Erdkröte
Bufo bufo

Erdkrötenpaar

Erdkrötenpaar auf dem Weg zum Ablaichen - Foto: Christian Fischer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Einfach
Winterhart
Ja
Besonderheiten
zur Laichzeit im Wasser

Die Erdkröten suchen nur zur Laichzeit das Gewässer auf. Dabei lassen sich die kleineren Männchen von den Erdkrötenweibchen huckepack zum Laichplatz tragen. Jedes Weibchen kann mehrere tausend Eier produzieren, die in langen Laichschnüren angeordnet sind. Die Kaulquappen ernähren sich von planktischen Algen, später auch von Aufwuchs und Aas. Ende Juni verlassen sie das Gewässer, wohin sie erst zurückkehren, wenn sie die Geschlechtsreife erreicht haben. Erdkröten überwintern an feuchten, dunklen und frostgeschützten Plätzen in Erdhöhlen, unter großen Steinen und Holzstapeln oder sogar in frei zugänglichen Kellerräumen. Erdkröten sind weder ekelhaft noch dürfen sie vertrieben werden, denn wie alle Amphibien stehen sie unter Naturschutz. Zudem sind sie bei der Jagd auf Schnecken und Schadinsekten nützliche Helfer im heimischen Garten.

Verbreitung und Lebensraum der Erdkröte

Die Erdkröte ist mit Ausnahme von Irland, Nordskandinavien und den Mittelmeerinseln (aber auf Sizilien) in ganz Europa verbreitet. Auch in Nordafrika und im nördlichen Asien bis nach Japan kommt die Erdkröte vor.

Sie besiedelt Küstenregionen ebenso wie Berge bis auf 2000m ü. NN. Man findet sie in abgelegen Waldregionen, an See- und Bachufern, an brackwasserhaltigen Poldern und Bodden von Nord- und Ostsee, ebenso wie in menschlichen Siedlungen, Parks und Gärten. Sogar feuchte, leicht zugängliche Keller werden von der Erdkröte als Unterschlupf genutzt. Neben der Nominatform Bufo bufo bufo gibt es mehreren Unterarten der Erdkröten die an den europäischen Randzonen ihres Verbreitungsgebiets vorkommen.

Merkmale, Form und Färbung der Erdkröte

Die Erdkröte ist die mit Abstand größte Krötenart Europas. Die Körpergrundfärbung reicht von ocker bis dunkelbraun, der Bauch ist dagegen grau bis weißlich gefärbt. Die Männchen bleiben erheblich kleiner als die Weibchen. Die Männchen sind auch an den schwarzen Brunftschwielen an der Innenseite der ersten 3 Finger zu erkennen. Mit ihnen Klammern sie sich zur Paarung hinterrücks an den Weibchen fest.

Im Gegensatz zu den Fröschen besitzen die Erdkrötenmännchen keine Schallblasen; sie können daher nur leise rufen, um die Weibchen herbeizulocken und anzubalzen.

Pflege der Erdkröte im Gartenteich

Es soll immer noch Menschen geben, die sich vor Erdkröten ekeln. Tauchen Erdkröten im eigenen Garten auf, dann sollte man sich stattdessen freuen. Denn sie sind nützliche Helfer bei der Bekämpfung von Nacktschnecken oder Schadinsekten, die sie nachts aufspüren und vertilgen. Außerdem stehen Erdkröten wie alle heimischen Amphibien unter Schutz und dürfen nicht vertrieben werden (Rechtliche Aspekte zum Gartenreich) und Tierschutzgesetze.

Erdkröten, ihre Kaulquappen und Jungkröten haben viele Fressfeinde; die Verluste können sie nur durch die hohe Eizahl kompensieren. Auch Parasiten können den Erdkröten arg zusetzen. An erster Stelle ist die Krötenschmeißfliege zu nennen, die ihre Eier auf den Erdkröten ablegen. Die Larven dringen durch die Nasenlöcher ein und fressen die Erdkröten nach und nach von innen her auf.

Im Spätherbst zeihen sich die Erdkröten in ihre Winterquartiere zurück.

Vermehrung der Erdkröte

Die Erdkröten sind zusammen mit den Grasfröschen die ersten Amphibien, die nach der Winterruhe am Gartenteich erscheinen. Bereits im ersten warmen Frühjahrsregen verlässt die Erdkröte ihr Winterquartier, welches sie im lockeren Erdreich unter Falllaub, Bretterstapeln oder Steinen bezogen hatte, um sich nachts Richtung Teich in Gang zu setzen.

Bereits ein kurzzeitiger Lufttemperaturanstieg auf 10 Grad Celsius löst die Paarungsbereitschaft aus. Normalerweise sind die Männchen in der Überzahl. Auf dem Weg zum Gewässer stoßen sie auf die Weibchen und lassen sich von ihnen Huckepack zum Gewässer tragen.

Erdkröten wandern stets zu dem Gewässer zurück, indem sie als Kaulquappen aufgewachsen sind. Führen diese Krötenwanderungen über Verkehrswege, so kann es zu Massensterben kommen. Daher wurden vielerorts Amphibienzäune errichtet, an denen entlang die Kröten und Frösche bis zu einer kleinen Unterführung unter der Straße hindurch hüpfen können. Oder die Straße wird zur kritischen Zeit der Krötenwanderung ab der Dämmerung komplett gesperrt.

Auch wenn der Platz zugeschüttet wurde, findet die Erdkröte immer noch zu ‚ihrem‘ ehemaligen Teich zurück. Man vermutet daher, dass sich die Erdkröten bei ihrer nächtlichen Laichwanderung am Magnetfeld der Erde und den Mondphasen orientieren, also nicht vom Geruch des Wassers angezogen werden.

Pro Saison kann ein Erdkrötenweibchen mehrere Tausend Eier produzieren. Die Eier werden nicht in Laichballen wie bei den Gras- und Wasserfröschen abgelegt, sondern in langen Laichschüren, in deren Gallerte die kleinen, schwarzen Eier wie an einer Perlschnur aufgereiht sind. Schon bald nach dem Ablaichen verlassen die Erdkröten das Gewässer wieder. Die meterlangen Laichschnüren wickeln sich um Wasserpflanzen oder kleben an aus dem Wasser ragendem Holz fest. Dadurch wird verhindert, dass sie in den Bodenschlamm des Gewässers absinken, wo die Eier an Sauerstoffmangel zugrunde gehen und absterben würden. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die winzig kleinen, kommaförmigen schwarzen Kaulquappen, die sich von Algen und Aas ernähren. Nach etwa drei Monaten verlassen die Jungkröten das Gewässer.

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