Große Pechlibelle
Ischnura elegans

Männchen der Großen Pechlibelle Ischnura elegans

Männchen der Großen Pechlibelle Ischnura elegans - Foto: Soebe, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Gewässertyp
Teiche, langsam fließende Gewässer
Winterhart
Ja
Paarungszeit
Mai bis September
Besonderheiten
Larvenentwicklung: 1 Jahr

Die Große Pechlibelle fällt durch ihre lackschwarze Körperfärbung auf, von der sich das hellblau leuchtende Hinterende und die Brustunterseite umso deutlicher abheben. Die Große Pechlibelle ist weitverbreitet, meidet aber moorige Gewässer. Am Gartenteich legen die Weibchen ihre Eier in Pflanzenstängel oder andere im Wasser schwimmende Pflanzenreste.

Verbreitung und Lebensraum der Pechlibelle

Die Große Pechlibelle besiedelt stehende und langsam fließende, verkrautete Gewässer in Mittel- und Nordeuropa. In manchen Regionen ist sie die häufigste Kleinlibellenart. In Mooren ist sie dagegen nicht zu finden. Sie fehlt in Südspanien und Süditalien, kommt aber erstaunlicherweise auf einigen Mittelmeerinseln vor. Im Osten reicht ihr Verbreitungsgebiet über weite Teile Asiens bis nach Japan.

Merkmale, Form und Färbung der Pechlibelle

Pechlibellen bilden innerhalb der Schlanklibellen eine eigene Unterfamilie der Ischnuridae. Mit 3cm Körperlänge ist die Große Pechlibelle auch nicht größer als ihre Schwesterart, die Kleine Pechlibelle Ischnura pumilo. Ihre Flügelspannweite beträgt etwa 4cm. Der Körper ist schwarz gefärbt, abgesehen von der Brustunterseite und dem Körperende, die hell leuchtend türkisblau gefärbt sind. Die Unterseite der mittleren Hinterleibssegmente hat eine gelbliche Farbe.

Das Weibchen zeigt in der Regel die gleichen Farbmuster und Zeichnungen wie das Männchen, kann aber auch einen pink bis violett gefärbten Brustabschnitt haben. Die Augen sind bei beiden Geschlechtern oben schwarz, in der unteren Hälfte blau gefärbt.

Pflege der Pechlibelle am Gartenteich

Am Gartenteich ist die fliegende Große Pechlibelle von Mai bis September zu sehen. Sie jagen dort nach Insekten; wobei ihr Beutespektrum von kleinen Blattläusen bis zu anderen Kleinlibellen reicht. Auch die als äußerst gefräßig geltenden Larven sind nicht wählerisch. Sie ernähren sich von Zooplankton, aber auch von am Boden lebenden Insektenlarven und anderen Wirbellosen. Der Gartenteich sollte pflanzenreich sein, ansonsten stellen diese Schlanklibellen aber keine besonderen Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit.

Vermehrung der Pechlibelle

Männchen und Weibchen bilden ein Paarungsrad, wobei das Männchen das Weibchen mit seinen Hinterleibsanhängen dicht hinter dem Kopf packt. Im Gegensatz zu anderen Kleinlibellen legen die Weibchen der Großen Pechlibelle ihre Eier nicht in der Gruppe, sondern stets allein und ohne die Männchen ab – meist erst in den späten Nachmittagsstunden und zwar auf im Wasser treibenden Pflanzenstängeln und anderen Pflanzenteilen. In sehr warmen Sommermonaten können sich sogar 2 bis 3 Generationen entwickeln.

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