Torfmoos
Sphagnum spec.

Torfmoos - Sphagnum spec

Foto: b.gliwa, Creative Commons Attr.-Share Alike 2.5 Generic

Pflege
Mittel
Zucht
Mittel
Wassertiefe
0 bis 5 cm
Standort
sonnig bis halbschattig
Wasserhärte
weich
Winterhart
Ja
Blütenfarbe
-
Blütezeit
bis -

Es gibt eine ganze Reihe einheimische Torfmoosarten, die sich hervorragend für einen Platz im Moorbeet eignen. Sie wachsen sowohl auf torfigem Boden als auch unter Wasser. Sphagnum-Moose sind die Grundlage unserer Moorbildung und Torflieferanten. Im Moorbeet bilden sie zahlreichen kleinen Tieren Schutz und zugleich eine Grundlage für andere Moorbeetpflanzen wie z.B. den rundblättrigen Sonnentau.

Das Schmalblättrige Torfmoos Sphagnum angustifolium
Das Schmalblättrige Torfmoos Sphagnum angustifolium – Foto: Kristian Peters, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported
Das Hain-Torfmoos Sphagnum capillifolium"
Das Hain-Torfmoos Sphagnum capillifolium“ – Foto: Bernd Haynold, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Merkmale, Form und Färbung

Es gibt eine ganze Reihe von Sphagnum-Arten, die sich für einen Platz im Moorbeet eignen. Sie unterscheiden sich voneinander vor allem in der Form, Verzweigung und Farbe ihrer Stämmchen und Äste und ihrer Sporangien. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist allerdings nur der morphologische Aufbau ihrer Stammblätter. Dazu müssen mikroskopisch verwertbare Schnitte angelegt werden. Die sichere Identifikation bestimmter Sphagnum-Arten bleibt daher Spezialisten vorbehalten.

Die Torfmoose, auch Bleichmoose genannt, haben besonders viele Speicherzellen, mit deren Hilfe sie sich bei Regen vollsaugen und das 30-fache ihres Trockengewichtes an Wasser speichern können. Dieses Wasser wird langsam wieder abgegeben. Auf diese Weise können Torfmoose auch längere niederschlagsfreie Perioden gut überstehen.

Torfmoos wächst auch auf Torfmoos; so bilden sich allmählich dicke Schichten aus abgestorbenem, verrottendem und frischem Sphagnum. Damit tragen Torfmoose wesentlich zur Bildung von Hochmooren bei, die ausschließlich von Regenwasser gespeist werden und keinen Kontakt zum Grundwasser mehr haben.

Pflege des Torfmooses am Gartenteich

Abgebildet sind hier drei der farbenprächtigsten einheimischen Torfmoosarten, die sich für einen Platz im Moorbeet besonders gut eignen. Das Hain-Torfmoos Sphagnum capillifolium, auch Halbkugelkopfiges Torfmoos genannt wird am besten an den Rand des Moorbeetes gesetzt, denn auch in der Natur wächst in der Randzone der Moore, in lichten Wäldern und an moorigen Heideflächen.

Das Rote Torfmoos Sphagnum rubellum kommt dagegen in das etwas tiefer gelegene Zentrum des Moorbeetes; es braucht keinen Bodenkontakt, sondern wächst auf sich zersetzenden älteren Torfmoosschichten. Ersatzweise kann als Substrat auch ungedüngter Torf (Torf ist ja schließlich aus unter Luftabschluss zersetztem Sphagnum entstanden) oder – um unsere letzten europäischen Torfmoore zu schützen – gepresste Kokosfaser genommen werden. Torfmoose dürfen nur vom Regenwasser benetzt werden oder man verwendet ersatzweise auch weiches, kalkfreies Wasser aus dem Gartenteich, aber nie Leitungswasser!

Das Schmalblättrige Torfmoos Sphagnum angustifolium ist eine unserer häufigsten und am weitesten verbreiteten Hochmoorpflanzen. Es kann daher besonders vielseitig im Moorbeet eingesetzt werden, da es sowohl trockenere als auch unter Wasser stehende Bereiche toleriert. Torfmoose finden sogar Verwendung als Füllmaterial von Hanging Baskets oder Blumengestecken. Auch die im Gartenfachhandel erhältlichen Torfquelltöpfchen bestehen zum großen Teil aus gepresstem Torfmoos.

Vermehrung des Torfmooses

Torfmoose machen einen Generationswechsel durch. Als sogenannter Gametophyt hat es kleine, durch Chlorophyll grün gefärbte Blättchen, betreibt Photoassimilation, produziert Blattmasse und kann sich sexuell vermehren. Die zweite Generation, die Sporophyten, bildet Kapseln, die die Sporen enthalten. Diese Kapseln wachsen auf einem dünnen Stiel heran, mit dessen Hilfe sie sich parasitisch von den Gametophyten ernähren. Es würde hier zu weit führen, die generative Vermehrung dieser Sphagnum im Detail zu schildern.

Einfacher läuft die ebenfalls möglich vegetative Vermehrung ab. Dazu bildet sich aus einer ästigen Verzweigung mit der Zeit ein neues Stämmchen, welches schließlich durch die Verrottung darunter liegender Pflanzenteile abgetrennt wird und zu einem eigenen Moos heranwächst. Man kann aber auch selbst geeignete Äste von der Mutterpflanze abtrennen und zu neuen Moospflänzchen heranziehen.

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