Erste Anzeichen, dass ein Koi nicht gesund ist

Sondert sich ein Koi ab? Schwimmt nicht mehr umher, sondern steht auf einem Platz abseits der Gruppe? Hält er die Brustflossen dicht am Körper?

Schwimmt oder steht er unentwegt dicht unter der Wasseroberfläche und schnappt nach Luft?

Scheuert ein Koi sich immer wieder am Beckenrand, Steinen oder anderen Kanten und Ecken?

Solche Symptome sind ein ernstzunehmender Hinweis darauf, dass es diesem Koi nicht gut geht und dieser Fisch sehr wahrscheinlich krank ist.

Symptome der Bauchwassersucht - Ein Koi sondert sich ab

Dies ist aber noch lange kein sicheres Zeichen dafür, dass der Koi tatsächlich an Bauchwassersucht erkrankt ist.

Zuerst sollte man ausschließen dass:

  1. Die Milieubedingungen im Koiteich für die Fische nicht optimal sind
  2. Andere Krankheiten die Ursache für das auffällige Verhalten einzelner Koi sind

Stimmen die Milieubedingungen im Teich?

Liegen die Wassertemperaturen je nach Jahres- und Tageszeit im optimalen, d. h. in einem für Koi erträglichen Bereich? Stimmt der pH-Wert und die Wasserhärte?

Diese Faktoren sollten Sie regelmäßig messen:

  • Wassertemperatur und pH-Werte täglich vor der Fütterung
  • Andere Faktoren wie die Gesamt- und die Karbonathärte einmal wöchentlich. Das schulden Sie den Fischen in Ihrer Obhut. Nicht nur weil Koi teuer in der Anschaffung sind!

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Liegen die Milieufaktoren und Wasserwerte nicht mehr in einem für Koi erträglichen Bereich, dann werden sich bald nicht nur ein einzelner Koi absondern oder sich auffällig verhalten, sondern mehrere Fische oder sogar die ganze Gruppe. Denn bei Parasitenbefall oder Infektionskrankheiten werden nach und nach alle Koi im Becken betroffen sein.

Können die Wasserverhältnisse im Becken als Ursache für ein auffälliges Verhalten einzelner Koi also ausgeschlossen werden, dann muss im nächsten Schritt geklärt werden, ob es sich tatsächlich um eine Bauchwassersucht handelt oder ob die auffallenden Symptome nicht auch typisch für andere Krankheiten sind.

Dazu ein Hinweis

Bauchwassersucht, vor allem die Infektiöse Bauchwassersucht ist eine Fischkrankheit, die sich sehr rasch entwickelt und – wenn nicht so schnell wie möglich gehandelt wird – meist zum Tod des Fisches führt. Also handeln Sie unverzüglich, wenn sich erste Symptome zeigen.

Bauchwassersucht erkennen: Typische Symptome

Ein aufgedunsener Körper, Glotzaugen und abgespreizte Schuppen eines Koi sind Hinweise darauf, dass es sich um eine Bauchwassersucht handeln könnte.

An diesen Symptomen lässt sich nicht nur eine Bauchwassersucht erkennen, denn die gleichen Symptome treten auch anderen Fischkrankheiten auf.

Das können sein bei:

Glotzaugen

Stark hervortretende Augen an sich, sind noch kein Zeichen für eine eigenständige Krankheit, sondern ein ernstzunehmender Hinweis, dass etwas mit der Gesundheit dieses Koi nicht stimmt.

Glotzaugen können ein Symptom sein für:

  • eine Entzündung der Augenhöhle, eine Augentrübung
  • die Bildung von Gasbläschen im Gewebe rund um die Augenhöhe
  • ein Nierenversagen verbunden mit Wasseransammlungen im Körper
  • andere Bakterielle Infektionskrankheiten
  • Fischtuberkulose – ausgelöst durch ein Mycobacterium, befällt vor allem Leber und Milz der Fische, dort bilden sich Tuberkelknötchen. Auffälliges Anzeichen  bei einer fortgeschrittenen Tuberkulose kann eine völlig unnormale Schwimmlage der Fische sein.
  • Bauchwassersucht – zu unterscheiden ist zwischen einer Gewöhnlichen Bauchwassersucht, ausgelöst durch innere Geschwulstbildungen und einer Infektiösen Bauchwassersucht durch eine Infektion mit bestimmten Bakterien oder Viren (mehr dazu im Abschnitt Formen der Bauchwassersucht)

Abgespreizten Schuppen

(auch Schuppensträube genannt)

Ist keine eigenständige Krankheit!

Abgespreizte Schuppen können ein Indiz sein für:

  • Ichthyosporidium: Eine Pilzinfektion, bei der Innere Organe befallen werden. Weitere Anzeichen für einen Ichtyhosporidium-Befall können neben der Schuppensträube außerdem ein ruckartiges Schwimmen oder ein Hin- und Herschaukeln des Fisches sein.
  • Fischtuberkulose siehe Oben
  • Bauchwassersucht (Neonkrankheit) ist eine typische Krankheit für Salmler und andere kleinere Zierfischarten, trifft auf Koi eher nicht zu und müsste vor allem auch durch Veränderungen in den Körperfarben zu erkennen sein.

Aufgedunsener Körper

Ein aufgedunsener Körper muss nicht unbedingt ein Symptom für eine Fischkrankheit sein.

Ein dicker Bauch kann auch eine vorübergehende Erscheinung sein, wenn sich ein Koi überfressen hat. Oft haben Koi zu schnell und gierig nach Futter geschnappt und dabei auch Luft verschluckt. Oder der Bauch schwillt bei einer Verstopfung an.

Oder ein Koi-Weibchen ist hoch trächtig und steht kurz vor dem Ablaichen oder es liegt eine Laichverhärtung vor. Auch ein Darmriss, durch eine Verletzung beim Herausfangen eines Koi mit dem Netz passiert, kann einen stark aufgetriebenen Bauch zur Folge haben. Denn dann schiebt sich der Nahrungsbrei durch den Riss in die Bauchhöhle – das endet meist tödlich für den Fisch.

Ein aufgedunsener Körper kann aber auch sichtbares Anzeichen von Fischkrankheiten sein:

  • eine Infektion mit Darmflagellaten, meist Hexamita-Arten, die sich von Darmbakterien statt von der Darmschleimhaut ernähren. Der Bauch ist zwar zunächst aufgetrieben, aber dann magern die Fische schnell ab. Betroffen sind vor allem Buntbarsche, weniger die Karpfenfische, zu denen ja auch die Koi zählen.
  • eine Bauchwassersucht, meist eine Infektiöse Bauchwassersucht (IBS). Ist der Bauch bereits stark angeschwollen, dann ist meist die Leber von der IBS betroffen und der Koi nicht mehr zu retten.

Grundsätzlich gibt es zwei Formen von Bauchwassersucht, die gewöhnliche Bauchwassersucht und die Infektiöse Bauchwassersucht.

Auslöser der gewönlichen Bauchwassersucht

Die Gewöhnliche Bauchwassersucht wird in der Regel durch eine harte Geschwulstbildung ausgelöst. Vor allem dann, wenn diese Geschwulst zwischen zwei Darmschlingen liegt. Dann ist die Darmfunktion behindert und der Bauch treibt auf.

Auch eine Gewebewucherung als Folge eines Abszesses, verbunden mit einer schnelleren Zellvermehrung mit deutlich vergrößerten Zellen, ähnlich wie bei einem bösartigen Tumor, kann der Auslöser für eine Bauchwassersucht sein.

Hinweis

Eine Bauchwassersucht mit Geschwulstbildungen ist besonders häufig bei Lebengebärenden Zahnkarpfen, bei Koi aber eher selten.

Um die genaue Ursache einer solchen nicht-infektiösen Bauchwassersucht festzustellen, ist eine Sektion des gestorbenen oder von seinen Qualen erlösten Koi notwendig. 

Ist die Leber gelblich gefärbt, dann ist die Bauchwassersucht in der Regel auf eine falsche Ernährung des Koi zurückzuführen.

Auslöser der Infektiöser Bauchwassersucht

Eine Infektiöse Bauchwassersucht (kurz IBS) tritt in drei Formen auf. Auslöser einer Infektiöse Bauchwassersucht (kurz IBS) ist eine Infektion mit einem dieser drei Erreger.

Drei Auslößer der Infektiösen Bauchwassersucht:

  1. dem Algenpilz Ichthyophonus hoferi
  2. einem Mycobacterium
  3. Virusinfektion

Auslößer 1: Algenpilz Ichthyophonus hoferi

Der Algenpilz Ichthyophonus hoferi, bzw. dessen Sporen werden vor allem mit der Nahrung oder auch aus dem Mulm am Beckenboden aufgenommen.

Aus diesen Pilzsporen entwickeln sich Plasmodien, die sich ähnlich wie eine Amöbe kriechend fortbewegen, die Darmwand durchbrechen und in die Blutbahn eindringen.

Mit dem Blut werden die Plasmodien weitertransportiert und können so die verschiedensten Organe befallen. Dort bilden sie eine Zyste, in der sich Tochterzellen entwickeln. Irgendwann platzt die Zyste auf und eine Vielzahl von Tochterzellen werden freigesetzt.

Hinweis

Diese Infektionskrankheit ist hochansteckend, nicht heilbar und endet für den Fisch tödlich. Um diesen Koi weitere Qualen zu ersparen, sollten sie abgetötet werden.

Auslößer 2: Mycobacterium tuberculosis

Mycobacterium: Bekannt ist vor allem Mycobacterium tuberculosis, welches auch bei Fischen eine Tuberkulose auslösen kann. Doch auch andere Bakterien dieser Gattung können Auslöser für eine Infektiöse Bauchwassersucht sein.

Auslößer 3: Virusinfektion mit Sekundärinfektion durch Bakterien der Gattungen Aeromonas und Pseudomonas

Die Akute Infektiöse Bauchwassersucht, ausgelöst durch eine Virose, also einer Virusinfektion, und in der Folge davon eine Sekundärinfektion mit Bakterien, vor allem Bakterien der Gattungen Aeromonas und Pseudomonas.

Diese Akute Infektiöse Bauchwassersucht ist die häufigste Form einer IBS bei Karpfen und Koi und besonders gut erforscht.

Diese akute IBS ist zugleich die gefährlichste Form und verläuft meist lebensbedrohlich. Sie tritt vor allem im Frühjahr und Herbst bei Wassertemperaturen von ungefähr 17 °C auf, vor allem dann, wenn der Teich zu dicht mit Koi besetzt ist, die Gewässerhygiene durch eine unzureichende Filteranlage mangelhaft ist oder die Koi vitamin-arm ernährt werden.

Anleitung: Behandeln und Heilen der Bauchwassersucht

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