Amerikanische Rotflossenorfe
Cyprinella lutrensis

Männliche Rotflossenorfe in Laichfärbung

Männliche Rotflossenorfe in Laichfärbung - Foto: Marine Discovery, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
einfach
Zucht
mittel
Standort
Freiwasser
Größe
8 bis 10 cm
Anzahl
größere Gruppen
Idealtemperatur
10 bis 25°C
Sauerstoffbedarf
hoch
Erreichbares Alter
3 Jahre
Winterhart
bedingt
Für Teichart
Normaler Teich

Die Amerikanische Rotflossenorfe zählt zu den attraktivsten nordamerikanischen Cyprinidien, die man auch bei uns im Gartenteich pflegen kann. Die Männchen zeigen zur Fortpflanzungszeit blutrotgefärbte Flossen und rosa-bläulich schimmernde Flanken. Sie sind recht tolerant, was die Wasserverhältnisse angeht, brauchen jedoch als Fische aus Fließgewässern eine permanente Strömung im Teich. Damit man die Fische auch gut im klaren, sauberen Wasser beobachten kann, wird das Wasser über ein Filtersystem gereinigt und mit einer nachgeschalteten Teichpumpe in einen Quellstein gepumpt, von wo es über einen Bachlauf in den Teich zurückfließt. Die Fische sind Allesfresser und lassen sich neben Lebendfutter auch an handelsübliches Trockenfutter gewöhnen. Die Weibchen legen ihre Eier in Laichbändern zwischen Pflanzen und Steinen ab. Allerdings werden im Zoofachhandel fast ausschließlich die farbigeren Männchen der Rotflossenorfe angeboten. Die Art ist nicht völlig winterfest und sollte zum Überwintern in ein Kaltwasseraquarium umgesetzt werden.

Verbreitung und Lebensraum der Amerikanischen Rotflossenorfe

Die Rotflossenorfe war ursprünglich im Einzugsgebiet des Mississippi verbreitet. Inzwischen ist sie in den USA weiter verbreitet und kommt bis im nördlichen Mexiko vor ? teilweise durch Besatzmaßnahmen, teilweise auch, weil die bunten Fische in den USA ein beliebter Angelköder waren. Die Rotflossenorfe kommt in den unterschiedlichsten Gewässern Nordamerikas vor; das Besiedlungsspektrum reicht von schnellen Gewässerabschnitten mit Stromschnellen und Kiesbetten bis zu den Mündungen der größeren Flüsse, Altarme, Stauseen und Rückstaubereichen. Die Fische halten sich vorzugsweise über sandig-lehmigem bis grobkiesigem Untergrund auf. Aber auch zweitweise trockenfallende, verschmutzte und versauernde Gewässer werden von dieser offensichtlich recht anspruchslosen Fischart toleriert. Im Rio Grande existierte früher eine Unterart, der Maravaillas Red Shiner Cyprinella lutrensis blairi, die inzwischen als ausgestorben gilt. Der Artname lutrensis leitet sich vom lateinischen ‚lutra‘ = Otter ab. Denn die Rotflossenorfe wurde zuerst im Otter Creek in Arkansas gefangen. Die Rotflossenorfe ist zusammen mit der Regenbogenelritze die häufigste nordamerikanische Art, die man auch bei europäischen Aquarianern und Gartenteichbesitzern zu sehen bekommt – abgesehen von den bereits vor längerer Zeit aus Nordamerika importierten Sonnenbarschen.

Merkmale, Form und Färbung der Amerikanischen Rotflossenorfe

Die Amerikanische Rotflossenorfe Cyprinella lutrensis, häufig in der Aquarien- und Gartenteichliteratur unter ihrem alten Namen Notropis lutrensis zu finden, gehört wie unsere einheimische Goldorfe Leuciscus idus, mit der sie aber nicht näher verwandt ist, zur Familie der Karpfenfische Cyprinidae. Die Rotflossenorfen haben einen seitlich zusammengedrückten, leicht hochrückigen Körperbau. Außerhalb der Laichzeit ist die Körpergrundfärbung beider Geschlechter einfarbig silbrig mit einer weißlichen Bauchpartie. Die Flossen sind etwas dunkler als der übrige Körper. Zur Fortpflanzungszeit färben sich Flossen – bis auf die dunkle Rückenflosse – leuchtend blutrot, die Körperflanken rosa mit einem bläulich irisierenden Schimmer. Dann könnte man die männliche Rotflossenorfe leicht mit unserer einheimischen Rotfeder, die allerdings auch außerhalb der Laichzeit rote Flossen hat, verwechseln. Das Farbkleid der männlichen Rotflossenorfe zur Fortpflanzungszeit hat ihr in Amerika den Namen Red Shiner eingebracht.

Pflege der Amerikanischen Rotflossenorfe im Gartenteich

Die Amerikanische Rotflossenorfe ist zwar ein recht flexibler Ubiquist, der in seiner Heimat ein weites Spektrum an Gewässerarten besiedelt. Primär ist die Rotflossenorfe ähnlich wie unsere einheimische Goldorfe aber ein Fließwasserfisch. Daher sollte der Gartenteich, in dem die Rotflossenorfe gepflegt werden soll, eine ständige, leichte Strömung aufweisen. Damit man die prachtvoll gefärbten Männchen auch im Wasser gut beobachten kann, sollte das Teichwasser ähnlich klar und ungetrübt sein wie in einem Koi-Teich. Deshalb empfiehlt sich eine Filteranlage mit nachgeschalteter Teichpumpe. Zusätzlich kann dann das gefilterte Wasser über einen Quellstein und Bachlauf geleitet werden und in den Teich zurückfließen. Die Rotflossenorfe ist ein friedlicher und geselliger Schwarmfisch, der deshalb stets in einer Gruppe von besser 20 bis 30 Individuen gehalten werden sollte. Uferrand und Flachwasserzone können stellenweise dicht bepflanzt werden, die übrige Teichfläche sollte jedoch frei bleiben, da diese Fische viel Raum zum Umherschwimmen brauchen. Als Bodensubstrat wählt man einen groben Kies, sowie einige größere Steine als Landmarken. Neben Lebendfutter können Rotflossenorfen auch schnell an das handelsübliche Trockenfutter für Zierfische gewöhnt werden. Sie fressen Algen, Insektenlarven und andere Wirbellose, vergreifen sich aber auch am Laich anderer Fische. Daher sollte man die Rotflossenorfen besser nicht mit anderen Arten zusammen halten. In ihrer Heimat sind die Fische relativ winterhart, die meisten Rotflossenorfen werden aber inzwischen in Südostasien gezüchtet und von dort zu uns importiert. Daher sollte man die Fische auf Fälle aus dem Teich herausfangen, sobald die Wassertemperatur auf 10°C absinkt und in einen Kaltwasseraquarium zum Überwintern umquartieren. Im April können sie dann wieder zurück ins Freiland gesetzt werden. Selbst unter optimalen Bedingungen werden die Fische nicht viel älter als 3 Jahre.

Vermehrung der Amerikanischen Rotflossenorfe

In ihrer nordamerikanischen Heimat laichen die Rotflossenorfen zwischen April und September. Die Weibchen legen pro Laichperiode bis zu 16 Laichbänder mit jeweils rund 70 Eiern ab, und zwar nicht wie andere Cyprinella-Arten in Spalten, sondern zwischen Wasserpflanzen oder Steine. Das Problem ist allerdings, dass sich in den Importen aus Südostasien fast ausschließlich Männchen der Rotflossenorfe befinden – entweder weil die Männchen so farbenprächtig sind und sich besser verkaufen lassen als die Weibchen oder weil die Züchter in Asien Angst haben, ihr Monopol auf die Rotflossenorfen-Zucht zu verlieren, wenn auch in Europa eigenständige Populationen dieses Fisches aufgebaut werden. Erwischt man beim hiesigen Zoohändler daher die eine oder andere weibliche Rotflossenorfe, sollte man unbedingt zugreifen. Sie lassen nämlich offensichtlich recht einfach auch bei uns züchten.

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