Der Fischegel – Piscicola geometra

Der Fischegel ist weitverbreitet. In den Gartenteich gelangt er meist als blinder Passagier mit Teich- und Wasserpflanzen. Er ist sehr gewandt im Aufspüren seiner Wirtstiere und dabei auch nicht wählerisch in Bezug auf Fischart und -größe. Er kann kleinere Fische so stark durch den Blutverlust schwächen, dass sie zugrundegehen. Außerdem überträgt er einige schwerwiegende Fischkrankheiten.

Fischegel haben eine lange Fortpflanzungsperiode, und die aus ihrem Eikokon schlüpfenden jungen Fischegel sind bereits nach 21 Tagen geschlechtsreif.

Der Fischegel
Der Fischegel – Foto: Mateusz Bocheński, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Verbreitung und Lebensraum des Fischegels

Der Fischegel kommt in den unterschiedlichsten Gewässern, Flüssen, Bächen, Seen, Weiher und Teichen vor, vorausgesetzt sie sind pflanzenreich und es gibt Fische, an denen die Fischegel parasitieren können.

Merkmale, Form und Färbung

Der Fischegel Piscicola geometra gehört zur Gruppe der Fischegel (Ichthyobdellidae). Er hat einen langen drehrunden, grünlich-braun gescheckten Körper von bis zu 10cm Länge, der etwas 20mal so lang wie breit ist. Die tellerförmigen Saugnäpfe überragen mit ihrem relativ großen Durchmesser Vorder-, bzw. Hinterende des Fischegels. Mit seinem schlanken Körper und der regelmäßigen Querstreifenmuster ist er leicht von allen anderen einheimischen Egelarten zu unterscheiden.

Eine Besonderheit des Fischegels ist auch, dass seine vier Augen auf der Oberseite des vorderen Saugnapfes liegen. Sie sind in Trapezform angeordnet.

Haltung des Fischegels im Gartenteich

Der Fischegel ist ein guter Schwimmer, er bewegt sich schlängelnd durchs Wasser. Der Fischegel ist nicht wählerisch in der Wahl der Fische. In Ruhestellung saugt er sich an eine Wasserpflanze fest und hält seinen Körper in schrägem Winkel gestreckt im Wasser. Er reagiert blitzschnell auf den Schatten eines vorüberschwimmenden Fisches oder auf die Wasserwellen, die der Flossenschlag der Fische erzeugt. Er nimmt sofort kreisende Suchbewegungen auf. Sobald er mit dem vorderen Saugnapf einen Fisch berührt, saugt er sich an Kopf oder Flossen fest und lässt dann den hinteren Saugnapf vom Sitzplatz los und saugt sich dann auch mit dem hinteren Saugnapf am Fisch fest.

Der Fisch führt daraufhin in seinem Schreck heftige Bewegungen durch. Damit dabei der Fischegel nicht abgeschüttelt wird, setzt er seinen hinteren Saugnapf eng hinter den vorderen Saugnapf, um weniger Wasserwiderstand zu bieten. Hat sich der Fisch dann wieder etwas beruhigt, dann lockert er den vorderen Saugnapf und sucht mit seinem Kopf nach einer Stelle am Fisch, in die er seinen Rüssel bohren und dann Blut saugen kann.

Oft bleibt der Fischegel tage- oder gar wochenlang auf dem gleichen Wirtstier sitzen. Manchmal befallen auch mehrere Egel gleichzeitig einen Fisch, der dann manchmal an zu hohem Blutverlust zugrunde gehen kann.

Hat sich der Fischegel reichlich mit Fischblut versorgt, dann kann er anschließend lange Zeit hungern. Fischegel werden oft mit neuen Pflanzen eingeschleppt. Deshalb sollte man die neu erworbenen oder aus einem anderen Gewässer entnommen Pflanzen für 1 bis 2 Tage zunächst in ein kleines Aquarium setzen und auf Fischegel oder deren Eikokons hin absuchen, bevor man die Pflanzen in den Teich setzt.

Vermehrung des Fischegel

Der Fischegel ist wie alle Egel ein Zwitter, benötigt aber zur Fortpflanzung einen Geschlechtspartner, mit dem er sich wechselseitig paart. Die Eier werden in dunkelbraunen, länglich ovalen Kokons auf Steinen und Pflanzen oder an Totholz abgelegt. Die Fischegel können sich über einen langen Zeitraum vermehren. Die Fortpflanzungsperiode beginnt, wenn die Wassertemperatur über die 4 oder 5°C-Marke ansteigen und sie endet im Herbst, wenn die Wassertemperatur unter 8°C absinkt. Jeder Kokon enthält zwar nur ein Ei, aber die Fischegel können mehrere Tage hintereinander bis zu 50 solcher Kokons legen.

Die Embryonalentwicklung hängt von der Wassertemperatur ab. In wärmerem Wasser im Frühsommer dauert sie etwa 2 Wochen. Sobald die kleinen Egel geschlüpft sind, versuchen sie sich an kleineren Fischen festzusaugen. Es vergehen nur wenige Woche bis diese Egel geschlechtsreif sind.

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