1. Holzofen

Natürlich kann man auch weiterhin den guten, alten Ofen benutzen und Holz verfeuern. Im Laufe des Jahres fällt ja meist im Garten genügend Holz beim Schnitt der Bäume und Sträucher an. Holz ist schließlich ein erneuerbarer, natürlicher Rohstoff und es ist allemal sinnvoller das eigene und vor allem unbehandelte Gartenholz frei von möglichen Schadstoffen zu verheizen, als es zu kompostieren und es verrotten zu lassen. Denn es kann bekanntlich Jahre dauern, bis aus dem Holz Komposterde geworden ist.

2. Kaminofen

Wer es etwas komfortabler mag und abends im Feriendomizil Gartenhaus gerne am Kaminfeuer sitzt: Statt den alten gusseisernen Kanonenofen zu befeuern, verwendet man dafür aber möglichst keinen offenen Kamin, sondern einen verglasten Kaminofen. Denn damit trägt man auch zum Brandschutz bei – immerhin ist das Gartenhaus ja aus Holz gebaut.

3. Heizen mit Sonnenkollektoren

Noch einfacher und sicherer kann man das Gartenhaus mit einem Sonnenkollektor auf dem Dach des Gartenhauses. Zwar haben sich längst Photovoltaikanlagen gegenüber Sonnenkollektoren zum Beheizen von Häusern durchgesetzt. Aber um den Aufenthaltsraum im Gartenhaus auf angenehme Zimmertemperatur zu halten, reicht ein Sonnenkollektor allemal.

Das Problem bleibt allerdings, dass der Sonnenkollektor das zirkulierende Wasser dann aufheizt, nämlich an heißen Sommertagen, wenn man eigentlich gar keine Heizung braucht, im Winter aber nichts bringt, wenn man auf Wärme besonders angewiesen ist. Dies Problem lässt sich stattdessen mit:

4. Photovoltaikanlage

Einer modernen Photovoltaikanlage mit Wechselrichter, Laderegler und Batterien zum Speichern und Abrufen der Energie zum Heizen lösen, nämlich dann, wenn die Außentemperaturen sinken und man wirklich heizen muss.

5. Heizen mit Erdwärme

Statt die Sonnenwärme mit Sonnenkollektor oder Photovoltaik auf dem Dach zu nutzen, kann man auch in den Boden und die Erdwärme nutzen. Während man für das Heizen im Wohnhaus mit Hilfe von Erdwärmesonden die Geothermie bis in 15 m Tiefe anzapfen muss, reicht fürs kleinere Gartenhaus ein Erdwärmekollektor, die nur 1 ½ bis 2 m tief in den Boden eingegraben werden muss. Dafür ist allerdings der Flächenbedarf eines Erdwärmekollektors umso größer.  Verständlicherweise kann man dort, wo der Erdwärmekollektor im Boden installiert ist, auch keine tief wurzelnden Gehölze pflanzen.

6. Klimaanlage

Komfortabler und ohne alle Erdarbeiten kann man auch eine Klimaanlage als Wärmetauscher einsetzen. Damit lassen sich die Innenräume im Gartenhaus auf angenehme Temperaturen herunterkühlen. Und nachts oder wenn man auch im Winter das Gartenhaus zum Übernachten nutzen möchte, wechselt man die Pumprichtung der Klimaanlage, dann geht die kühle Luft nach draußen und die Abwärme wird ins Innere des Gartenhauses abgegeben. Allerdings verursachen Motor und Rotoren einer solchen Klimaanlage einen nicht zu unterschätzenden Lärm. Deshalb braucht eine solche Klimaanlage einen festen, vibrationsdämpfenden Stand und wird in einem halboffenen Motorhaus auf einem Betonsockel montiert.

7. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Noch einfacher, komfortabler und ohne aufwendige Außenanlagen gelingt dies mit einer dezentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Für den Innenraum im Gartenhaus reicht dazu eine kleinere Anlage mit einer Fördermenge von bis zu 25 m³. Ein solche Womraumlüftung ist bereits zu einem Preis von weniger als 400 Euro zu haben. Damit lässt sich der Raum wahlweise belüften und damit auch kühlen und gleichzeitig Wärme rückgewinnen.

8. Ventilator

Damit sind wir nun endgültig auch beim zweiten Thema angelangt: Das Gartenhaus kühlen. Jeder kennt das, ein Ventilator kann die gefühlte Zimmertemperatur im Sommer deutlich senken. Warum also nicht einfach einen großen Deckenventilator in Kombination mit der Zimmerlampe installieren? Da kommt echtes Tropenfeeling auf, wie es mancher Fernreisende in den traditionellen Gästehäusern auf den Inseln der Karibik oder im Indopazifik noch erlebt hat.

9. Split-Klimaanlage

Sehr komfortabel und deutlich geräuscharmer als die als Wärmetauscher funktionierende Klimaanlage (6) gelingt das Kühlen der Gartenhaus-Innenräume mit einer Split-Klimaanlage. Die Split-Klimaanlage ist ein duales System aus einem Innengerät und einem Außengerät. Das Innengerät saugt die feuchtwarme Luft ein, kühlt sie ab und leitet das dabei entstehende Kondensat über einen Schlauch in das Außengerät ab. Im Außengerät außerhalb des Gartenhauses wird das Kältemittel mit Hilfe eines Kompressors abgekühlt. Die dabei gebildete warme Luft wird direkt am Außengerät ins Freie abgeblasen. Solch eine Split-Klimaanlage ist deshalb geräuschärmer und wirkungsvoller als ein Wärmetauscher.

10. Ausbau zum Nullenergiehaus

Zum Schluss noch eine besonders zukunftsträchtige und energiesparende Methode, die Innenräume im Sommer wie im Winter auf erträgliche Temperaturen zu halten: Auch das Gartenhaus kann zum Nullenergiehaus ausgebaut werden. Dazu gibt es industriell vorgefertigte Bausätze, bei denen der Zwischenraum zwischen den beiden Wänden aus massiven Blockbohlen mit einem Wärmedämmstoff gefüllt wird. Damit ist auch im Gartenhaus eine sehr gute Isolierung unabhängig von den im Garten herrschenden Außentemperaturen möglich.