Verbreitung

Der Springfrosch hat ein relativ geschlossenes Verbreitungsgebiet, welches von Frankreich über Süd- und Mitteldeutschland bis auf den Balkan und ans Schwarze Meer reicht. Die Alpen bleiben ausgespart. Außerdem gibt es inselartige Vorkommen in Norddeutschland, Dänemark und Südschweden, sowie in Mittel- und Süditalien.

Norditalien und die Südschweiz wird dagegen von einer Schwesterart, dem Italienischen Springfrosch (Rana latastei) besiedelt.  Dieser Springfrosch ist kleiner und hat eine spitzere Schnauzenpartie als Rana dalmatina.  Er hat außerdem eine dunklere Kehle als die Nominatform hat, und meist auch eine dunkle Marmorierung auf der Bauchseite. Der Italienische Springfrosch laicht oft schon im Januar und bleibt auch nach der Fortpflanzungszeit in Gewässernähe.

Lebensraum

Der Springfrosch lebt außerhalb der Laichzeit in von Gewässern durchzogenen Laubmischwäldern, dabei spielt die Vernetzung der Biotope von Waldgebiet zu Waldgebiet über Buschzonen eine Rolle ? falls diese Biotopbrücken noch existieren. Durch Trockenlegung und Abholzen der Auwälder zählt der Springfrosch in Mitteleuropa zu den am stärksten gefährdeten Amphibienarten.

Zur Laichzeit sucht der Springfrosch kleinere, stehende Gewässer auf, darunter Tümpel, Teiche und Weiher, sowie wasserführende Gräben – vor allem in Waldgebieten. Oft findet man den Springfrosch aber auch weit weg vom nächsten Gewässer. Von denen vier in Deutschland heimischen Braunfroscharten hat sich der Springfrosch am besten an Wärme- und Trockenzeiten angepasst.   

Größe, Farbe und besondere Eigenschaften

Die Springfrosch-Männchen werden 6 bis 8 cm lang, die Weibchen können sogar eine maximale Körperlänge von 9 cm erreichen. Die Beine sind beim Springfrosch länger als bei anderen einheimischen Froscharten.

Springfrosch Beine sind lang
Das Fersengelenk reicht bei dem vorsichtig nach vorne gelenkten Hinterbein deutlich über die Schnauzenspitze hinaus
Foto: Maciej Pabijan, Rana dalmatina01a, CC BY-SA 2.5

Dank seiner kräftig entwickelten Hinterbeine kann der Springfrosch bis zu 2 m weit springen, weiter als jede andre einheimische Amphibienart.

Körperbau und Aussehen

Der Kopf läuft spitz zu. Der Abstand zwischen den Augen ist doppelt so groß wie der zwischen den Nasenlöchern. Die Pupille verläuft waagerecht.

Der Bereich des Trommelfells ist deutlich hervorgehoben.

Die Körperoberseite ist hell- bis mittelbraun mit wenigen dunkleren Flecken.  Die Bauchseite ist gelblich bis milchig weiß gefärbt, meist ohne Flecken.

Von der Schläfenregion an zieht sich an den Körperseiten eine nur schwach ausgeprägte und an verschiedenen Stellen unterbrochene Drüsenleiste hin.

Pflege im Gartenteich

Springfrösche sind eigentlich Waldbewohner. Wenn man einen Schatten- oder Waldgarten hat oder der Garten wenigstens direkt an ein feuchtes Waldgebiet stößt, gibt es eine geringe Chance, dass auch einmal Springfrösche in solch einem Garten auftauchen könnten. Außerhalb der Laichzeit können Springfrösche weite Strecken zurücklegen.

Springfrösche brauchen zum Ablaichen einen im Halbschatten liegenden Waldtümpel mit einer spärlichen Uferbepflanzung, aber genügend Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten z. B. unter mit Moos bewachsenen Steinen oder Baumwurzeln.

Springfrösche suchen bereits im Herbst nach einem geeigneten Laichgewässer. Sie sind in einer Temperaturspanne von 4 bis 20 °C aktiv. Das Weibchen sucht sich einen Platz zum Überwintern in Ufernähe, das Männchen überwintert im Tümpel.

Springfrösche fressen alle Kleintiere, die sie von der Größer her gerade noch überwältigen können; zu ihren Beutetieren zähen neben Insekten und Würmern auch Nacktschnecken. Die Beute spürt der Frosch im Falllaub und am Boden auf. Er geht vor allem nachts auf Nahrungssuche.

Die Laichzeit dauert meist weniger als 2 Wochen. Danach wandern die Springfrosch-Eltern wieder ab. Die Chance, dass sie das restliche Jahr in Gewässernähe verbringen, ist eher gering. Auch die Jungfrösche werden bald nach der Metamorphose die Umgebung des Gewässers verlassen und aus dem Garten abwandern.

Vermehrung

Die Männchen des Springfroschs wandern bereits im Herbst in ihre Laichgewässern und überwintern im Wasser. Die Weibchen zieht es ebenfalls ans Gewässer, sie überwintern aber an Land. Bereits in der ersten Märzhälfte beginnen die Männchen mit ihren Balzrufen, um auch die Weibchen ins Wasser zu locken.

Die Springfrosch-Männchen haben keine Schallblasen. Aber auch ohne diese Schallverstärker ist das Männchen mit seinen rauen og og og oder krro krro krro Balzrufen im Staccato mit 5 Lauten pro sec deutlich zu vernehmen. Manchmal rufen die Springfroschmännchen sogar unter Wasser.

Zur Paarung umfasst das Männchen den Körper des Weibchens hinter dessen Vorderbeinen. Nach der Paarung stößt das Weibchen Laichballen mit 450 bis 1800 Eiern aus, die dann in unterschiedlichen Wassertiefen an im Wasser liegende Äste, Pflanzenwurzeln und -stängeln angeheftet werden.

Die Kaulquappen des Springfroschs haben im Vergleich zu denen anderer Froschlurchen einen deutlich höheren Flossensaum am ersten Drittel des Schwanzes. Der Schwanz ist oft mehr als doppelt so lang wie der übrige Körper und läuft in einer Spitze aus. Ausgewachsene Kaulquappen erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 6 cm und sind damit größer als die Kaulquappen des Grasfroschs.

Im Hochsommer verlassen die Kaulquappen nach der Metamorphose zu Jungfröschen das Gewässer. Die Geschlechtsreife erreichen sie erst nach 2 bis 3 Jahren.

Springfrosch Laich
Laichklumpen eines Springfrosch-Weibchens
Foto: D4r4mu5, Rana dalmatina, eggs in jelly, CC BY-SA 4.0

Die Kaulquappen des Springfroschs haben im Vergleich zu denen anderer Froschlurchen einen deutlich höheren Flossensaum am ersten Drittel des Schwanzes. Der Schwanz ist oft mehr als doppelt so lang wie der übrige Körper und läuft in einer Spitze aus. Ausgewachsene Kaulquappen erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 6 cm und sind damit größer als die Kaulquappen des Grasfroschs.

Im Hochsommer verlassen die Kaulquappen nach der Metamorphose zu Jungfröschen das Gewässer. Die Geschlechtsreife erreichen sie erst nach 2 bis 3 Jahren.