Sie sind friedlich, sollten stets in einem Schwarm von wenigstens 10 Exemplaren gehalten werden und können auch gut mit gleich großen, friedfertigen Fischen vergesellschaftet werden.

Das Weibchen legt die Eier in Bänder rund um Pflanzenstängel ab. Das Männchen benetzt das Gelege mit einem bakterienhemmenden Sekret und bewacht es, bis die Fischbrut schlüpft.

Verbreitung und Lebensraum des Moderlieschens

Das Moderlieschen kommt in Mitteleuropa vom Rhein und dem Donaueinzugsgebiet bis zum Ural und dem Kaspischen Meer im Osten vor.

Man findet es in Schwärmen nahe der Wasseroberfläche im pflanzenbestandenen Uferbereich kleiner stehender und langsam fließender Gewässer.

Regional trägt es auch Namen wie Zwerglaube, Sonnenfischchen oder Malinchen. Der Name Moderlieschen ist etwas irreführend; er bedeutet nicht, dass sich dieser Fisch vor allem in Gewässern mit Modder und Schlamm aufhält, sondern kommt von ‚mutterlos‘, weil der Laich manchmal am Fuß von Wasservögel kleben bleibt und dann in andere Gewässer verschleppt wird, wo das Gelege dann mutterlos ist.

Merkmale, Form und Färbung des Moderlieschens

  • Das Moderlieschen hat einen spindelformig länglichen Körper, seitlich leicht abgeflacht, ein oberständiges, kleines Maul, wobei die Unterkieferspitze in eine Grube des Oberkiefers passt.
  • Im Verhältnis zur geringen Körpergröße sind die Schuppen auffallend groß, fallen aber auch leicht aus.
  • Ihre Seitenlinie ist nur unvollständig ausgebildet, sie erstreckt sich nur über eine Reihe von 7 bis maximal 12 Schuppen.
  • Die Bauchkante zwischen After- und Bauchflossen ist deutlich gekielt.
  • Weibchen werden etwas größer als die Männchen und können maximal 12 cm Körperlänge erreichen.
  • Die Rückenfärbung variiert zwischen einem bräunlichem und einem Olivton; die Flanken glänzen dagegen silbrig mit einem bläulichen Schimmer; die Bauchpartie ist weißlich gefärbt.
  • Auffallend ist aber vor allem ein blauer Längsstreifen, der auf dem Schwanzstiel besonders deutlich ausgeprägt ist.

Pflege des Moderlieschens im Gartenteich

Das Moderlieschen ist trotz seiner geringen Größe erstaunlich zählebig und anpassungsfähig. Es hält sich am liebsten in einem kleinen Schwarm zwischen den Pflanzen der Flachwasserzone auf.

Es ernährt sich von Zoo- und Phytoplankton und kleiner Anflugnahrung an der Wasseroberfläche. Moderlieschen nehmen selbst mit einem Miniteich vorlieb, wichtig ist aber eine gute Wasserqualität und eine leichte Strömung, erzeugt durch Teichfilter und Belüftung.

Man sollte das Moderlieschen aber in einer Gruppe von 10 und mehr Tieren halten, dann natürlich in einem entsprechend größeren Gartenteich.

Es ist friedlich und gesellig und kann auch gut mit ähnlich umgänglichen, etwa gleichgroßen Fischen wie Bitterlingen oder Elritzen zusammen gehalten werden.

Vermehrung des Moderlieschens

Je nach Wassertemperatur fällt die Laichzeit in die Monate April bis Juni.

Das Weibchen bildet eine kurze Legeröhre, mit dessen Hilfe es seine etwa 1 mm großen Eier in spiral- oder ringförmigen Bändern um Pflanzenstängel herum anlegt.

Das Gelege wird vom Vater bewacht, bis nach etwa 10 Tagen die Larven schlüpfen. Das Gelege wird vom Männchen mit einem bakterienhemmenden Sekret bestrichen.

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