Rhizomsperre – Glossar

Viele Bambus- und Grasarten breiten sich über Wurzelstöcke, sogenannte Rhizome, unterirdisch oder knapp über dem Boden flächendeckend aus, setzt man ihnen nicht rechtzeitig oder besser von Anfang an durch eine Rhizomsperre Grenzen.

Für Bambus sind diese Rhizomausläufer meist die einzige Möglichkeit sich zu vermehren und auszubreiten, da sie nur sehr selten blühen und Samen bilden. Hat sich der Bambus erst einmal über den ihm eigentlich zugedachten Teichhintergrund landwärts weiter im Garten ausgebreitet, lässt er sich kaum noch ?einfangen?. Das Rhizom ist sehr dick und zäh und lässt sich kaum durchtrennen.

Kleinere Bambus- und Grasarten kann man in einen größeren Kübel pflanzen, bei größeren, hochwachsenden Arten muss man von Anfang eine Rhizomsperre rund die Pflanzen im Erdreich einbauen. Die Rhizomsperre muss 80 bis 100cm tief in den Boden reichen. Kürzere Rhizomsperren werden von den größeren Bambus- und Grasarten leicht unterwandert. Entscheidend für die Wirksamkeit einer Rhizomsperre sind aber nicht nur die Maße, sondern auch das Material. Polypropylen und anderes Plastikmaterial, aber auch Keramik kann von der Sprengkraft des Rhizoms zerschlagen werden. Wirksam sind dagegen Sperren aus Metall und Beton.

Beim Verlegen der Rhizomsperre muss man darauf achten, dass zwischen den einzelnen Elementen keine offenen Ritzen und Fugen bleiben, durch die das Rhizom dringen könnte.

Weitere nützliche Themen

Bambus am Gartenteich
Gräser am Gartenteich
Seerosen pflanzen
zum Glossar