Viele mehrjährige Staudenpflanzen entwickeln ein solches Rhizom als Dauerorgan zur Überwinterung, während die oberirdischen Pflanzenteile eingezogen werden und absterben. Im kommenden Frühjahr treibt dann aus dem Rhizom die Pflanze wieder aus. Diese Rhizombildung spielt weniger bei Wasserpflanzen als bei Röhricht-, Sumpf- und Teichhintergrundpflanzen eine Rolle. Rhizome können kurz und verdickt sein, aber auch lang und stark verzweigt.

Lange Rhizome bilden in regelmäßigen Abständen sogenannte Augen, Vegetationspunkte, aus denen dann im Frühjahr Tochterpflanzen austreiben. Solche Rhizome lassen sich durch Teilung zur vegetativen Vermehrung der Stauden nutzen. Die Pflanzen selbst können sich aber auch über solche Rhizome rasch unkontrolliert ausbreiten. Diese Gefahr besteht vor allem bei einigen Bambusarten und Gräsern wie Rohrkolben, Schilf oder Chinagras, denen man daher mit einer Rhizomsperre rechtzeitig Grenzen setzen muss.

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