Blutrote Heidelibelle
Sympetrum sanguineum

Männchen der Blutroten Heidelibelle Sympetrum sanguineum

Männchen der Blutroten Heidelibelle Sympetrum sanguineum - Foto: Thomas Bresson, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Gewässertyp
Pflanzenreiche Seen, Fischteiche, Tümpel, Teiche
Winterhart
Ja
Paarungszeit
Juli bis Oktober
Besonderheiten
Larvenentwicklung: 1 Jahr

Die Blutrote Heidelibelle ist in Deutschland weitverbreitet. Sie unternimmt auf der Jagd nach Insekten weite Flüge, kehrt jedoch zur Paarung und Eiablage an ?ihren? Gartenteich zurück. Zur Paarung und Eiablage bildet das Männchen mit dem Weibchen einen Tandemflug und die Eier werden einzeln ins Wasser fallen gelassen oder auf dem feuchten Uferrand abgelegt. Später trennt sich das Männchen vom Weibchen, überwacht aber im Flug die weitere Eiablage, um das Weibchen vor eventuell ins Revier eindringenden Rivalen zu schützen.

Die Larven schlüpfen im Spätsommer oder erst im kommenden Frühjahr, je nachdem wann die Eiablage erfolgt ist. Die Imagines leben vor allem von Insekten, die sie in der Luft erjagen. Zum Beutespektrum der Larven gehören neben Insektenlarven auch Kaulquappen, Molchlarven und Jungfische.

Verbreitung und Lebensraum der Blutroten Heidelibelle

Die Blutrote Heidelibelle kommt in ganz Europa und Nordafrika vor. In Asien reicht ihr Verbreitungsgebiet bis zum Amur. Auch in Deutschland ist diese Libellenart weit verbreitet, kommt allerdings in Süddeutschland häufiger vor als in Norddeutschland. Sie besiedelt ausschließlich stehende Gewässer. Man findet sie vor allem an Weihern, Teichen und Tümpeln, die dicht mit Pflanzen bewachsen sind, außerdem an Fischteichen.

Merkmale, Form und Färbung der Blutroten Heidelibelle

Das Männchen der Blutroten Heidelibelle hat einen intensiv rot gefärbten Hinterleib, bei dem die letzten Segmente etwas breiter sind. Der Hinterleib des Weibchens ist eher braun-rot gefärbt. Es hat eine relativ kurze Legeröhre, die in rechtem Winkel vom Hinterleib absteht. Beide Geschlechter haben schwarz-gelb gestreifte Extremitäten und eine schwarze Binde vor den Augen.

Bei der Larve fällt neben dem für Großlibellen gedrungenen Körperbau vor allem die Bedornung auf dem Rücken des Hinterleibs und an beiden Seiten des 8. und 9. Hinterleibsegments auf.

Pflege der Blutroten Heidelibelle am Gartenteich

Entscheidend für den Besuch von Heidelibellen und das Ablaichen im Gartenteich ist nicht die Größe der Wasserfläche, sondern die Beschaffenheit der Anlage. Wichtig ist vor allem eine dichte und abwechslungsreiche Bepflanzung.

Die Imagines der Blutroten Heidelibelle jagen am Teich nach Mücken, Fliegen und anderem Anflug; die Larven leben räuberisch und erbeuten neben Insektenlarven auch Kaulquappen, Molchlarven und selbst Jungfische fallen ihnen zum Opfer.

Vermehrung der Blutroten Heidelibelle

Die Flugzeit der Blutroten Heidelibelle fällt in die Monate Juli bis Oktober. Auf Beutezug entfernen sich die Imagines weit von ‚ihrem‘ Stammgewässer, kehren jedoch zur Paarung und Eiablage dahin zurück. Das Männchen bildet zunächst mit dem Weibchen eine Paarungskette. Dazu fliegen sie als Tandem dicht über das Wasser. Später trennt sich das Männchen vom Weibchen und überlässt ihm die weitere Eiablage. Solange das Weibchen die Eier abgelegt, bleibt das Männchen aber in der Nähe und vertreibt andere Männchen aus dem Revier. Die Eier werden auf Pflanzen in der Flachwasserzone oder am feuchten Teichrand gelegt.

Ist die Eiablage bereits im Juli erfolgt, dann schlüpfen die Larven noch im gleichen Sommer und überwintern auch im Larvenstadium. Findet die Eiablage dagegen erst im Herbst statt, dann überwintert die Art im Eistadium und die Larven schlüpfen erst im darauf folgenden Frühjahr. Hat man diese Libelle bei der Eiablage beobachtet, dann ist es wichtig, den Gartenteich erst im Frühjahr zu entschlammen, um die Überwinterungsstadien – egal ob im Ei- oder im Larvenstadium – nicht zu vernichten. Ist eine Teichreinigung aber unumgänglich, dann sollte man das herausgefischte und abgesaugte Pflanzen- und Detritusmaterial nicht gleich entsorgen, sondern für 1 bis 2 Tage direkt am Teichrand deponieren. So haben wenigstens die Larven eine Chance, zurück ins Wasser kriechen und überleben zu können.

Literaturhinweis

Anonymus (2007): Blutrote Heidelibelle.- in: Gartenteich – das Wassergartenmagazin (Ettlingen), 4/2007, S.74.

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