Selberbauen – Modulfilter für den Teich

Gerade für größere Gartenteiche, in denen Fische wie Koi gehalten werden, bieten sich Modulfilter an. Modulfilter kann man auch mit kleinem Budget selbst bauen und erhält dadurch einen Hochleistungsfilter, der leicht erweiterbar ist.

Grundprinzip des Modulfilters

Beim Modulfilter durchläuft das zu filternde Wasser mehrere Kammern mit unterschiedlichen Filtermaterialien. In der ersten Kammer, dem sog. Modul, werden die groben Schmutzpartikel entfernt und das Wasser in das nächste Modul weitergeleitet. Im nächsten Modul wird ein feineres Filtersubstrat verwendet, sodass hier die feineren Partikel zurückgehalten werden.

Schemazeichnung Modulfilter
Schemazeichnung Modulfilter – Grafik: H. Fröhlich

In den letzten Modulen kann man so Substrate verwenden, die eine sehr große Oberfläche, auf der sich Filterbakterien ansammeln, haben. Hier kommen bereits keine größeren Schmutzpartikel mehr an, welche das Substrat verstopfen könnte. In diesen Modulen steht die biologische Reinigung des Teichwassers im Vordergrund. Je nach Situation können auch bepflanzte Module zum Einsatz kommen, doch dazu später mehr.

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Stärken und Schwächen

  • Durch die einzelnen Filterkammern des Modulfilters können diese mit unterschiedlichen Filtermedien bestückst werden. So kann jedes Modul eine ganz spezialisierte Filterung durchführen. Dadurch werden eine sehr gute Filterleistung und eine hohe Standzeit ermöglicht.
  • Durch dem Austausch oder das Hinzunehmen weiterer Filtermodule kann flexibel auf die aktuellen Gegebenheiten reagiert werden. Ist das Wasser im Teich beispielsweise im Sommer stärker belastet oder werden weitere Fische in den Koiteich eingesetzt, so können Filtermodule hinzugefügt werden. Eine solche Flexibilität wird durch keinen anderen Teichfilter erreicht.
  • Nach der Reinigung von Teichfiltern erlebt man es meist das die Filterleistung für eine gewisse Zeit abfällt und sich erst langsam wieder erholt. Auch wenn man das Filtersubstrat noch so vorsichtig reinigt, werden zahlreiche Bakterien ausgespült, die sich erst wieder bilden müssen. Bei dem Modulfilter sollten die einzelnen Kammern in zeitlichen Abständen gereinigt werden, so wird eine konstante Filterleistung ermöglicht. Auch wenn ein neues Filtermodul hinzukommt wird diese schnell mit Filterbakterien aus den anderen Modulen angeimpft.
  • Leider gibt es auch einige nachteilige Faktoren, welche den Modulfilter nicht für jeden Einsatzzweck empfehlen. Ein kritischer Punkt ist der, im Vergleich zu einem Unterwasserfilter, benötigte Platzbedarf. Durch die verschiedenen Filtermodule wird eine gewisse Menge an Platz benötigt, die vorhanden sein muss. Ist dies nicht gegeben, so muss auf andere Teichfilter zurückgegriffen werden.

Kammern des Modulfilters

Ein solcher Modulfilter lässt sich sehr einfach selbst bauen. Sicher findet man in jedem Baumarkt unterschiedliche Gefäße, die man als Filtermodul verwenden kann. Durch ein Stück gewöhnlichen Gartenschlauch können die Filtermodule miteinander verbunden werden.

Die Folgende Aufzählung nennt beispielshaft einige mögliche Gefäße, die als Filtermodul verwendet werden können. Bei der genauen Auswahl sollte die Teichgröße und der Besatz, sowie das das Platzangebot einbezogen werden:

Plastikeimer 10 bis 30 Liter Inhalt, für kleinere Teiche
Mörtelwannen 60 bis 80 Liter Inhalt, winterfest und robust, für mittlere Teiche, auch sehr gut zum Bepflanzen mit Wasserpflanzen einsetzbar
Regenfässer 100 bis 200 Liter, für große und stark besetzte Fischteiche
Wassertanks 500 bis 1000 Liter, für sehr große Fischteiche

Filtermaterialien der Kammern

Je nach Anzahl der Module kommen unterschiedliche Filtermaterialien zum Einsatz. In der folgenden Tabelle werden unterschiedliche Filtermaterialien vorgestellt und deren Stärken aufgeführt.

Grundlegend sollte jedoch von dem ersten bis zum letzten Filtermodul das Filtermaterial immer feiner werden. In den ersten Modulen sollte die mechanische Ausfilterung der Schmutzpartikel im Fokus stehen, in den späteren Modulen sollte die biologische Wasserreinigung durch Filterbakterien passieren. Bei der Auswahl des Filtersubstrates für die Kammern sollte dies berücksichtigt werden.

Filtermatten Ausführungen von grob (10ppi) bis fein (30ppi) ermöglichen die Entfernung von Schmutzpartikeln und Schwebstoffen, günstig
Filterwürfel Ausführungen von grob (10ppi) bis fein (30ppi) ermöglichen die Entfernung von Schmutzpartikeln und Schwebstoffen, günstig
Filterröhrchen Bilden durch die Oberflächenstruktur eine ideale Siedlungsfläche für Filterbakterien und unterstützen somit die biologische Wasserreinigung
Aktivkohlepads Entfernen Gifte und Substanzen aus dem Wasser

Bepflanzte Module

Werden pflanzenfressende Fische im Gartenteich gehalten, so kann sich meist keine ausreichende Pflanzenmenge im Teich bilden. Da die Pflanzen durch die Aufnahme von Nitrat und Phosphat jedoch einigen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität leisten können auch Filtermodule eingesetzt werden, die mit Pflanzen bestückt werden. Beispielsweise könnte man Mörtelkübel (nach Oben offen) als Filtermodul integrieren, die mit stark zehrenden Schwimmpflanzen bestückt werden. Beispielsweise eignen sich Froschbiss und Muschelblumen hervorragend, da ihre langen Schwimmwurzeln große Mengen an Nährstoffen auf dem Wasser ziehen.

Wenn die Schwimmpflanzendecke zu dicht geworden ist, kann ein Teil der Pflanzen entnommen und kompostiert werden (Oder ein neues Filtermodul damit bestückt werden).

Stufenaufbau

Einige erfahrene Teichbesitzer haben mit einem stufenartigen Aufbau der Filtermodule gute Erfahrungen gemacht durch den Höhenunterschied wird das Wasser nicht einfach in das nächste Filtermodul eingeleitet, sondern plätscherst auf die Wasseroberfläche im folgenden Modul.

Dadurch wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert, was den Filterbakterien und den Fischen im Teich zu Gute kommt. Gerade im Sommer, bei hohen Temperaturen kann dies eine sehr wirkungsvolle Möglichkeit sein den Sauerstoffmangel im Wasser zu bekämpfen und zugleich die Filterleistung des Modulfilters zu erhöhen.

Hinweis: Man sollte aber beachten dass durch den stufenartigen Aufbau das Wasser von der Pumpe auf eine größere Höhe transportiert werden muss und dadurch die Pumpenleistung abfällt oder gegebenenfalls eine leistungsstärkere Pumpe verwendet werden muss.

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