Verbreitung

In seinem Verbreitungsgebiet bildet der Feuersalamander bis zu 12 Unterarten, die sich in ihrem Farbmuster, teilweise auch in den Körperproportionen unterscheiden.

In Deutschland kommen 2 Unterarten vor:

  • die Nominatform Salamandra salamanda salamandra mit gelben Flecken – man findet vor allem in Süd- und Mitteldeutschland.
  • die eher gelb gebänderte Unterart Salamandra salamandra terrestris im westlichen Deutschland.

Unterhalb von 400 m ü. NN sind Feuersalamander sehr selten. Er besiedelt vor allem Höhenlagen von 700 bis 1.000 m ü. NN, auf dem Balkan teilweise höher.

Einige der auf der Iberischen Halbinsel lebenden Unterarten sind lebendgebärend, d.h. die Weibchen bekommen voll entwickelte Jungsalamander, die ähnlich wie der Alpensalmander keine Larvalperiode im Fließgewässer haben.

Lebensraum

Feuersalamander leben vor allem in den Laubwäldern des Hügel- und Berglandes in der Nähe sauberer, kleiner Fließgewässer. Tagsüber hält sich der Feuersalamander versteckt unter von Moos bedeckten Steinen, Baumstümpfen oder unter einer dichten Vegetationsdecke auf.

Größe, Farbe und besondere Eigenschaften

In Südeuropa können Feuersalamander mehr als 28 cm Körperlänge erreichen, in Mitteleuropa bleiben sie mit bis zu 20 cm Länge deutlich kleiner.

Körperbau und Erscheinung

Der Feuersalamander hat einen etwas plumpen, leicht gedrungenen Körperbau mit einem breiten Kopf und einen Schwanz, der etwas kürzer ist als der übrige Körper und einen ovalen Querschnitt ohne Kamm oder Schneide.

Die glatte Haut ist glänzend. Er hat je eine große Drüse in der Nähe der Ohren, zwei Reihen von kleinen Drüsen entlang der mittleren Rückenlinie, sowie je eine Längsreihe von recht großen Warzen in den Flanken.

Charakteristisch ist der gelbe Fleck an der Basis von Oberarm und Oberschenkel, sowie über dem Augenlid. Über der schwarzen Oberseite sind gelbe, seltener auch orangerote Flecken verteilt, bei der Unteart Salamandra salamdra terrestris sind es stattdessen gelbe Längsstreifen.

Das Feuersalamander-Männchen ist etwas schlanker als das Weibchen und hat auch eine stärker vorgewölbte Kloakenöffnung.

Feuersalamander mit Längsstreifen

Die orange Form des Feuersalamanders.

Oranger Feuersalamander

Feuersalamander sind leise Gesellen und haben auch keine besonderen Rufe, an denen sie zu erkennen sind. Sie geben höchstens gelegentlich ein leises Fiepen von sich.

Pflege im Gartenteich

Als Bewohner waldreicher Hügel- und Bergregionen hat man wenig Chancen, dass sich Feuersalamander auch im Garten ansiedeln. Es sei denn man hat einen baumbestandenen, schattigen Garten in einer Mittelgebirgsregionen und einen durch das Gartengelände langsam fließenden Bach, in dem sich die Feuersalamanderlarven entwickeln können.

Feuersalamander sind zwar leicht im Terrarium zu pflegen. Da sie aber wie alle einheimischen Amphibien streng geschützt, bleibt dies erfahrenen Züchtern mit einer Sondergenehmigung im Rahmen von Amphibienschutzprogrammen vorbehalten.

Vermehrung

Außerhalb der Paarungszeit sind Feuersalamander ausgesprochene Einzelgänger.

Im Herbst können sie sich aber auch zu größeren Gruppen, oft sogar gemeinsam mit Molchen, in Höhlen sammeln, um dort zu überwintern. Aber auch dort entwickeln sie kein besonderes Bedürfnis nach Geselligkeit, es ist vielmehr der geeignete Platz zum Überwintern, der sie zufällig aufeinandertreffen lässt.

Nur zur Fortpflanzungszeit suchen die Männchen Weibchen auf. Feuersalamander paaren sich im flachen Wasser, aber auch an Land. Dabei schiebt sich das Männchen von hinten unter das Weibchen und hält mit seinen nach oben gestreckten Vorderbeinen die Vorderbeine des Weibchens fest.

Feuersalamander sind lebendgebärend.

Die Tragzeit der Embryonen im Mutterleib kann bis zu 8 Monate dauern. Die Weibchen bekommen ihren Nachwuchs im Wasser. Dazu suchen sie eine flache, langsam fließende Stelle in einem sauberen Bergbach auf. Um ein geeignetes Gewässer zu finden, legen sie teilweise auch lange Wanderungen zurück.

Ein Wurf besteht normalerweise aus 16 bis 24, maximal 50 Larven.  Die Feuersalamander-Larven sind dann bereits 3 cm lang, haben voll entwickelte, äußere Kiemen und vier Beine. Charakteristisch für die Larven des Feuersalamanders sind im Vergleich zu Molchlarven leicht an dem blass-gelben Flecken an der Basis der Vorder- und Hinterbeine zu erkennen.

Die Entwicklungszeit bis zum an Land lebenden Lungenatmer dauert in der Regel etwa 5 Monate. Nach der Metamorphose verlassen die jungen Feuersalamander das Lachgewässer und gehen zum Landleben über.

Sie werden erst nach 4 Jahren geschlechtsreif, können aber bis zu 30 Jahre alt werden.

Es kann vorkommen, dass im Aqua-Terrarrium gehaltene Weibchen Eier legen, aus denen aber bald darauf die Larven schlüpfen.