1. Sofort wirkende Mittel und Methoden zur raschen Algenbekämpfung

  • Mechanisches Abfischen von an der Wasseroberfläche treibenden Algenwatten
  • Flockungsmittel, die eine Verklumpung der Schwebealgen bewirken, so dass man die sich dabei bildende Algenwatten abfischen oder vom Teichboden absaugen kann.
  • Algizide, also chemische Algengifte, können zwar die Algen sehr schnell und vollständig abtöten, aber u. U. schaden sie auch anderen Wasser- und Teichpflanzen oder werden über die Nahrungskette von filtrierenden Insektenlarven oder Wasserflöhe bis in die Teichfische eingeschleust. 

Unser Tipp

Solche Algizide nur im wirklichen Notfall verwenden, wenn eine sofortige Bekämpfung der Massenentwicklung z. B. von teilweise giftigen Blaualgen notwendig ist.

2. Mittelfristig wirkende Mittel und Methoden zur Algenbekämpfung

  • Einsetzen von algenabweidenden Wasserschnecken oder Wasserflöhen und anderen Filtrierern
  • Ein Schwarm Moderlieschen oder Rotfedern, die neben dem für Teichfische üblichen Fischfutter auch Aufwuchsalgen abweiden
  • Das Teichwasser in stärkere Bewegung versetzen, z. B. Fontänen, Teichbelüftung. Denn die meisten Schwebealgen brauchen für eine Massenvermehrung ruhiges Wasser mit einer stabilen Schichtung.
  • Teichpumpe und Skimmer, die das Teichwasser und mit ihm die im Wasser treibenden Kolonien und Zell-Aggregate der Algen aus allen Wasserschichten im Teich absaugen und durch einen Mehrkammer-Teichfilter pumpen, dessen dritte Kammer ein feinporiges Material  z. B. aus Zeolith enthält. Damit lassen sich mittlere und große Algen herausfiltern.

UV-Lampe

Will man auch kleinere Algen aus dem Teichwasser entfernen, denn auch diese können mit der Zeit einen grünen Farbschleier im Wasser bilden und die Sichttiefe auf weniger als 1 m begrenzen, dann kombiniert man den Teichfilter mit einer UV-Lampe.

Das UV-Licht filtert weder die Algen heraus noch tötet es sie ab. Vielmehr verklumpt es die Algen zu Aggregaten, die so groß sind, dass sie vom feinporigen Filtermaterial im Teichfilter aus dem Wasser herausgesiebt und zurückgehalten werden können.

Das setzt jedoch voraus, dass das herangepumpte Teichwasser langsam das UV-Licht passiert und die Kontaktzeit der Mini-Algen mit dem UV-Licht wenigstens 2 sec oder mehr beträgt, damit die Algen dabei auch tatsächlich verklumpen und anschließend vom Filtermaterial zurückgehalten werden können.

Außerdem ist es wichtig, dass die UV-Lampe vor dem Teichfilter installiert wird. Würde das UV-Licht anschließend an den Teichfilter stehen, dann würde die Mini-Algen lediglich verklumpen, aber nicht aus dem Wasser herausgefiltert werden.  Sie würden wieder in den Teich gespült, das Teichwasser erneut eintrüben.

3. Langfristige Mittel und Methoden, um einer massenhaften Algenvermehrung vorbeugen oder sie wenigstens verzögern

  • Das Wasser durch gut gepufferte Humin- und Gerbsäuren mit Hilfe von ungedüngtem Torf ansäuern, um die Entwicklung Algen und Bakterien im Teich zu unterdrücken.
  • Einen Teil der Wasserfläche abschatten, z. B. durch ein über das Wasser gespannte Sonnensegel oder hochwachsende Gräser, Stauden oder Gehölze am Teichrand ersetzen. Denn Algen benötigen für eine Massenvermehrung vor allem viel Sonnenlicht und Wärme.
  • Kalkgestein vom Teichrand oder vom Teichgrund entfernen oder gegen kalkfreies Gestein oder Kies (z.B. Granit, Basalt) austauschen.
  • Bei sinkendem Wasserspiegel den Teich nicht durch hartes, kalkhaltiges Teichwasser, sondern durch weiches, kalkfreies Regenwasser wieder auffüllen.
  • Nur nährstoffarmes oder -freies Substrat für die Teichpflanzen verwenden und die Pflanzen auch noch nur sehr sparsam und sporadisch düngen. Unterwasserpflanzen nehmen im Gegensatz zu Landpflanzen Nährstoffe aus dem Wasser über ihre Blätter auf, die Wurzeln dienen ihnen nur zur Verankerung im Teichboden.
  • Teichfische täglich nur so viel füttern, wie sie innerhalb weniger Minuten restlos aufnehmen können. Dann sinkt kein überschüssiges Futter zu Boden, wo es sich langsam zersetzen, Nährstoffe freisetzen und zu einer Überdüngung des Teichwassers führen würde. Denn die Massenvermehrung der Algen wird vor allem durch ein Überangebot an Nährstoffen im Wasser in Gang gesetzt.

Fazit: Welche Methode sollte ich nun anwenden?

Die unter 2. und 3. vorgestellten Methoden greifen zwar langsamer als Methode 1, sie sind aber auf Dauer wirksamer, da sie weniger die Symptome einer Algenblüte bekämpfen, sondern mittel- und langfristig die Ursachen und auslösenden Faktoren einer Massenvermehrung der Algen beseitigen können.  

Die unter 1. geschilderten Sofortmaßnahmen sind vor allem dann zu ergreifen, wenn – wie im Fall einer Massenvermehrung von Blaualgen:

  • Das Leben der Fische oder Amphibien im Gartenteich durch hohe Konzentrationen Ammonium-, Nitrit- und Schwefelkonzentrationen oder andere toxische, von den Algen ausgeschiedene Substanzen oder durch Sauerstoffmangel bedroht ist.
  • Blaualgen-Ansammlungen im Schwimmteich die Gesundheit von Menschen gefährden.

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