Verbreitung und Lebensraum der Sumpf-Wolfsmilch
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Euphorbia palustris umfasst Europa und weite Teile Asiens. Als typische Pflanze der Stromtäler war sie in Mitteleuropa fast überall in den Tälern von Rhein, Elbe, Donau und anderer großer Flusssysteme zu finden. Durch Eindeichungen, Flussregulierungen und intensive Nutzung der Flussauen ist sie an vielen Plätzen rückläufig.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Wolfsmilch-Arten besiedelt sie vor allem stau- und wechselnasse Böden, die immer im Jahreslauf zeitweise überflutet werden. Man findet sie teilweise auch noch auf Flussbänken, sumpfigen Weisen und unter Weidengebüsch.
Weitere Lebensräume sind lichte Röhrichte, moorige Wiesen und Staudenfluren, aber auch die Salzwiesen an den Meeresküsten.
Merkmale, Form und Färbung der Sumpf-Wolfsmilch
Wuchs
Die Sumpf-Wolfsmilch Euphorbia paustris ist eine mehrjährige und besonders langlebige, krautige Stängelpflanze, die je nach den Standortbedingungen zwischen 50 und 150 cm in die Höhe wächst.
Blätter
Die länglich-lanzettförmigen Laubblätter sitzen ohne Stiele wechselständig direkt an den Stängeln.
Blüten
Die Blütezeit fällt in die Monate Mai bis Juli. Die einzelnen Blüten sind in Wirklichkeit und bei genauerem Hinsehen Teilblütenstände jeweils aus einer weiblichen und fünf männlichen Blüten.
Diese Blüten sind von gelben Nektardrüsen umgeben, die vor allem Schwebfliegen und andere Fliegen als Bestäuber anlocken sollen.
Mich und Wirkung
Wie alle Wolfsmilch-Arten führt auch Euphorbia palustris im Stängel einen weißen Milchsaft. Dieser hat allerdings bei dieser Art nur eine schwach ätzende und Haut irritierende Wirkung. Er dient der Pflanze vor allem zur Abschreckung von Nacktschnecken, Insekten und anderen Pflanzenfressern.
Pflege im Gartenteich
Die Sumpf-Wolfsmilch eignet sich am besten als kleine Gruppe für einen Platz in der zeitweilig überstauten Feuchtzone des Gartenteichs. Oder man pflanzt ihn an einer entsprechenden Stelle am Ufer eines Bachlaufes.
Da die Sumpf-Wolfsmilch zum Wuchern neigt, muss sie von Zeit zu Zeit ausgelichtet werden.
Besonders gut kommt die gelb-blühende Sumpf-Wolfsmilch zur Geltung in Kombination mit dem rosarot blühenden Blutweiderich. Im Herbst verfärbt sich auch das Laub der Wolfsmilch goldgelb.
Vermehrung
Aus der befruchteten weiblichen Blüte entwickelt sich eine kapselförmige Frucht, die in ihren drei Fächer jeweils einen Samen entwickelt. Die reifen Samen sind grau-braun-schwarz gefärbt mit einer leicht glänzenden Schale.