Plattbauch Libelle
Libellula depressa

Männchen der Plattbauch-Libelle

Männchen der Plattbauch-Libelle - Foto: Tim Bekaert, Public Domain

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Erreichbares Alter
2
Gewässertyp
Tümpel, Teiche
Winterhart
Ja
Paarungszeit
Mai bis Anfang August
Besonderheiten
Larvenentwicklung: 1 Jahr

Plattbauch-Libellen haben einen breiten flachen Hinterleib, der beim Männchen blaugrau, beim Weibchen gelblich-braun gefärbt ist. Trotz ihres etwas plumpen Erscheinungsbildes sind sie exzellente, schnelle Flieger, die als erste Pioniere am neu eingerichteten Gartenteich auftauchen. Dort wählen sie einen über die Wasseroberfläche hinausragenden Ast oder Halm als Ansitz, um auf Beute zu lauern.

Sie paaren sich im Flug, das Weibchen lässt die Eier im Flug ins Wasser fallen. Abgelaicht wird dort aber nur, wenn der Gartenteich nicht völlig dicht bepflanzt ist und der Teichgrund frei von Faulschlamm ist. Das ist für diese Libellenart lebenswichtig, da sich ihre Larven gerne in den sauberen Schlamm eingraben ? eine Strategie, die ihnen hilft, in natürlichen Kleingewässern Perioden zu überleben, in denen das Gewässer auszutrocknen droht.

Verbreitung und Lebensraum des Plattbauchs

Plattbauch-Libellen kommen in ganz Europa (außer im Nordosten Europas) und Vorderasien vor außer in Hochgebirgslagen oberhalb von 1.000m ü. NN. vor. Man findet sie an Tümpeln und Teichen, aber auch an anderen stehenden Gewässern. Selbst an lehmigen Tümpeln und mit wenig Wasser gefüllten Kiesgruben trifft man auf sie. Am neu eingerichteten Gartenteich ist der Plattbauch eine der ersten Libellen, die dort auftauchen. Trotz ihres etwas plumpen Aussehens sind die Plattbauch-Libellen äußerst schnelle und wendige Flieger.

Sie halten sich vor allem an klaren Gewässern ohne üppige Vegetation und Bodenschlamm auf, zumindest frei von sauerstoffzehrendem Faulschlamm sollte der Gewässergrund sein.

Merkmale, Form und Färbung des Plattbauchs

Der Plattbauch gehört zur Familie der Segellibellen (Libellulidae). Auffallendstes Merkmal der Plattbauchlibellen ist der breite, blaugrau mehlig bereifte Hinterleib des Männchens mit gelben Flecken an den Seiten einiger Hinterleibssegmente. Die Weibchen haben stattdessen einen bräunlichen bis gelblich-braunen Hinterleib. Auf der Basis von Vorder- und Hinterflügel ist bei beiden Geschlechtern ein großer, schwarz-brauner annähernd dreieckiger Fleck zu sehen.

Die Larve hat eine gedrungene, plumpe Körperform und ist stark behaart.

Pflege des Plattbauchs im Gartenteich

Wie bereits erwähnt, bevorzugen die Plattbauchlibellen klare, pflanzenarme Teiche mit einem sandig-schlammigen Untergrund, der aber frei von schwarzem Faulschlamm sein muss. Der Grund liegt wohl darin, dass ihre Larven sich gerne in den Schlamm eingraben und dort in der Natur auch Perioden überstehen können, in denen das Gewässer austrocknet.

Die Plattbauch-Imagines gehören im Frühjahr zu den ersten Libellenarten, die am Gartenteich auftauchen. Ragen vom Ufer aus Äste oder Pflanzenhalme über die Wasserfläche hinaus, so wählen die Plattbauchlibellen gerne solche Plätze als Ansitz, um dort auf anfliegende Insekten als Beute zu lauern. Dort wartet das Männchen auch auf herbeifliegende, paarungswillige Weibchen.

Die Larven leben gut getarnt auf dem schlammigen Teichgrund oder sie graben sich halb ein, um auf ihre Beute, Larven von Wasserinsekten und andere Wirbellose, zu lauern.

Vermehrung des Plattbauchs

Plattbauch-Libellen paaren sich im Flug und kreisen dabei nur für kurze Zeit über der Teichoberfläche. Dann löst sich das Männchen vom Weibchen und dreht weiter über dem mit der Eiablage beschäftigten Weibchen seien Runden, um eventuelle Rivalen fernzuhalten. Das Weibchen wirft die Eier im Flug über der Wasseroberfläche ab. Während dieser Fortpflanzungszeit streift das Weibchen umher, um immer wieder weitere Teiche und Tümpel mit ihrem Gelege anzuimpfen. Auf diese Weise erhöht sich die Überlebenschance ihrer Nachkommen in den häufig von Austrocknung bedrohten Kleingewässern erheblich. Außerdem reduziert sich die Nahrungskonkurrenz zwischen den Larven, wenn sie auf verschiedene Gewässer verteilt werden.

Droht der Teich auszutrocknen, dann vergraben sich die Larven im Schlamm; dort können sie mehr als einen Monat lang in einer Art Trockenschlaf ausharren. Die Gesamtentwicklungszeit der Larven beträgt zwei Jahre.

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