Bei einigen Froscharten der Tropen entwickeln sich die Larven in kleinsten Wasseransammlungen z. B. in den Kannenpflanzen, teilweise verbringen sie ihre Larvenzeit auch an Land in feuchtem Milieu oder die gesamte Entwicklung vollzieht sich im Mutterleib: Die trächtigen Weibchen sind dann ähnlich wie unsere beiden einheimischen Salamander-Arten lebendgebärend.

Der Europäische Laubfrosch und die sogenannten 3 BraunfroschartenGrasfrosch, Moorfrosch und Springfrosch – verbringen die meisten Zeit ihres Lebens an Land und suchen nur zur Laichzeit das Wasser auf, während die  3 GrünfröscheWasserfrosch, Kleiner Teichfrosch und Seefrosch ? auch außerhalb der Fortpflanzungszeit in ihrem Heimatgewässer bleiben.

Die Larvenentwicklung dauert bei unseren einheimischen Froscharten unter mitteleuropäischen Klimabedingungen zwischen 2 und 4 Monate.

Dann beginnt die Metamorphose vom Kiemen- zum Lungenatmer, von der Kaulquappe zum Jungfrosch.  

Laubfrosch (Hyla arborea)

Laubfrösche überwintern in Gewässernähe, dazu graben sie sich in die Erde ein.

Ab Ende März/Anfang April wandern die Laubfrösche zu den Laichgewässern. Tagsüber sitzen sie auf einem erhöhten Platz, z.B. im Geäst eines Strauches oder Baumes in Ufernähe und sonnen sich dort. Mit Einsetzen der Dämmerung wechseln sie bis zum nächsten Morgen ins Wasser.

Die Männchen lassen sich auf der Wasseroberfläche treiben und lassen ihre Balzrufe ertönen, oft sogar im Chor.  Mit Hilfe dieser Rufe grenzen sie ihre Reviere im Wasser ab – in der Regel etwa 3 m im Durchmesser – und halten ihre Rivalen auf Distanz. Nach und nach gehen auch die Weibchen ins Wasser und suchen sich unter den Laubfroschmännchen ihren Partner aus.

Das Laubfrosch-Männchen klammert sich zur Paarung an die Achselregion des Weibchens. 

Das Weibchen stößt einen etwa 3 cm großen Laichklumpen aus, der ungefähr 1000 Eier enthält.

Laichballen des Laubfroschs
Laichballen des Laubfroschs
Foto: Christian Fischer, HylaArboreaSpawn, CC BY-SA 3.0

Grasfrosch (Rana temporaria)

Nach der Paarungszeit leben Grasfrösche an Land, aber möglichst in feuchtem Milieu oder in Gewässernähe, da ihre Haut sonst zu schnell austrocknet. Grasfrösche überwintern jedoch am Grund kleinerer, aber möglichst tiefer stehender Gewässer.

Die Eier entwickeln sich in den Ovarien der Mütter während der Winterruhe. Die Grasfrösche erwachen aus der Winterstarre, sobald das Eis schmilzt.

Die Eier der Weibchen sind dann bereits voll entwickelt und auch die Männchen sind fortpflanzungs-bereit. Sie paaren sich entweder in dem Gewässer, indem sie auch überwintert haben oder suchen ein anderes Laichgewässer auf.

Die Männchen geben leise Knurrtöne von sich, um die Weibchen auf sich aufmerksam zu machen.  Die Paarung beginnt oft bereits bei Wassertemperaturen von weniger als 4 oC und findet dann während der ersten wärmeren Nächte im Frühling statt.

Dazu sammeln sich die Grasfrösche an den tagsüber schon von der Sonne aufgewärmten Stellen im Flachwasser. Dabei kommt es oft zu Kämpfen zwischen den um die Weibchen buhlenden Männchen.

Zur Kopulation umklammern die Männchen die Weibchen hinter den Vorderbeinen. Der dadurch ausgeübte Druck erleichtert dem Weibchen das Auspressen der Laichballen. Die Laichballen großer Weibchen können bis zu 4.000 Eier enthalten.

Der Laichballen quillt im Wasser auf und steigt zur Wasseroberfläche. Die Eier der Grasfrösche haben eine charakteristische Färbung. Der obere Pol ist dunkelbraun bis schwarz, der untere Pol hell bis weiß. Mit Hilfe des dunklen Pols kann die Sonnenstrahlung das Ei aufwärmen, das kann eine Temperaturerhöhung von bis zu 10 oC im Vergleich zur Wassertemperatur. Die untere, helle Seite macht das Ei – von unten gegen die Wasseroberfläche betrachtet – nahezu unsichtbar macht und schützt es so vor Laichräubern. 

Moorfrosch (Rana arvalis)

Die Männchen des Moorfrosches sind zur Laichzeit leuchtend himmelblau gefärbt und geben blubbernde Balzlaute von sich. Wenn die Gewässer wieder eisfrei sind, beginnt die Fortpflanzungszeit. Zunächst finden sich die Männchen am Laichgewässer ein. Etwas später die Weibchen.

Laichzeit beim Moorfrosch
Bei der Paarung klammert sich das Männchen von hinten an die Vorderbeine des Weibchens
Foto: Staffan Kyrk, Rana arvalis2, CC BY-SA 3.0

Dieses Anklammern bei den Froschlurchen wird Amplexus genannt. Es dient dazu, den Kontakt von Männchen und Weibchen zueinander beim Eintauchen ins Laichgewässer nicht zu verlieren und die Laichballen- und Spermien-Abgabe zu synchronisieren.

Laichballen des Moorfrosches
Laichballen von Moorfröschen
Foto: Matthias Kaiser, 20170312 mk 004 moorfrosch, CC BY-SA 4.0

Ende März oder Anfang April legt das Weibchen kleine Laichballen ab, die insgesamt etwa 2.000 Eier enthalten. Die Laichballen quellen nicht auf wie beim Grasfrosch, sondern bleiben am Gewässergrund liegen.

Springfrosch (Rana dalmatina)

Die Fortpflanzungszeit ist meist recht kurz und dauert oft nicht einmal 2 Wochen. In der übrigen Zeit des Jahres lebt der Springfrosch weitab seiner Laich- und Heimatgewässer

Springfrösche paaren sich Mitte bis Ende März oder erst Anfang April. Die Männchen wandern aber bereits im Herbst zu ihren Laichgewässern und überwintern dort. Die Weibchen folgen ihnen erst im Frühjahr.

Laichballen des Springfrosches
Die Laichballen eines Weibchens enthalten zwischen 1.000 und 2.000 Eier. Die Laichballen werden an ins tiefe Wasser ragenden Zweige angeheftet.
Foto: Christian Fischer, RanaDalmatinaSpawn, CC BY-SA 3.0

Wasserfrosch (Rana esculenta)

Wasserfrösche verbringen den allermeisten Teil ihres Lebens im Wasser. Wasserfrösche haben von allen einheimischen Froscharten die späteste Fortpflanzungszeit im Mai/Juni

Bei einer dichten Besiedlung des Laichgewässers kommt es auch hin und wieder zu Kämpfen zwischen den Männchen. Im Mai paaren sich die Wasserfrösche. Große, gut genährte Weibchen legen bis zu 10.000 Eier.

Kleiner Teichfrosch (Rana lessonae)

Der Kleine Teichfrosch verbringt ebenfalls – ähnlich wie der Wasser- und der Seefrosch – den größten Teil seines Lebens im Wasser, überwintert aber teilweise auch an Land. Falls der Teichfrosch zum Überwintern eine genügend feuchte Umgebung findet, da seine Haut sonst schnell austrocknen würde.

Die Paarungszeit der Teichfrösche beginnt erst im Mai.

Teichfrosch Fortpflanzung
Bei der Paarung klammert sich das Männchen an den Achseln der Weibchen, Amplexus genannt.
Foto: I, Viridiflavus, PelophylaxLessonaeAmplex, CC BY-SA 3.0

Das Weibchen entlässt mehrere kleine Laichballen, die auf den Teichgrund sinken. In Abhängigkeit von der Größe der Weibchen können sie zwischen 500 und mehreren Tausend Eiern produzieren.

Seefrosch (Rana ridibunda)

Seefrösche überwintern am Gewässergrund. Erst einige Zeit nach den Grasfröschen erwachen sie im Frühjahr zu neuem Leben. Die Paarungszeit beginnt im April oder Mai.

Die Männchen bilden Reviere entweder in Ufernähe oder in einem Gewässerteil mit dichtem Pflanzenbestand. Diese Reviere werden lebhaft gegen andere Männchen verteidigt.

Die Laichzeit beginnt im Frühjahr und kann sich bis in den Frühsommer ziehen, die Hauptpaarungszeiten sind jedoch die Monate April/Mai.

Die Weibchen entlassen mehrere Laichballen, die jeweils mehrere Hundert Eier enthalten. Die Gesamtsumme der von einem einzelnen Weibchen produzierten Eier kann bis zu 16.000 Eier betragen. Die Laichballen sinken zu Boden.

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