Bodensubstrat – Glossar

Ein Teichsubstrat, welches sich für alle Pflanzen geleichermaßen eignet, gibt es nicht. Zumindest in der Tiefenzone sollte man ohnehin auf ein bodendeckendes Pflanzsubstrat verzichten. Größere Schwimmblatt- und emerse Pflanzen setzt man in separate Pflanzkübel und ?Körbe, die direkt auf dem Teichboden platziert werden. Diese Pflanzkörbe werden mit einem Vlies oder einer grobmaschigen Folie ausgekleidet, damit die Teicherde nicht aus dem Korb abgeschwemmt wird. Aus dem gleichen Grund bedeckt man die Substratoberfläche mit einer Schicht aus mittelgrobem Kies. Als Teicherde wird man mit einem Gemisch aus ungedüngtem Lehm und Sand oder eine Teicherde aus dem Gartenfachhandel den Ansprüchen der meisten Pflanzen gerecht. Reine Unterwasserpflanzen wie die Wasserpest und das Hornkraut müssen nicht eingepflanzt werden; sie können frei im Wasser treiben.

Die Flachwasserzone ist in der Regel nicht tief genug, um auch Pflanzkörbe einsetzen zu können. Dieser Flachwasserbereich wird flächendeckend mit einer etwa 15cm hohen Schicht aus einem Sand-/Lehm-Gemisch aufgefüllt, mit einer Schicht aus kalkfreiem(!) Kies bedeckt und zur Tiefenzone hin durch einen kleinen Wall vor dem Abrutschen in die Tiefe gesichert. In dieses Pflanzsubstrat können die Teichpflanzen direkt eingesetzt werden.

Das Bodensubstrat muss nicht gedüngt werden. Es dient vor allem dazu, den Pflanzenwurzeln genügend Halt zu bieten. Die benötigten Nährstoffe beziehen die Teichpflanzen in der Regel aus dem Teichwasser.

Für die Feuchtzone, die normalerweise durchnässt ist, aber nicht unter Wasser steht, nimmt man stattdessen ein Gemisch, das zum allergrößten Teil aus Sand mit wenig fein gesiebter Gartenerde und einem ebenso geringen Anteil an Torf besteht. Viel ehemalige Torfstiche und Moore stehen inzwischen unter Schutz und man sollte auf Torf soweit wie möglich im Garten verzichten ? auch damit der Raubbau an den letzten intakten, großen Hochmooren Estlands und Weißrusslands endlich aufhört.

Als Torfersatz hat sich Kokosfaser bewähret. Sie fällt als Abfallprodukt bei der Kokosnussernte und Kopragewinnung an. Man bekommt die Koksfasern zu Blöcken gepresst im Gartenfachhandel. Diese Blöcke quellen in Wasser gelegt, bis zum Zehnfachen ihres Ausgangsvolumens auf. Damit dieses leichte Material nicht doch einmal bei einer Überflutung oder mit heftigen Niederschlägen in den Teich gespült werden kann, muss auch die Feuchtzone mit einer dünnen Kiesschicht bedeckt werden.

Der Kies, der als Deckschicht über dem Bodensubstrat verwendet wird, muss abgerundet sein. Scharfkantiger Kies könnte die Teichfolie beschädigen.

Um die lichtempfindliche Teichfolie im Uferbereich vor den schädigenden UV-Strahlen zu schützen, wird immer wieder empfohlen, auch diesen Bereich mit einem Bodensubstrat und Kies abzudecken. Doch dabei ist die Gefahr zu groß, dass diese Deckschicht in den Teich abrutscht. Effektiver ist es, die Uferbank mit Böschungsmatten abzudecken.

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