Goldorfe
Leuciscus idus

Pflege
einfach
Zucht
mittel
Standort
oberflächennah
Idealtemperatur
bis 25°C
Winterhart
Ja
Für Teichart
Miniteich
Besonderheiten
Wasser: pH >7

Die Goldorfe ist ebenso wie die weniger verbreiteten Silber- und Blauorfen eine Zuchtform der Orfe, die so im Freiland nicht vorkommt. Die Wildform besiedelt vor allem die Barbengregion der Flüsse, aber auch größere Seen. Zur Laichzeit ziehen sie stromauf und legen die Eier an flachen Stellen über sandigem Grund an Steinen und Wasserpflanzen ab. Auch die Goldorfe braucht einen entsprechend großen Teich, da sie ein schneller und gewandter Schwimmer mit entsprechend hohem Sauerstoffverbrauch ist. Pro Goldorfe muss man mit einem Wasservolumen zwischen 500 und 1000 Liter rechnen; als Schwarmfisch sollte man sie in Gruppen mit wenigstens 6 bis 7 Individuen halten. Goldorfen laichen nur in ausgewachsenem Zustand in sehr großen Teichen ab.

Verbreitung und Lebensraum der Goldorfe

Die Stammform der Goldorfe, die Orfe, auch Aland genannt, kommt in ganz Mittel- und Osteuropa, sowie in Südskandinavien vor. In England wurde sie erfolgreich eingebürgert. Sie besiedelt vor allem strömungsreiche Fließgewässer der Barbenregion und Seen. Orfen sind Schwarmfische, die sich meist dicht unter der Wasseroberfläche aufhalten. Nur im Winter ziehen sie sich in die unteren Wasserschichten zurück. Die Goldorfe ist ebenso wie die Silber- und Blauorfe eine Zuchtform und kommt in den natürlichen Gewässern nicht vor. Goldorfen brauchen sauberes, unbelastetes Wasser; daher wurden sie bis 2005 in Fischtests zur Toxizitätsmessung von Abwasser und anderen Wasserinhaltsstoffen eingesetzt.

Merkmale, Form und Färbung der Goldorfe

Die Orfen haben einen gestreckten, leicht hochrückigen und seitlich abgeflachten Körperbau. Der Kopf ist relativ klein und hat ein enges, schräg nach oben gerichtetes Maul. Die Männchen sind schlanker als die Weichen und bekommen zur Fortpflanzungszeit einen Laichausschlag. Die Grundfärbung der Stammform reicht von einem Grün- bis Schwarzgrau im Rücken über die helleren, silbrigen Flanken bis zum weißlichen Bauch. Das Auge hat eine gelbliche Iris. Rücken- und Afterflosse sind dunkel- bis blaugrau, die Brust-, Bauch- und Afterflossen sind rötlich gefärbt. Die Goldorfe hat eine weißgoldene, goldgelbe bis rötlichgoldene Körperfärbung, die Silberorfe entsprechend silbrige Seiten und bei der Blauorfe, einer weiteren, neuen Zuchtform der Orfe, sind die Flanken bläulich statt silbern gefärbt.

Pflege der Goldorfe im Gartenteich

Die Goldorfe ist ein geselliger Schwarmfisch, denn man mindestens zu sechst bis acht im Gartenteich halten sollte. Entsprechend groß muss der Teich angelegt sein. Bei einer Endgröße von 20 bis 25cm – größer werden die Orfen im Gartenteich normalerweise nicht – muss man mit 500 bis 1000 Liter pro Fisch rechnen, wobei der Teich eine Mindestgröße von 4m³ haben sollte. Im Vergleich zum Goldfisch ist die Goldorfe ein schneller, eleganter Schwimmer. Daher ist ein Gartenteich mit einer lang gestreckten Form ideal. Die Goldorfe ist ein ausgesprochener Allesfresser und schnappt nach allem, was in den Gartenteich fällt. Um Verdauungsstörungen zu vermeiden, sollte man sie aber trotzdem abwechslungsreich füttern. Sie macht aber auch Jagd auf Anflugnahrung und schnappt nach Stechmücken, die sich zur Eiablage auf der Wasseroberfläche niederlassen wollen.

Vermehrung der Goldorfe

Die Goldorfe pflanzt sich nur fort, wenn sie völlig ausgewachsen ist, und dann auch nur im Schwarm. Nur in sehr großen Teichen kann man sie zum Ablaichen anregen. Die Fortpflanzungszeit fällt in die Monate April bis Juni. Dann ziehen die wildlebenden Orfen in Schwärmen flussaufwärts, wo sie in sandigen Flachwasserzonen ihre Eier (immerhin bis zu 115.000 Stück pro Weibchen!) an Steine und Pflanzen kleben. Danach wandern die Eltern wieder stromab, während die Jungfische noch rund ein Jahr im Flussoberlauf bleiben. Im Gegensatz dazu lassen sich Goldorfen mit etwas Glück auch im Gartenteich züchten, wenn er groß genug und sauerstoffreich ist und eine stellenweise dichte Bepflanzung im Flachwasserbereich hat. Die Jungfische kann man mit Zooplankton, später mit Kleinkrebsen, Tubifex und kleinen Insektenlarven füttern.

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