Leuchten und Strahler

Im Garten kann man zwar auch Lampen mit 230V-Wechslestrom betreiben, wenn es sich um VDE-geprüfte Geräte mit Eignung für den Außenbereich handelt, im Gartenteich selbst und im unmittelbaren Umfeld sollte man jedoch Beleuchtungseinrichtungen im ungefährlichen Niedervoltbereich von 12V den Vorzug geben. Bei dieser niedrigen Spannung treten allerdings Leitungsverluste auf. Alle Kabel sollten deshalb relativ kurz sein (3 bis 5m bei einem Kabelquerschnitt von 1,5mm²). Für längere Strecken sollte man Leitungen mit einem Querschnitt von 2 bis 2,5mm² wählen. Trafos zum Betrieb der Niedervoltlampen sollten spitzgeschützt und wasserdicht verschweißt sein, damit sie auch im Freien aufgestellt werden können. Die Fa. Oase bietet beispielsweise auch einen Unterwassertrafo mit einer Leistung von 150VA an mit vier wasserdichten Anschlüssen. Die Leistung des Trafos muss immer gleich oder höher sein als der Gesamtverbrauch aller angeschlossenen Lampen, niemals niedriger! Die wasserdichten Anschlusskabel für diesen Unterwassertrafo muss man selbstverständlich außerhalb des Wassers anschließen!

Halogen-Leuchten

Viele Teichstrahler sind mit Halogen-Leuchten bestückt, da sie bei geringem Stromverbrauch sehr helle Spotlights setzen. Es gibt sie in verschiedenen Stärken mit 10, 20 oder 50 Watt. Beim Wechseln der Halogen-Birnchen sollte man nicht mit den bloßen Fingern anfassen. Der Fingerabdruck auf dem Glas kann bereits die Lebensdauer des Halogen-Birnchens stark verkürzen. Solche Halogen-Lampen sind normalerweise nur für die Trockenaufstellung am Ufer und oberhalb der Wasserlinie des Gartenteichs geeignet.

Unterwasserleuchten werden in wasserdichten, hitzebeständigen und druckfesten Gehäusen betrieben. Strahler mit 75W entwickeln ohnehin so viel Wärme, dass sie nur unter Wasser ausreichend gekühlt werden. Zwischen dem Abdeckglas und dem Lampengehäuse befindet sich eine Gummidichtung. Der Deckring wird mit Schrauben am Gehäuse fixiert oder hat ein Schraubgewinde, was den Wechsel der Halogenbirnchen erleichtert. Die Lampen werden meist mit einem standsicheren Fußsockel oder Erdspieß geleifert. Lampen mit Erdspieß sind jedoch für den Unterwasserbereich nicht geeignet, u.U. könnte damit die Teichfolie durchstoßen und undicht werden. Die Lampen werden oft mit auswechselbaren, farbigen Glasscheiben geliefert.

Einfache Beleuchtungseinheiten mit einer 20Watt-Unterwasserlampe, auswechselbaren Farbscheiben, Trafo und Zuleitungen bekommt man schon zu Komplettpreisen von unter 30€. Professionelle Anlagen mit mehreren, leistungsfähigen Spotlights und Unterwassertrafo können aber auch schon einmal mehr als 1.000€ kosten.

LED-Leuchten

Längst haben auch LED-Leuchten ihren festen Platz in der Garten- und Gartenteichbeleuchtung gefunden. LED, das steht für Light Emitting Diode, auf Deutsch also Leuchtdiode. Solche Leuchtdioden haben zum einen den Vorteil, dass sie einen sehr geringen Stromverbrauch haben, zum anderen haben sie eine außerordentlich lange Lebensdauer von mehreren Tausend Stunden. Zudem ist der Umgang mit LED-Beleuchtungen ungefährlich; selbst wenn einmal ein Kabel beschädigt werden sollte, besteht keine Gefahr, dass man sich einen lebensgefährlichen Stromschlag holt. Anfangs waren sie bei Markteinführung relativ teuer. Inzwischen sind die Preise aber so moderat, dass man sie auch in größerem Umfang rund um den Gartenteich einsetzen kann. Solch eine Leuchtdiode hat nur einen Stromverbrauch von 1 oder 1,5 Watt. Sie sind jedoch weniger dazu geeignet, größere Flächen hell auszuleuchten als am und unter Wasser stimmungsvolle, auch farbige Lichtakzente zu setzen. Mit LED-Lämpchen bestückte Leuchtkörper sind in der Regel so klein, dass sie überall unauffällig platziert werden können. Sie eignen sich auch für die Illumination von Quell- und Sprudelstein, einem Bachlauf oder Wasserfall. Für die Trockenaufstellung oberhalb der Wasserlinie gibt es neben Strahlern, auch kugel- oder zylinderförmige Leuchten. Auf der Wasseroberfläche kommen Schwimmleuchten, unter Wasser Unterwasserstrahler zum Einsatz in Weiß oder stimmungsvollen Farben.

Ein Unterwasser-LED-Band von 60 bis 100cm Länge mit Trafo bekommt man bereits ab etwa 50€.

Weitere Vorteile für die Gartenteich-Beleuchtung bieten sich in Kombination mit Photovoltaik. Dazu lässt sich entweder die Photovoltaikanlage auf dem Hausdach anzapfen oder ein eigens für den Garten geeignetes Photovoltaik-Panell einsetzen. Damit lässt sich die nötige Energie zum Nulltarif erzeugen und völlig netzunabhängig betreiben. Kleinere Lichtanlagen haben ein in die Leuchte integriertes Modul, größere ein separates, anschlussfertiges Solarmodul, welches im Uferbereich installiert wird. Für kleinere Teiche sind auch schwimmende Modelle geeignet, bei denen auf einer im Wasser treibenden Plattform sowohl eine Wasserfontäne, die mit einer Unterwasserpumpe betreiben wird, die Leuchtstrahler und das Solarmodul montiert ist. Tagsüber wird damit die Fontäne betrieben, nach Einbruch der Dämmerung wird über einen Lichtsensor die LED-Beleuchtung zugeschaltet. Da die Leistung solcher Solarmodule in der Regel nicht für den vollständigen Nachtbetrieb reicht, stellen Pumpe und Licht nach einigen Stunden ihren Betrieb von selbst ein.

Unterwasserbeleuchtung in Kombination mit einer Teichpumpe

Springbrunnenpumpen für den Zimmerbrunnen oder einen Miniteich gibt es in Kombination mit einem Halogen-Spotlight oder einer LED-Leuchte. Das Lampengehäuse ist in der Regel am Steigrohr montiert und lässt sich in der Höhe verschieben. Man bekommt dazu Komplettsets mit Pumpe, Steigrohr mit verschiedenen Aufsätzen und Düsen zur Erzeugung von Fontänen, Wasserglocken oder Trichter, Trafo und Unterwasserbeleuchtung. Für größere Modelle leistungsfähiger Teichpumpen und Beleuchtungssets für den Außenbereich muss man mit Kosten ab 70€ rechnen.

Für einen Wassergarten im asiatischen Stil sind neben einer Randbepflanzung mit Bambus und rotblättrigem Fächer- oder Schlitzahorn auch japanische Steinlaternen unverzichtbar. Dazu bietet der Fachhandel satt massiver, schwerer Steinlampen seit einiger Zeit aus Replikate aus leichterem Resin, einem Kunstharz, in täuschend echter Steinoptik an, die mit LED-Lämpchen ausgestattet sind und von einem unauffällig in das Dach integrierten Solarzelle betrieben werden. Das hat den Vorteil, dass man keine Stromkabel verlegen muss. Solche ‚LED Steinlaternen‘ kann man außerdem überall gefahrlos platzieren, zum Beispiel auf einem größeren, über den Wasserspiegel hinaus ragenden Felsen.

Literatur

GUTJAHR,A. (2008): 300 Fragen zum Gartenteich.- Gräfe & Unzer Verlag (München), S.176: Solarbetriebene Steinlampen.
SCHIMANA, W. (2006): Technik für den Gartenteich.-Pumpen, Filter, Leuchten installieren und instandhalten.- BLV Buchverlag (München).
STEMPEL, U.E. (2008): Gartenteich planen, anlegen und pflegen.- Franzis Verlag (Poing)
TEICHFISCHER, B. (2006): Ins rechte Licht gerückt.- Gartenteich- Das Wassergarten-Magazin. – Dähne Verlag (Ettlingen), S.56-60.

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