Blattläuse bekämpfen mit Marienkäfer

Im Frühjahr, wenn die Marienkäfer aus ihren Winterverstecken kommen, haben diese einen unbändigen Hunger. Zu ihrer Leibspeise gehören Blattläuse, von denen ein einziger Marienkäfer pro Tag um die 50 Stück verspeist.

Doch nicht nur der Marienkäfer rückt den Blattläusen auf die Pelle, speziell die Larve der Marienkäfer kann ganze Blattlauskolonien innerhalb weniger Tage auslöschen. Mit über 150 Blattläusen am Tag vertilgen diese unvorstellbare Mengen an Blattläusen.

Blattläuse bekämpfen mit Marienkäfer

So viele Blattläuse werden gefressen:

  • Einheimischer Marienkäfer (Siebenpunkt Marienkäfer): 50 Blattläuse am Tag
  • Larve des einheimischen Marienkäfers: 150 Blattläuse am Tag
  • Asiatischer Marienkäfer (Harlekin-Marienkäfer): 350 Marienkäfer am Tag

Marienkäfer gezielt zur Blattlausbekämpfung einsetzen

Die unbändige Fresslust der Marienkäfer kann man auch gezielt zur Bekämpfung der Blattläuse einsetzen. Sind Pflanzen stark vom Blattläusen befallen, ist schnelle Hilfe notwendig.

Blattläuse an einer Pflanze

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Die Larven werden vorsichtig auf die Blätter, der mit Blattläusen befallenen Pflanzen, gesetzt. In der Regel dauert es wenige Minuten bis die Larven losziehen und die ersten Blattläuse erbeuten. Zuerst noch etwas zögerlich geraten die Larven dann in einen wahren Fressrausch und dezimieren die Blattlauskolonie täglich um über 150 Blattläuse pro Larve.

Larven fressen Blattläuse

Fressfeinde der Blattläuse – Ameisen abhalten

Nicht nur Blattläuse müssen sich vor ihren Fressfeinden in Acht nehmen, auch die Larven der Marienkäfer haben natürliche Feinde.

Die Blattläuse gehen mit Ameisen eine natürliche Symbiose ein. Die Blattläuse scheiden ein süßliches Sekret aus, das von den Ameisen als Nahrung angenommen wird. Als Gegenleistung werden die Blattläuse von den Ameisen geschützt und gepflegt. Marienkäfer und deren Larven werden von den Ameisen deshalb rigoros bekämpft.

Um die Marienkäfer zu schützen muss man dafür sorgen, dass Ameisen nicht auf die Pflanze klettern können. Dies kann man bei Bäumen sehr einfach mit einem sogenannten Raupenleim verhindern. Dabei handelt es sich um eine sehr klebrige Masse, die man mit einem Pinsel rund um den Baumstamm streicht. Dadurch kleben nicht nur Raupen und Schädlinge fest, sondern auch Ameisen können den Baum nicht mehr erklettern.

Da Raupenleim jedoch extrem klebrig, abriebfest und haftend ist, haftet dieser nicht nur dauerhaft am Baumstamm, sondern auch an den Händen. Daher sollte man beim Einpinseln des Baumstammes unbedingt hochwertige Arbeitshandschuhe tragen.

Raupenleim am Baumstamm

Der Lebenszyklus des Marienkäfers

Den Winter verbringt der Marienkäfer in Laubhaufen, unter abstehenden Borken älterer Bäume und in morschen Baumstümpfen. Häufig findet man die Käfer im Winter aber auch in Holzstapeln, Rollladenkästen und im Holzschuppen. Überall wo die Marienkäfer Schutz vor Kälte und Nässe finden.

Wer den Marienkäfern einen besonderen Luxus bietet, und für die nächste Blattlaus-Saison vorbereitet sein möchte, stellt ein Marienkäferhaus im Garten auf.

Sehr zeitig im Frühjahr kommen die Marienkäfer aus ihren Verstecken und gehen auf Partnersuche. Meist dauert es nicht lange bis ein geeigneter Partner gefunden wurde.

Zur Eiablage sucht das Weibchen den Platz sehr sorgsam aus. In der Regel wird ein Platz in der Nähe einer Blattlauskolonie gewählt. Nur dann finden die aus den Eiern schlüpfenden Larven eine gefüllte Nahrungskammer vor und können sich in kurzer Zeit über mehrere Larvenstadien zu einer stattlichen Puppe entwickeln.

Die Marienkäfer-Puppe ruht an der Blattoberseite, vor daraus nach 4-5 Tagen ein – anfangs noch cremfarbener – Marienkäfer schlüpft.

Die meisten Marienkäfer überwintern ein oder zwei Mal. Je nach Art und Intensität des Winters werden die Marienkäfer daher bis zu zwei Jahre alt.