Meldepflicht für Koi-Seuche

Errger der sogenannten Koi-Seuche ist ein Herpesvirus, das Koi-Herpesvirus, kurz KHV genannt. Es befällt alle Karpfen und damit auch die wertvollen Koi, jene erstmals in China und Japan gezüchteten Farbkarpfenarten, der Stolz des Gartenetichbesitzers. Ob es sich dabei um das von Karpfen seit längerem bekannte Herpesvirus cyprini handelt, ist noch nicht geklärt. Andere Arten aus der Familie der Karpfenartigen Fische wie der Goldfisch, die Karausche oder Gras- und Silberkarpfen scheinen gegen den Virus immun zu sein, könnten aber möglicherweise Überträger sein.

Seit 2005 ist die Koi-Seuche eine meldepflichtige Tierseuche und muss beim zuständigen Amtstierarzt gemeldet werden. Wer dies ist und in welcher Behörde er zu erreichen ist, erfährt man bei der Ortsverwaltung.

Die Inkubationszeit des Virus beträgt rund 1 bis 2 Wochen, bis erste Symptome der Krankheit zu erkennen sind. Diese Symptome sind recht unspezifisch und treten nicht immer bei allen Karpfen zur gleichen Zeit auf. Häufig werden diese Symptome durch andere Krankheiten, z.B. durch Bakterieninfektionen oder Pilzbefall überlagert und dann nicht erkannt. Auch andere Faktoren wie zu hohe Belastung mit organischen Abbauprodukten, Sauerstoffmangel, erhöhte Nitrit- und Ammonium-Werte können den Verlauf und die Stärke der Infektion beeinflussen. Koi-Karpfen sind am anfälligsten für diese Virus-Infektion zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Eine KHV-Infektion ist nicht heilbar und führt in den allermeisten Fällen zum Tod der Fische. Das Virus ist jedoch im Wasser ohne Wirtsorganismus nicht überlebensfähig und geht nach 2 Wochen zugrunde.

Zunächst wirken befallene Koi apathisch, liegen teilnahmslos und abgesondert von ihren Beckengenossen am Boden. Oder sie sind besonders aktiv, schwimmen aufgeregt und scheinbar ziellos umher. Schließlich werden die Symptome deutlicher und spezifischer. Es sind Verfärbungen und Veränderungen an der Haut und den Kiemen zu erkennen. Es bilden sich Geschwüre. Der erkrankte Fisch sondert sehr viel Schleim ab. Schließlich treten Blutungen der Leber und der Nieren auf und die Bauchhöhle beginnt sich, ähnlich wie bei der Infektiösen Bauchwassersucht (IBW), mit Flüssigkeit zu füllen, und der Fisch geht ein.

Vorbeugen kann man nur, indem man offensichtlich gesunde Fische kauft, sie also vorher in Augenschein nimmt und sich vom Züchter oder Verkäufer über die Vorgeschichte und Haltungsbedingungen informieren lässt. Trotzdem sollte man alle Fische nach dem Kauf noch für wenigstens 2 Wochen in Quarantäne setzen und weiter auf Auffälligkeiten hin beobachten.

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