Die Tiefwasserzone

Die Tiefwasserzone ist das Areal mit der größten Wassertiefe im Gartenteich. Sie schließt sich an die Flachwasserzone an, wo sie mit einer Wassertiefe von etwa 60cm beginnt und bis zur tiefsten Stelle auf mindestens 70 bis 90cm, bei Fischbesatz auf 100 bis 120cm abfällt.

Dann droht der Teich auch nicht in strengen Wintern bis zum Teichboden zuzufrieren. Das ist nicht nur für die am Teichgrund überwinternden Fische lebensnotwendig, auch viele Insektenlarven, Wasserschnecken und andere Wirbellose ziehen sich in den Schlamm am Teichgrund zurück.

Bei vielen Wasserpflanzen sterben die Pflanzenteile im Spätherbst ab bis auf Überwinterungsknospen, sogenannte Turionen, die auf den Gewässerboden sinken, um dann erst wieder im Frühjahr mit den allmählich wieder ansteigenden Wassertemperaturen an die Oberfläche zu kommen und neue Triebe bilden.

Übergang zur Tiefwasserzone modellieren

Die Stufe zwischen Flachwasser- und Tiefwasserzone darf nicht zu steil angelegt werden, sonst droht das Substrat der Flachwasserzone abzurutschen. Um dies sicher zu verhindern profiliert man die Abstufungen, so dass beim Ausschachten der Teichgrube die Flachwasserzone in einem schmalen Winkel leicht nach hinten, also zum Uferrand hin, abfällt. Oder man verlegt unter die Teichfolie über den Rand der Flachwasserzone ein Drainageschlauch und schafft damit eine mehrere Zentimeter hohe Kante zwischen Flach- und Tiefwasserzone.

Es gibt einige im Gartenteich lebende Tiere unter den Wirbellosen, die sich nicht schwimmend durch das Wasser fortbewegen können, sondern auf dem Untergrund kriechen oder krabbeln müssen, um vorwärts zu kommen. Auch aus diesem Grund darf das Teichprofil nicht zu steil angelegt werden.

Ansprüche der Fische an die Tiefwasserzone

Sollen Fische im Teich gepflegt und überwintert werden, dann muss die Grundfläche der Tiefwasserzone wenigstens 2m² bzw. ein Viertel der Teichgesamtfläche betragen.

Auf ein Teichsubstrat wird in der Tiefenwasserzone besser verzichtet. Ohnehin sammelt sich hier im Jahresverlauf genügend Sediment und Schlamm aus der Zersetzung von zu Boden sinkenden Futterresten und abgestorbenen Pflanzenteilen an.

Diese Schicht reicht aus, dass sich Wirbellose darin im Winter zurückziehen können. Mit einem zusätzlich eingebrachten Teichsubstrat würde man damit nur unnötig der Bildung von Faulschlamm Vorschub leisten.

Ansprüche der Pflanzen an die Tiefwasserzone

Teichpflanzen, die für die Tiefwasserzone infrage kommen, sind nicht auf ein Bodensubstrat angewiesen.

Seerosen und andere Schwimmblattpflanzen, die mit ihren langen Blatt- und Blütenstielen die Wasseroberfläche erreichen, pflanzt man stattdessen in separate Pflanzkörbe oder Kübel, die direkt auf dem Teichboden platziert werden.

Submerse, ständig untergetauchte Wasserpflanzen wie die Kanadische Wasserpest oder das Raue Hornkraut, wichtige Sauerstofflieferanten für den Gartenteich, schweben frei im Wasser oder benötigen ihre Wurzeln lediglich, um irgendwo vor Anker zu gehen. Im Gegensatz zu den Schwimmblattpflanzen kommen sie mit wenig Licht aus. Die Nahrungsaufnahme findet bei diesen Unterwasserpflanzen nicht über die Wurzeln, sondern über die Blätter statt.

Als dritte Pflanzengruppe dürfen auch Schwimmpflanzen nicht fehlen. Dazu gehören die kleinen Wasser- und Teichlinsen, der einheimische Schwimmfarn und die Krebsschere, aber auch einige Exoten wie die Algenfarne, die Wasserhyazinthe und die Muschelblume. Sie breiten ihre Schwimmblätter auf oder dicht unter der Wasseroberfläche aus und nehmen mit ihren frei im Wasser flotierenden Wurzelhärchen oder über die Blattunterseite die Nährstoffe aus dem Wasser auf.

Schwimmblattpflanzen, größere Schwimmpflanzen oder dichte Teppiche aus kleineren Schwimmpflanzen schatten den Teich teilweise etwas ab. Das hilft die Wassertemperaturen während heißer Sommertage für die Fische erträglich zu halten und dient ihnen zugleich als Versteckmöglichkeit. Damit schützen sie sich auch instinktiv vor Angriffen aus der Luft. Früher waren das Raubvögel, heute sieht man eher Fischreiher und Kormorane beim Fischfang als ungebetene Gäste am Gartenteich. Wird die Schimmpflanzendecke zu üppig, kann sie einfach abgekeschert und abgeräumt werden. Damit entzieht man dem Teichwasser auch überschüssige Nährstoffe und kann so mancher Algenblüte vorbeugen.

Auch Unterwasserpflanzen sind für einen intakten Gartenteich unverzichtbar. Sie liefern vor allem Sauerstoff, selbst im Winter unter einer geschlossenen Eisdecke.

Teichablauf beim Teich am Hang

Wurde der Gartenteich in Hanglage angelegt, dann empfiehlt sich der Einbau eines wasserdicht verschließbaren Teichablaufs an der tiefsten Stelle. Das erleichtert einen mitunter fälligen Wasserwechsel oder eine Teichentschlammung. Liegt der Teich dagegen in flachem Gelände, ist man dazu auf Pumpen zur Teichentschlammung angewiesen.

Inhaltsempfehlungen zur Zonierung

Flachwasserzone im GartenteichFoto: © sonne fleckl - Fotolia.com

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Dieser Gartenteich weist einen gut strukturierten und nicht mit zu vielen Pflanzenarten überfrachteten Aufbau aufFoto: © Nidor - Fotolia.com

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Sumpfbeet in der NaturFoto: Wojsyl, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

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