch Endler Guppy-Weibchen sind lebendgebärend. Sie können etwa alle 2 bis 3 Monate Nachwuchs bekommen, pro Wurf bis zu 40 Jungfische.  Im Gegensatz zu den Gewöhnlichen Guppys stellen Endler Guppys ihrem Nachwuchs nicht nach.

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