Die Teichschlange – Stylaria lacustris

Wenn sie sich nicht gerade an Wasserpflanzen oder im Schlamm am Teichgrund aufhält, dann bewegt sie sich wie eine Seeschlange windend vertikal nach oben Richtung Wasseroberfläche. Aber vor dieser Teichschlange braucht man sich nicht zu fürchten. Dieser nur wenig mehr als 1cm lange Wurm aus der Familie Naididae, dem Verwandten des Regenwurms, ist absolut harmlos für Mensch und Tier.

Die Teichschlange ernährt sich nämlich nur von Algen. Abgesehen von der schlängenden Fortbewegung ist dieser Ringelwurm durch sein deutlich sichtbares Augenpaar und den relativ langen einzelnen Fühler mit keiner anderen Art zu verwechseln.

Verbreitung und Lebensraum der Teichschlange

Die Teichschlange ist in Nord- und Mitteleuropa und Nordamerika weit verbreitet. Dieser Ringelwurm lebt in fließenden und stehenden Gewässern, wo er sich im schlammigen Untergrund oder zwischen den Wasserpflanzen aufhält. Er dringt auch bis in die schwach salzhaltigen Brackwasserzonen der Flüsse vor.

Merkmale, Form und Färbung

Die Teichschlange wird als Einzeltier nur rund 1cm lang mit einem drehrunden Körperquerschnitt von etwa 1mm. Es können sich aber Ketten bilden. Der Wurm ist fast völlig durchsichtig. Die blasse Körperfärbung kann dabei stark variieren. Oft ist der Vorderkörper leicht gelblich bis bräunlich gefärbt, der Hinterkörper dagegen durchsichtig mit schwarzen Ringen.

Mit der Lupe betrachtet, fallen zum einen die relativ langen Borsten zu beiden Seiten von jedem Körpersegment auf, zum anderen der lange, dünne Fühler am Kopfende. Dieser Fühler ist deutlich vom übrigen Körper abgesetzt und sehr beweglich. Er hat zwei deutlich erkennbare, etwas vom Vorderende zurückgesetzte Augen.

Stylaria lacusrtis bewegt sich spannerraupenartig kriechend vorwärts, kann aber auch sehr gut schwimmen. Charakteristisch ist auch die Schlängelbewegung senkreckt in Richtung Wasseroberfläche. Daher rührt der deutsche Name Teichschlange.

Haltung der Teichschlange im Gartenteich

Die Teichschlange bleibt oft lange Zeit im Gartenteich verborgen. Denn dieser kleine Borstenwurm sucht im schlammig-sandigen Teichgrund oder zwischen den Wasserpflanzen nach seiner Nahrung. Das sind in erster Linie Algen und Detritus. Erst, wenn sich die Teichschlange senkrecht durch die Freiwasserzone in Richtung Wasseroberfläche bewegt, fällt sie auf.

Trotz ihres furchteinflößenden Namens ist diese Teichschlange völlig harmlos, lebt rein vegetarisch und überträgt auch keinerlei Fischkrankheiten.

Vermehrung der Teichschlange

Die Teichschlange vermehrt sich zwar auch geschlechtlich, aber vor allem ungeschlechtlich. Die Teichschlange kann auf das Zweifache der Ausgangslänge bis auf 2cm heranwachsen und dann allmählich in zwei gleich große Einzeltiere zerfallen. Erst im Herbst vermehrt sich Stylaria lacustris auch geschlechtlich.

Nach der Paarung setzen die Tiere ihre Eikokons, die durch eine Schleimhülle zusätzlich geschützt sind, an den Wasserpflanzen ab. Aus diesen Dauereiern schlüpfen dann im Frühjahr die jungen Teichschlangen.

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