Verbreitung und Lebensraum des Vierblättrigen Kleefarns

Der Vierblättrige Kleefarn kommt von Europa bis Ostasien vor. In Nordamerika ist er eingeschleppt worden. Er siedelt sich vor allem an schlammigen, nassen, zeitweise auch überfluteten Ufern von Teichen, Tümpeln und Gräben an. In Mitteleuropa gilt sein Fortbestand als gefährdet.

Merkmale, Form und Färbung

Der Kleefarn ist ein mehrjähriger, klein bleibender Farn, der maximal 10cm Höhe erreicht. Auf den ersten Blick gleicht er aber eher einem typischen Sauerkleegewächs als einem Farn. Der Kleefarn bildet einen langen, am Boden kriechenden Stängel, der als Anpassung an diese Lebensweise auf seiner Rückseite Blätter, auf der dem Boden zugewandten Bauchseite aber Wurzeln bildet. Die langstieligen Blätter stehen aufrecht und gleichen einem vierblättrigen Kleeblatt. Die Fiederblättchen haben an der Basis Keilform, am äußeren Ende sind sie breit gerundet. Die bohnenförmigen, filzig behaarten Sporangienblätter werden aus zwei zusammengeklappten, ausgehärteten Fiederblättchen gebildet. Nur die Landform des Kleefarns bildet solche Sporenträger aus. Die Sporen reifen zwischen September und Oktober. Der Kleefarn ist der einzige Farn, der Schlafbewegungen ausführt, die Fieder des vierzeiligen Blattes falten sich abends wie ein Regenschirm zusammen.

Pflege des Vierblättrigen Kleefarns im Gartenteich

Der Kleefarn braucht im Umfeld des heimischen Gartenteichs einen Platz, ähnlich dem des Pillenfarns, im amphibischen, langsam ansteigenden Übergangsbereich zwischen Flachwasserzone und Land. Als wärmeliebende Art braucht er einen sonnigen und windgeschützten Platz. Er verträgt zeitweise Überflutung, bildet aber auf trocken fallendem Boden eine Landform, die fertil ist und Sporen entwickelt. Neben dem Kleefarn Marsilea quadifolia bekommt man im Gartenfachhandel auch eine weitere vierblättrige Kleefarnart, Marsilea mutica. Dieser Kleefarn hat sehr schön gemusterte Fiederblätter, ist aber nicht winterhart. Man muss ihn deshalb im Spätherbst umquartieren und bringt ihn dann am besten im Blumentopf auf der Fensterbank unter. Beide Arten eignen sich auch gut als Vordergrundpflanzen in einem Aquarium.

Vermehrung des Vierblättrigen Kleefarns

Der Kleefarn breitet sich mit der Zeit von selbst aus und vermehrt sich sowohl mit Hilfe seiner in die Länge wachsenden, am Boden kriechenden Sprossachsen als auch generativ über die Sporen, die allerdings nur von der Landform gebildet werden.

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