Große Teichmuschel
Anodonta cygnea

Große Teichmuschel Anodonta cygnaea

Große Teichmuschel Anodonta cygnaea - Foto: Gerdhard Wonisch, Pubic Domain

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Gewässertyp
Pflanzenreiche Seen, Teiche, Tümpel
Wasserbedingungen
kalkhaltiges Wasser
Winterhart
Ja

Die dünnen und leichten Schalen der Großen Teichmuschel weist sie im Gegensatz zu den Flussmuscheln als ausgesprochene Stillwasserform aus. Da diese relativ große Muschel eine enorme Filtrierleistung aufbringt und innerhalb kurzer Zeit das trübe, planktonreiche Wasser klar filtert, ist sie eigentlich die Idealbesetzung für kleine bis mittelgroße Gartenteiche. Man sollte aber auf ihren Einsatz verzichten, wenn Fische im Teich gehalten werden. Denn jede Muschel produziert Hunderttausende von Larven und die parasitieren im Endstadium vor allen an den Flossen der Fische.

Verbreitung und Lebensraum der Großen Teichmuschel

Die Große Teichmuschel ist in Mittel- und Nordeuropa verbreitet, kommt aber auch in Teilen Südfrankreichs, im ganzen Donaugebiet, in Zentralgriechenland und bis zu Kaukasus vor. Da sie häufig mit der Schwesterart, der Gemeinen Teichmuschel Anodonta anatina, verwechselt wird, ist das genaue Verbreitungsgebiet beider Aren unklar.

Anodonta cygnaea ist eine ausgeprägte Stillwasserform, die Seen, Altarme, Weiher und Teiche besiedelt. In Fließgewässern findet man nur Kümmerformen.

Merkmale, Form und Färbung der Großen Teichmuschel

Die Große Teichmuschel kann bis zu 26cm lang werden, meist sind die Schalen aber wesentlich kleiner und erreichen nur Längen von weniger als 20cm. Wie ihre Schwesterart Anodonta anatina so hat auch Anodonta cygnaea keine Schlosszähne ? ein wesentliche Unterschied zu den Flussmuscheln der Gattung Unio. Die Muschelform ist gestreckt, wobei Ober- und Unterrand der Schalen fast parallel zueinander verlaufen. Der Oberrand ist in der hinteren Hälfte flügelförmig erweitert. Der Wirbel des Gehäuses liegt eher Richtung Vorderende, umgeben von konzentrisch angeordneten Runzeln, die parallel zu den Zuwachsstreifen verlaufen.

Als echte Stillwasserform, die nicht dem Strömungsdruck fließender Gewässer trotzen muss, ist das Gehäuse sehr dünnschalig im Vergleich zu den Flussmuscheln. Aber die Schalen wiegen auch nur halb so viel wie die von Anodonta anatina, die auch in Flüssen vorkommen kann. Das Gehäuse ist gelblich bis schmutzig olivbraun gefärbt. Form und Färbung der Schalen von Anodonta cygnaea sind stark vom jeweiligen Lebensraum und den Standortbedingungen abhängig. Früher dachte man es handelte sich um verschiedene Arten, auf diese Weise wurden zunächst allein mehr als 80 Anodonta-Arten aus deutschen Gewässern beschrieben.

Die Große Teichmuschel im Gartenteich

Die Große Teichmuschel ist eigentlich recht pflegeleicht und kann, in einer kleineren Gruppe in einen kleinen Teich eingesetzt, viele Hektoliter an Wasser trüb von Algen und Schwebstoffen klar filtern. Trotzdem sollte man auf den Besatz der Großen Teichmuschel im Teich verzichten, wenn Fische im Teich gehalten werden, da die Muschellaven in den Fischen parasitieren.

Vermehrung der Großen Teichmuschel

Die Großen Teichmuscheln sind Zwitter. Die Pflege der Muschelbrut vollzieht sich größtenteils in den äußeren Kiemen. Die Larven, Glochidien genannt, sind etwa 3 1/2cm groß, haben einen kräftigen Haken und einen etwa 1,5cm langen Haftfaden. Pro Muttertier können bis zu 600.000 dieser Glochidien den Winter über in den Brutkiemen gehalten werden. Dann im Frühjahr, wenn die Muschel vorbeischwimmende Fische wahrnimmt, werden die Glochidien in kurzen Zeitabständen nach und nach ausgestoßen.

Die einzelnen Larven verheddern sich untereinander und bilden dann mit ihren Haftfäden lange flotierende Ketten oder Schleier. Wenn diese von den Fischen aufgewirbelt werden, steigt die Chance, dass sich die Glochidien an die Fische anheften können. Die Larven der Großen Teichmuschel parasitieren faktisch an allen Fischarten, die sich im Teich tummeln. Sie setzen sich vor allem an den Flossen fest, können sich aber auch an anderen Körperteilen der Fische entwickeln.

Im Gegensatz werden die Glochidien der Flussmuschel von den Fischen mit dem Mund aufgenommen und sie entwickeln sich im Kiemenraum der Fische. Zwischen 2 und 8 Wochen kann es dauern – das hängt in erster Linie von der Wassertemperatur ab – bis sie sich zu kleinen Muscheln entwickelt haben, ohne dass die Tiere an Größe in dieser Zeit zugenommen haben.

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