Warum die meisten Teichpflanzen in der Wohnung nichts zu suchen haben

Dass sich nicht jede Teichpflanze für die Wohnung eignet, liegt auf der Hand. Schließlich benötigen die meisten von ihnen eine feuchte und kühle Umgebung. Ein gemütliches Wohnzimmer sollte beides nicht sein.

Was das bedeutet?

Wer Geld sparen möchte, um den Wohnungskredit für die eigene Immobilie schneller abzubezahlen, sollte nach Teichpflanzen suchen, die sich auch in einem wärmeren und trockeneren Umfeld wohlfühlen. Denn diese können auch anstelle klassischer Zimmerpflanzen der Wohnung ein wenig mehr Farbe verleihen.

Seerosen im Wohnzimmer? Keine gute Idee

Zu den Pflanzen, die sich vor allem Naturliebhaber auf ihrem Gartenteich wünschen, gehören Seerosen. Nicht nur deren Blätter bieten einen schönen Blickfang. Auch die eleganten Blüten hübschen die Wasseroberfläche in zahlreichen Farben auf. Besonders beliebt sind neben den weißen Seerosen natürlich die rosafarbenen Lotusblumen. Denn sie schenken dem Garten einen Hauch fernöstlichen Charme.

Doch ob weiß, rosa oder dunkelrot – in einer Wohnung verlieren Seerosen schnell ihre optische Strahlkraft. Mehr noch, sie können innerhalb weniger Tage vollständig verkümmern. Das liegt nicht zwingend am Wasser, das ihnen zur Verfügung steht. Meist sind es die Raumbedingungen, die den Wasserpflanzen zu schaffen machen.

Denn Seerosen benötigen einerseits die richtige Wassertiefe, um überhaupt Blüten ausbilden zu können. Andererseits brauchen sie ausreichend Nährstoffe und viel natürliches Licht. Fehlt ihnen eine dieser Umgebungsbedingungen, bilden die Pflanzen zwar Blätter, jedoch nicht ihre charakteristischen Blüten.

Tannenwedel in der Wohnung? Auch das funktioniert nicht

Seerosen beeindrucken mit ihrem lieblichen Aussehen. Der Gewöhnliche Tannenwedel dagegen zeichnet sich durch eine eher schlichtere Optik aus. Die Wasser- und Sumpfpflanze dient im Gartenteich als natürlicher Sauerstofflieferant. Gleichzeitig kann er dabei helfen, das Wasser von Schadstoffen zu befreien.

Damit das funktioniert, ist die Pflanze jedoch auf folgende Bedingungen angewiesen:

  • viel Sonne
  • Wassertiefe zwischen zehn und 50 Zentimetern
  • nährstoffreiches und kalkhaltiges Wasser
  • schlammiger bis schlickiger Boden

Im heimischen Wohnzimmer lassen sich die meisten dieser Umgebungsbedingungen nicht erfüllen. Dementsprechend ist die Teichpflanze besser im Garten aufgehoben.

Dort kann sie übrigens auch problemlos die kalte Jahreszeit verbringen. Denn der Gewöhnliche Tannenwedel ist bis zu einer Temperatur von minus 20 Grad Celsius absolut frosthart.

Welche Teichpflanzen gedeihen auch in der Wohnung?

Die Liste der Wasser- und Teichpflanzen, die sich in Innenräumen nicht wohlfühlen, ist lang. Daher fragen sich Garten- und Hausbesitzer schnell: Gibt es überhaupt Wasserpflanzen, die auch das Wohnzimmer aufhübschen können?

Die gute Nachricht zuerst: Ja, die gibt es. Allerdings sind es tatsächlich nicht viele. Doch die folgenden Pflanzen sehen sowohl am Gartenteich als auch in der Wohnung dekorativ aus:

Schwertlilie oder Sumpfiris

Sibirische Schwertlilie
Die Sibirische Schwertlilie
Stefan.lefnaer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Ihr Name verrät es bereits: Die Sumpfiris – besser als Schwertlilie bekannt – fühlt sich an Sümpfen und anderen flachen Gewässern am wohlsten. Kein Wunder, denn es handelt sich um ein klassisches Sumpf- und Flachwasserzonengewächs. Bevorzugt gedeiht es in einer Wassertiefe von bis zu 20 Zentimetern.

Dementsprechend eignet sich die Schwertlilie hervorragend, um die Ufer des Gartenteichs zu verschönern.

Doch auch als Kübelpflanze kommt sie infrage. Mit ihren langen, schwertförmigen Blättern, denen sie ihren Namen verdankt, bietet sie einen beeindruckenden Anblick. Dieser wird umso schöner, wenn die Pflanze ihre charakteristischen Blüten ausbildet. Sie erstrahlen meist in Gelb, Violett oder Weiß. Ebenso gibt es spezielle Züchtungen mit orangefarbenen bis roten Blüten.

Wer die Schwertlilie nicht nur am Teich, sondern auch in der Wohnung bewundern möchte, sollte ihr einen großen Kübel bieten. Ein Durchmesser von wenigstens 30 Zentimetern sowie eine Mindesttiefe von 20 Zentimetern sind empfehlenswert. Zudem benötigt sie einen hellen Standort.

Wasserminze oder Fischminze

Meist sind es die Sumpfpflanzen, die sich sowohl für den Gartenteich als auch für die Wohnung eignen. Zu ihnen gehört auch die Wasserminze – auch Bach- oder Fischminze genannt – die bevorzugt in einer Wassertiefe von maximal zehn Zentimetern gedeiht.

Aufgrund ihrer favorisierten Umgebungsbedingungen passt die Sumpfpflanze nur in die Wohnung, wenn sie dort ausreichend Feuchtigkeit vorfindet. Entweder wird sie also in einem Topf mit sehr feuchter Erde oder als sogenannte Hydrokultur gehalten.

Letzteres bedeutet, die Wasserminze befindet sich komplett ohne Erde in einem wassergefüllten Behälter.

Ob im Topf oder im Wasserbehälter – die blauen Blütenkugeln der Pflanze bieten einen außergewöhnlichen Anblick. Allerdings sind sie nicht das Hauptargument, um sich den beliebten Gartenteichbewohner in die Wohnung zu holen.

Denn noch beeindruckender als das Aussehen ist der Duft der Wasserminze. Dass diese das Wort ?Minze“ im Namen trägt, ist dabei kein Zufall. Schließlich verströmen ihre Blätter ein besonders frisch-würziges Aroma, das tatsächlich an geriebene Pfefferminze erinnert.

Papyrus, Zypergras und Binsen Papyrus oder Zypergras

Wer sich klassische Gartenteichpflanzen in der Wohnung halten möchte, kommt an einem Vertreter kaum vorbei: dem Papyrus. Das ebenfalls als Zypergras bekannte Gewächs zeichnet sich durch seine schönen, schirmartigen Blattschöpfe aus. Diese wachsen oftmals so dicht, dass sie optisch beinahe wie Palmwedel anmuten.

Sowohl aufgrund des Aussehens als auch durch den geringen Anspruch an die Umgebungsbedingungen ist Papyrus eine beliebte Teich- und Zimmerpflanze. In der Wohnung wächst sie bevorzugt in großen Kübeln an hellen und warmen Standorten. Ideal ist ein Fensterplatz an der Südseite des Hauses. Auch ein Wintergarten entpuppt sich als gute Standortwahl.

Obgleich die Gartenteichpflanze ansonsten relativ anspruchslos bei der Standortwahl ist, braucht sie sehr viel Feuchtigkeit. Wird sie im Topf gehalten, sollte der Übertopf stets nass sein. Alternativ lässt sich auch Papyrus als Hydrokultur kultivieren.

Am Teich steht die Pflanze bevorzugt am Ufer oder in der Flachwasserzone. Allerdings nur in der warmen Jahreszeit. Denn Papyrus ist nicht winterhart. Damit das Gras nicht eingeht, sollte man es noch vor den ersten Frösten ins Haus holen. Der beste Zeitpunkt ist zwischen Ende September und Anfang Oktober, bevor die Temperaturen in der Nacht unter 15 Grad Celsius fallen.

Verschiedene Binsen-Arten

Neben den bereits genannten Teich- und Sumpfpflanzen taugen auch mehrere Binsen-Arten als Wohnungsdekoration. Ein gutes Beispiel ist die Spiralige Binse mit ihren schmalen, gedrehten Blättern. Ihr markanter Wuchs macht sie zu einem echten Blickfang im Wohnzimmer.

Binsen sind beliebte und vergleichsweise pflegeleichte Zimmerpflanzen. Um sich lange Zeit an ihnen erfreuen zu können, benötigen sie jedoch stets feuchte Erde.

Unsere Empfehlungen

Anzeige

Schwimmpflanzen Sortiment XXL

Preis: ca. €9,95

Jetzt bei H2O-Pflanze bestellen

Warum uns H2O-Pflanze.de begeistert? ▶ hier lesen

Anzeige

Wasserreinigende Teichpflanzen Sortiment

Preis: ca. €12,39

Jetzt bei H2O-Pflanze bestellen

Warum uns H2O-Pflanze.de begeistert? ▶ hier lesen