Sibirische Schwertlilie
Iris sibirica

Sibirische Schwertlilie

Die Sibirische Schwertlilie (Foto: Stefan.lefnaer, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported)

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Wassertiefe
0 bis 5 cm
Standort
sonnig
Winterhart
Ja
Boden
feucht
Boden
60 bis 100 cm
Blütenfarbe
Blau-Violett
Blütezeit
Mai bis Juni
Vermehrung
Aussaat, Teilung

Die Sibirische Schwertlilie fühlt sich auf feucht-nassem Substrat und im sehr flachen Wasser in sonniger Lage wohl und erweist sich als ausdauernde, pflegeleichte Sumpfpflanze, die gut mit Sumpfdotterblumen, der Sumpfcalla oder Fieberklee kombiniert werden kann.

Verbreitung und Lebensraum der Sibirischen Schwertlilie

Das Verbreitungsgebiet der Sibirische Schwertlilie reicht von den klimatisch gemäßigten Zonen Europas bis West-Sibirien und ans Altai-Gebirge.

In Nordamerika ist diese Schwertlilie eingebürgert worden.

In Mitteleuropa besiedelt sie sonnige Plätze vor allem auf sumpfigen Wiesen und Talauen mit frischen bis feuchten, lehmhaltigen bis moorige Böden.

Eines ihrer größten Vorkommen liegt im Eriskircher Ried am Bodensee.

Merkmale, Form und Färbung der Sibirischen Schwertlilie

Die Sibirische Schwertlilie gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Je nach Standortbedingungen kann diese Sumpfpflanze zwischen 60 und 100 cm hoch werden.

Blätter

Sie hat eine schlanke, aufrechte Wuchsform mit linealischen bis schwertförmigen, dunkel- bis blau-grünen Laubblättern. Sie sind bis 80 cm lang, aber weniger als 1 cm breit und können an ihrer Basis zusätzlich rosa überhaucht sein.

Die Sibirische Schwertlilie unterscheidet sich von den anderen Schwertlilien vor allem durch diese schmalen, grasartigen Laubblätter. Sie bleiben aber deutlich kürzer als die Pflanzenstängel.

Die einfachen bis dreifach verzweigten Stängel sind hohl und haben einen runden Querschnitt.

Als Überwinterungsorgane dienen ihre kompakten, aber verzweigten Rhizome, die oft einen ganzen Horst bilden und von den Resten ihrer abgewelkten Laubblätter bedeckt werden.

Blüte

Die Blütezeit fällt in die Monate Mai bis Juni.

Jeder Blütenstand trägt zwischen zwei und fünf Blüten, die sich aber nicht alle zur gleichen Zeit öffnen. Ihre Blütenstiele sind unterschiedlich lang, die der ersten Blüten oft nur 1 cm, während die sich erst später öffnenden Blüten bis zu 15 cm lange Stiele haben.

Die blau-violetten Blüten sind dreizählig: Die drei inneren, blau-violetten Perigonblätter stehen aufrecht. Die äußeren, herunterhängenden Perigonblätter haben zusätzlich braun-rote Adern. Diese Hängeblätter weisen zusätzlich eine gelbe Zeichnung auf.

Die Blüten verbreiten einen angenehmen Duft.

Zuchtsorten der Sibirischen Schwertlilie

Neben der blau blühenden Naturform gibt es zahlreiche Sorten:

  • Albiflora‚ – eine Sorte mit weißen Blüten, die manchmal zusätzlich blaue Adern haben
  • Caesar‘ – 90 cm hoch, dunkelblau, violett schimmernde Blüten
  • ‘Cambridge‘ – wird bis zu 70 cm hoch und hat hell-blaue, auffallend große Blüten.
  • Blue Cape‘ – eine bis zu 90cm hohe Sorte mit dunkelblauen Blüten
  • Möve‚ – ihre Blüten sind elfenbeinfarbig
  • My Love‘ – 90 cm hoch, mittelblaue Blüten
  • Superba‚ – ist eine besonders früh blühende Sorte
  • Weihenstephan‘ – 80 cm hoch, dunkel-violette Blüten
  • White Swirl‘ – 70 bis 90 cm hoch, hat eine weiße Blüte mit einem gekrausten Rand.

Pflege im Gartenteich

Die Sibirische Schwertlilie wird bereits seit dem 19. Jahrhundert als Zierpflanze gepflegt. Man kann sie an einem sonnigen Platz direkt in die Feuchtzone oder an den Teichrand auf frischem bis feuchten und humusreichen Boden anpflanzen.

Im Gegensatz zur Gelben Sumpfiris (Iris pseudacorus) wuchert sie nicht, da ihre kleinen, gedrungenen Rhizome lediglich ein Horst bilden; deshalb kann man sie auch an kleineren Teichen und sogar an Miniteichen verwenden.

Standort und Boden

Sie verträgt Wassertiefen zwischen 0 bis 5 cm, kurzfristig auch einmal bis 10 cm.

Im Gegensatz zur Japanischen Sumpfschwertlilie und der Gelben Sumpfschwertlilie braucht sie aber einen etwas trockeneren Standort. Völlig austrocknenden Boden verträgt sie allerdings nicht und muss deshalb in Trockenzeiten bewässert werden, wenn sie außerhalb des Teichs gepflanzt wird.

Die Blätter sind ein beim Plattbauch – und anderen Libellen beliebter Ansitz auf der Jagd nach anderen Insekten als Beute.

Am feuchten Teichrand kann man sie in Nachbarschaft von Mädesüß und Sumpf-Storchschnabel pflanzen.

Vermehrung

Die Sibirische Schwertlilie kann sowohl durch Aussaat als auch durch Teilung ihres Horstes mit seinen Rhizomen vermehrt werden.