Merkmale der Großen Teichmuschel

  • Größe: ca. 20 cm, maximal 26 cm lang,
  • Form: gestreckt, wobei Ober- und Unterrand der Schalen fast parallel zueinander verlaufen
  • Gehäuse: als echte Stillwasserform, sehr dünnschalig im Vergleich zu den Flussmuscheln.
  • Färbung: Gehäuse ist gelblich bis schmutzig olivbraun gefärbt

Gut zu wissen

Form und Färbung der Schalen sind stark vom jeweiligen Lebensraum und den Standortbedingungen abhängig. Deshalb dachte man früher es handelte sich um verschiedene Arten. Aus diesem Grund wurden zunächst mehr als 80 Anodonta-Arten aus deutschen Gewässern beschrieben.

Verbreitung

Die Verbreitung der Großen Teichmuschel erstreckt sich auf Mittel- und Nordeuropa. Doch auch in Frankreich, in Zentralgriechenland bis in den Kaukasus kommt sie vor.

Leicht kann die Muschel mit ihrer Schwesterart, der Gemeinen Teichmuschel Anodonta anatina verwechselt werden. Aufgrund dieser Ähnlichkeit lässt sich das Verbreitungsgebiet der beiden Arten nur schwer abgrenzen.

Lebensraum

Die große Teichmuschel Anodonta cygnaea bewohnt ausschließlich Stillgewässer wie Seen, Altarme, Teiche und Weiher. Allerdings findet man auch Kümmerformen in Fließgewässern.

Kleine, schmächtige Teichmuschel
Sehr kleine, schmächtige Teichmuschel

Große Teichmuschel im Gartenteich

In Vergleich zu den roten Goldfischen und Koi ist die Große Teichmuschel unscheinbar und auf den ersten Blick kaum zu sehen. Genauso unbekannt sind auch ihre positiven Eigenschaften auf die Wasserqualität.

Hinweis

Eine Große Teichmuschel kann in nur einer Stunde bis zu 40 Liter Wasser, welches durch Algen und Schwebstoffen trüb ist, zu kristallklarem Teichwasser verwandeln.

Darüber hinaus ist die Muschel sehr anspruchslos und fühlt sich in einer kleinen Gruppe in fast jedem Teich wohl.

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Teichmuschel und Fische?

In einem Teich, in dem auch Fische leben sollte man auf den Besatz der Großen Teichmuschel verzichten. Denn die Muschellarven leben parasitär und schädigen den Fischbestand. Jede Muschel produziert Hunderttausende Larven, die sich im Endstadium wie Parasiten an die Flossen der Fische hängen und diese schädigen.

Benötigtes Wasservolumen

Die Große Teichmuscheln kann nicht nur große Wassermengen filtern, sie muss es auch um sich durch die filtrierten Schwebstoffe ernähren zu können. Werden zu viele Muscheln in einen kleinen Teich eingesetzt wird das Wasser schnell klar, doch die Muscheln verhungern.

Unser Tipp

Als Faustformel sollten mindestens 120 Liter Teichwasser pro Muschel einkalkuliert werden.

Zusätzliche Nahrung für Teichmuscheln?

Die Nahrung der Großen Teichmuschel besteht vor allem aus feinsten Partikeln, die sie aus dem Teichwasser filtriert. Dabei handelt es sich um zersetztem Fischkot, Blau-, Grün,- und Kieselalgen und tierischen Kleinstlebewesen. Solche Schwebstoffe sind typischerweise in jedem Gartenteich ausreichend vorhanden. Deshalb müssen die Teichmuscheln nicht zusätzlich gefüttert werden.

Ist das Wasser im Teich inzwischen kristallklar finden die Muscheln kaum mehr Nahrung. Auch eine leistungsfähige Filteranlage kann zur Nahrungskonkurenz der Muscheln werden. In diesen Fällen sollte man auf spezielles Muschelfutter aus dem Handel zurückgreifen. Dieses bleibt sehr lange schwebfähig und steht somit den Muscheln zur Aufnahme bereit.

Geeignete Wassertemperaturen?

Die Wassertemperaturen in unseren Teichen verträgt die Große Teichmuschel problemlos. Da sie auch in der Natur vorkommt, hat sie sich an unsere Temperaturen angepasst.

Wie viele Teichmuscheln einsetzen?

Selbst wenn durch die obige Faustformel die maximale Muschelanzahl ermittelt wurde, sollten nur einige wenige Teichmuscheln in den Teich gesetzt werden. In den Wochen nach dem Besatz sollte das Teichwasser genau beobachtet werden:

  • Wird es bereits langsam klarer, dann ist die maximale Anzahl der Muscheln erreicht.
  • Ist das Wasser im Teich auch noch nach Wochen trüb, dann können einige weitere Teichmuscheln dazugesetzt werden.

Typischerweise werden noch nicht ganz ausgewachsene Teichmuscheln verkauft. Diese Jungmuscheln verbringen noch nicht die maximale Filterleistung. Auch dies sollte bei der Anzahl der eingesetzten Teichmuscheln berücksichtig werden.

Hinweis

Die Filtriertätigkeit ändert sich abhängig von der Wassertemperatur. Gerade im Sommer verbringen die Muscheln eine Meisterleistung. Im Winter stellen sie die Tätigkeit vollständig ein und verfallen in eine Winterruhe.

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Teich für die Große Teichmuschel optimieren?

Anspruchsvoll ist die Große Teichmuschel keinesfalls, was den Gartenteich angeht. Sie lässt sich daher in fast jedem Gartenteich pflegen. Wichtiger hingegen ist es für die Muschel, sie an einen passenden Platz zu bringen.

Der Ideale Standort für die Große Teichmuschel ist:

  1. Im Flachwasser außerhalb der bewachsenen Zone: Das Wasser muss noch zirkulieren um jederzeit trübes Wasser anzuspülen.
  2. Mindestens 10 cm tief: Diese Tiefe ist notwendig um die großen Temperaturschwankungen der oberen Wasserschicht zu meiden.
  3. Hat sandigen oder schlammigen Untergrund: Für einen besseren Halt graben sich die Muscheln bis zur Hälfte im Untergrund ein.

Unser Tipp

Wird der Teich mit mehreren Teichmuscheln besetzt, erreicht man eine deutlich bessere Filterleistung, wenn die Muscheln gleichmäßig um den gesamten Teichrand verteilt werden.

Vermehrung der Großen Teichmuschel

Die Vermehrung der Großen Teichmuschel hält einige unglaubliche Fakten bereit. Wussten sie das eine einzige Teichmuschel bis zu 600.000 Laven produziert und diese gezielt auf vorbeischwimmende Fische geblasen werden? Doch nun der Reihe nach.

Heranwachsen der Larven in der Teichmuschel

Bei den Großen Teichmuscheln handelt es sich um Zwitter. Jedes Tier pflegt die Muschelbrut im äußeren Kiemenraum. Jede Larve besitzt einen kräftigen Haken und einen ungefähr 1,5 cm langen Haftfaden. Im Ganzen sind die Larven etwas 3,5 cm lang.  Diese bis zu 600.000 Glochidien, wie man die Muschellarven nennt, werden über den Winter in den Brutkiemen gehalten.

Glochidien hängen sich an Fischflossen

Steigen die Wassertemperaturen im Frühjahr lauert die Muschel bis einen Fisch vorbeischwimmt. Dann ist der perfekte Moment gekommen: Nun werden die Glochidien in kurzen Zeitabständen nach und nach ausgestoßen. Im Freiwasser bilden sich durch die Haftfäden der einzelnen Larven Ketten und netzartige Formen. Diese werden durch vorbeischwimmende Fische aufgewirbelt. Dadurch bekommen die Larven Kontakt zu den Fischen, wo sie sich mit ihrem kräftigen Haken an alle Körperteile, jedoch bevorzugt an die Flossen hängen. Um welche Fischart es sich handelt spielt keine Rolle.

Entwicklung der kleinen Teichmuscheln

Nach ungefähr 2 bis 8 Wochen entwickeln sich die Glochidien zu kleinen Teichmuscheln, die in dieser Zeit jedoch nicht an Größe zunehmen. Diese Dauer dieser Entwicklung hängt stark mit der Wassertemperatur zusammen. Einiges Tages fallen die kleinen Teichmuscheln von den Fischen ab und wachsen selbstständig zu Großen Teichmuscheln heran.

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