Wassernuss
Trapa natans

Wassernuss

Foto: Peter Schröder, Copyright: H.Fröhlich 2013

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Wassertiefe
20 bis 50 cm
Standort
sonnig
Wasserhärte
weich
Winterhart
Ja
Blütenfarbe
Weiß
Blütezeit
Juni bis August
Vermehrung
durch Samen
Besonderheiten
nur einjährig

Die Wassernuss Trapa natans ist in stehenden und langsam fließenden Gewässern der Alten Welt weit verbreitet, aber nirgends häufig. In Deutschland ist sie vom Aussterben bedroht. Die letzten Bestände in der Oberrheinischen Tiefebene stehen unter Naturschutz. Man bekommt die Pflanze aber auch in Gartenfachhandlungen aus Nachzuchten. Die Wassernuss bildet im Sommer eine Rosette aus rautenförmigen Schwimmblättern, die an rötlichen Blattstielen auf der Wasseroberfläche liegen. Im Herbst verfärben sich die Blätter rot und sterben ab. Ihre nussartige, schweren Steinfrüchte sinken auf den Gewässerboden, überwintern dort und treiben im Frühjahr wieder aus. Zunächst entwickelt sich ein Stängel, der mehrere Meter lang werden kann, bis er die Wasseroberfläche erreicht. Erst dann werden die Laubblätter gebildet. 2011 wurde die Wassernuss zur Wasserpflanze des Jahres gekürt.

Verbreitung und Lebensraum der Wassernuss

Die Wassernuss ist in Mitteleuropa selten geworden. Man findet sie fast nur noch in stehenden und langsam fließenden Gewässer, vor allem Tümpel, Gräben und Altarme, in der Oberrheinischen Tiefebene. Die Wassernuss kommt darüber hinaus in den gemäßigten und subtropischen Zonen Europas, Afrikas und Asiens vor. In Nordamerika und Australien wurde die Wassernuss eingebürgert.

Merkmale, Form und Färbung der Wassernuss

Die Wassernuss Trapa natans gehört zur Familie der Wassernussgewächse (Trapaceae), ist eine einjährige, krautige Schwimmpflanze. Sie bildet lange, aber sehr dünne, fadenförmige und schuppig beblätterte Stängel und auf dem Wasser schwimmende Rosetten aus streng rautenförmigen, lederartigen Blättern. Die Blattstiele sind rot-violette gefärbt, die grünen Blätter können rot überlaufen sein. Auf der Blattunterseite sitzen kleine Drüsen, die eine Säure ausscheiden und damit Fraßinsekten abhalten. Die Blattsiele sind leicht aufgeblasen, in ihren Achseln stehen einzelne, kleine weiße Blüten. Die Blütezeit fällt in die Monate Juli bis September. Die Wassernuss wird vor allem durch Selbstbestäubung befruchtet. Aus der Blüte entwickelt sich eine harte Steinfrucht von dunkelbrauner Farbe und vier stachligen Spitzen. Diese Wassernuss ist essbar.

Frucht der Wassernuss
Frucht der Wassernuss – Foto: Okapi, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Archäologische Funde zeigen, dass Wassernüsse bereits in der Jungsteinzeit kultiviert und gegessen wurden. Vor dem rohen Verzehr der Wassernuss muss allerdings dringend gewarnt werden, da sich auf ihrer Oberfläche verschiedene Parasiten ansiedeln können, in Asien zum Beispiel die Entwicklungsstadien des auch für den Menschen gefährlichen Darmegels. Die Steinfrucht sinkt als Überwinterungsorgan auf den Gewässerboden, während die krautige Pflanze abstirbt. Im Frühjahr treibt dann aus dieser Wassernuss eine neue Pflanze aus. Ihr Stängel kann Längen von bis zu 3m erreichen und bleibt im schlammigen Gewässergrund verankert. Die rosettenförmig angeordneten Schwimmblätter tauchen erst im Juni auf, im Herbst färben sie sich rot und sterben bereits wieder ab. Die Wassernuss wird manchmal fälschlicherweise auch Wasserkastanie genannt. Sie ist aber mit der echten Wasserkastanie Eleocharis dulcis, einem asiatischen Sauergras, überhaupt nicht verwandt.

Pflege der Wassernuss im Gartenteich

Die Wassernuss braucht einen sonnigen Platz in einer mittleren Wassertiefe bis zu 60cm mit schlammig-sandigem Untergrund. Während die Blattrosette im Herbst abstirbt, sinkt ihre nussartigen Steinfrüchte auf den Gewässer, wo sie überwintern. Im Frühjahr treibt aus der Nuss ein langer, aber dünner Stängel, der bis zur Wasseroberfläche emporwächst. Erst dann werden die Blätter gebildet, die in einer schwimmenden Rosette auf dem Wasserspiegel liegen. Sind die Standortbedingungen optimal, dann braucht die Wassernuss keine weitere Pflege und vermehrt sich praktisch im Laufe der Jahre von selbst. Die Wassernuss ist bis mindestens minus 22 Grad Celsius frostresistent und winterhart.

Vermehrung der Wassernuss

Die Wassernuss vermehrt sich über ihre nussartigen Steinfrüchte, die zugleich Überwinterungsorgane sind und im Frühjahr zu neuen Pflanzen austreiben. Will man die Wassernuss auf Dauer erfolgreich und gezielt vermehren, dann sollte man sie als einzige Wasserpflanze im Becken pflegen. Den zur Entwicklung ihrer Steinfrüchte braucht sie viele Nährstoffe. Andere konkurrierende Wasserpflanzenarten würden jedoch den Nährstoffspiegel im Wasser soweit senken, dass die Wassernuss im Herbst abstirbt, ohne zuvor ihre Früchte als Überwinterungsorgan zu bilden.

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