Der Großer Schneckenegel – Glossiphonia complanata

Der Große Schneckenegel ist durch seine typische, zum Kopf stark verjüngte Körperform, die knorpelige Oberfläche und das charakteristische Farbmuster auf der Oberseite deutlich vom Kleinen Schneckenegel und anderen Egelarten zu unterscheiden. Er ernährt sich vom Blut der Wasserschnecken und anderer Wirbellosen. Die Mutter betriebt Brutpflege, trägt den Eikokon aber nicht wie der Kleine Schneckenegel auf dem Bauch mit sich herum, sondern harrt für viele Wochen ohne Nahrungsaufnahme aus, um die Brut mit ihrer Körperunterseite zu schützen.

Verbreitung und Lebensraum des Großen Schneckenegels

Der Große Schneckenegel ist in ganz Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet. Er besiedelt stehende und fließende Gewässer. Er hält sich meist unter Steinen auf. Oft stößt man auf beide Arten, den Großen und den Kleinen Schneckenegel, unter dem gleichen Stein.

Merkmale, Form und Färbung

Der Große Schneckenegel gehört zur Familie der Plattenegel (Glossiphoniidae). Er wird zwischen 1,5 und 3cm lang. Die Körperoberfläche ist knorpelig fest. Die Körpergrundfärbung ist grau oder grünlich, mit einem charakteristischen Muster aus hellgelben und dunklen Flecken. Zwei dunkle Längsbänder und 6 Reihen gelblich gefärbter Warzen bilden ein für diese Egelart typisches Muster. Er hat 6 Augen, die zu 3 auf hintereinander liegenden Segmenten Paaren angeordnet sind, die in zwei Längsbändern angeordnet sind.

Haltung des Großen Schneckenegels im Gartenteich

Der Große Schneckenegel wird in der Regel als Laich mit Pflanzen und vor allem Steinen aus natürlichen Gewässern in den Gartenteich eingeschleppt. Er hält sich zumindest tagsüber gerne unter größeren Steinen auf. Glossiphonia complanata kann nicht schwimmen und bewegt sich eher spannerraupenartig vorwärts. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen.

Nicht ohne Grund hat der Schneckenegel seinen Namen. Wasserschnecken gehören zu seiner bevorzugten Beute, aber auch andere im Wasser lebende Wirbellose, u.a. Würmer und weichhäutige Insektenlarven. Er frisst sie nicht, sondern saugt ihr Blut auf. Er sucht ganz gezielt nach Schnecken, zieht sie am Gehäuse zu sich heran, führt mit dem Kopf und Vorderkörper pendelnde Suchbewegungen aus, bis er den Weichkörper der Schnecke findet und seinen Rüssel hineinbohrt.

Allerdings ist seine Besiedlungsdichte meist zu gering, als dass er eine entscheidende Rolle bei der biologischen Bekämpfung einer Schneckenplage im Gartenteich spielen könnte.

Vermehrung des Großen Schneckenegels

Der Große Schneckenegel legt die Eier an Steinen ab. Der Eikokon wird von der Mutter abgedeckt, sie setzt sich mit ihren beiden Saugnäpfen am Untergrund fest und fächelt den Eiern Frischwasser zu. Aber das Gelege wird nicht ? wie beim Kleinen Schneckenegel Glossiphonia heteroclita – am Bauch der Mutter getragen. Die jungen Egel schlüpfen nach etwa einer Woche. Erst heften sie sich am Bauch ihrer Mutter an und profitieren von deren Nahrungsresten. Erst nach zwei, maximal drei Monaten machen sie sich selbständig.

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