Chemogene Entkalkung – Glossar

Im Gegensatz zur biogenen Entkalkung ist die Chemogene Entkalkung ein rein physikalisch-chemischer Vorgang. Je niedriger die Wassertemperatur ist, desto mehr Kohlensäure kann im Wasser gelöst werden. Steigt die Temperatur an, dann nimmt die Löslichkeit ab, und Kohlendioxid entweicht in Form von Gasblasen. Allerdings spielt auch der Druck eine Rolle. Jeder kennt das Phänomen: Öffnet man eine kohlensäurehaltige Mineralwasserflasche, dann sinkt schlagartig der Druck, unter dem die Flasche in der Abfüllanlage gefüllt wurde, und das Getränk beginnt zu sprudeln, weil Kohledioxid in Form kleiner Bläschen entweicht. Auch Grundwasser kann hohe Konzentrationen von gelösten Hydrogencarbonat und Kohlensäure aufweisen. Tritt das Grundwasser dann in der Quelle zutage, entweicht ein großer Teil des Kohlendioxids in die Luft. Dabei fällt dann wasserunlösliches Calciumcarbonat aus und der Quellaustritt beginnt allmählich zu versintern.

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