Stabwanze
Ranatra linearis

Stabwanze Ranatra linearis auf dem Schwimmblatt

Stabwanze Ranatra linearis auf dem Schwimmblatt - Foto: AfroBrazilian, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Einfach
Winterhart
Ja
Besonderheiten
Standort: ständig im Wasser

Auch wenn die Stabwanze eine völlig andere Körpergestalt hat, sie bildet mit dem Wasserskorpion als die beiden einzigen mitteleuropäischen Vertreter die Familie der Skorpionswanzen (Nepidae), die ansonsten wenig mit den Skorpionen gemeinsam haben. Die Stabwanze hat eine lang gestreckte, sehr schlanke Körperform mit einem fast ebenso langen Atemrohr am Hinterleib.

Ihre Vorderbeine sind zu Fangapparaten umgebildet, mit denen sie im Dickicht der Wasserpflanzen ihrer Beute auflauert. Dazu zählen neben Zooplankton und Wasserinsekten auch Kaulquappen und kleinere Jungfische. Die Beute wird mit dem Rüssel angestochen und ausgesaugt.

Die Eier werden in lose treibende Pflanzenreste abgelegt. Diese Eier haben 2 fädige Röhren, mit denen sie an der Wasseroberfläche mit Luftsauerstoff versorgt werden. Die Larven häuten sich im Laufe ihrer Entwicklung fünfmal bis zur Imago. Die adulten Stabwanzen können im Gegensatz zu den Wasserskorpionen fliegen und aktiv neue Gewässer aufsuchen.

Verbreitung und Lebensraum der Stabwanze

Die Stabwanze ist in stehenden, pflanzenreichen Gewässern ganz Mitteleuropas häufig, wird aber meist übersehen, da sie mit ihrem schlanken stabförmigen Körper zwischen den Wasserpflanzen im Uferbereich kaum ins Auge fällt. Die Stabwanze kommt nicht nur in Europa, sondern auch in Nordafrika und Kleinasien vor. In Asien reicht ihr Verbreitungsgebiet bis China.

Merkmale, Form und Färbung der Stabwanze

Die Stabwanze bildet zusammen mit dem Wasserskorpion Nepa cinerea die Familie der Wasserskorpione (Nepidae). Auf den ersten Blick kann man im Aussehen beider Arten jedoch kaum Gemeinsamkeiten feststellen. Die Stabwanze hat einen langgestreckten, sehr schlanken Körperbau mit einem in der gleichen Längsachse liegenden, kaum abgesetzten Kopf. Der Körper ist 3 bis 4cm lang, hinzu kommt das Atemrohr am Hinterleib mit annähernd gleicher Länge. Passend zu ihrer Körperform nennt man die Stabwanze auch Wassernadel.

Die Vorderbeine sind zu Fangapparaten umgewandelt und können nicht mehr zur Fortbewegung genutzt werden. Mit ihren dünnen Mittel- und Hinterbeinen kann sie sich langsam rudernd durchs Wasser fortbewegen. Der Kopf hat zwei kleine kugelförmige Augen und einen kurzen Rüssel, mit dem die Stabwanze ihre Opfer ansticht und aussaugt. Die Körperfärbung der Stabwanze kann von gelb- bis dunkelbraun reichen.

Pflege der Stabwanze im Gartenteich

Während der Wasserskorpion am Rand des Gartenteichs auf Beute lauert, wagt sich die Stabwanze weiter auf die freie Wasserfläche hinaus. Im Gegensatz zum Wasserskorpion können Stabwanzen fliegen und aktiv neue Gewässer aufsuchen. Die Stabwanze nimmt, wenn sie auf Beute lauert, eine ähnliche Stellung wie die Gottesanbeterin ein. Sie sitzt unbeweglich mit leicht angewinkelten und erhobenen, geöffneten Fangbeinen zwischen den Wasserpflanzen. Sobald ein Beutetier in Reichweite ihrer Fänge gerät, schlägt sie blitzschnell zu.

Zu ihrem Beutespektrum zählen neben Zooplankton, kleinen Insektenlarven, Kaulquappen sogar kleine Jungfische. Sie werden mit dem Rüssel der Stabwanze angestochen und ausgesaugt. Mit ihren vier dünnen Laufbeinen stakst sie langsam durch das Pflanzengewirr oder bewegt sich rudernd durchs Wasser. Wird die Stabwanze aufgeschreckt, dann macht sie sich ganz steif, spreizt die hinteren Beinpaare nach hinten ab und richtet die Fangbeine nach vorne in Verlängerung ihrer Körperlängsachse. Dann ist sie von einem Schilf- oder Wasserpflanzenstängel kaum noch zu unterscheiden.

Vermehrung der Stabwanze

Die Stabwanze bohrt Wasserpflanzen an oder legt ihre Eier reihenweise in Pflanzenreste ab, die an der Wasseroberfläche treiben. Jedes Ei hat bereits 2 dünne, fadenförmige Luftröhren, die aus dem pflanzlichen Gewebe über die Wasseroberfläche hinausragen. Ende Mai schlüpfen die Erstlarven, die sich bis zum September über 5 Häutungen bis zur Imago entwickeln.

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