Dann wird nämlich durch die Kapillarkräfte des trocknen Erdreichs, sowie durch Pflanzenwurzeln Wasser aus dem Teich abgesaugt – deshalb wird die Kapillarsperre auch treffend manchmal Saugsperre genannt -, und der Wasserspiegel beginnt zu sinken. An heißen, trockenen Sommertagen kann der Teich auf diese Weise sogar einige Hundert Liter als Wasservolumen verlieren. Aber das wird häufig unterschätzt und stattdessen eine Beschädigung der Teichfolie als Ursache für solch einen starken Wasserverlust vermutet.

Um das zu unterbrechen, fügt man eine Kapillarsperre zwischen Teich und der angrenzenden Teichumgebung ein. Wirksam ist eine solche Kapillarsperre aber nur, wenn sie aus dem Erdboden hinausragt und zwar deutlich über den Wasserspiegel im Teich hinaus oder den Kontakt und Austausch zwischen Teich und Teichumgebung wirksam und dauerhaft unterbricht.

Mit der Kapillarsperre kann aber außerdem verhindert werden, das Landpflanzen oder ihre Wurzeln ungehindert in den Teich wachsen, bzw. das Teichpflanzen über den Teichrand sich im näheren Umfeld des Teiches ausbreiten können.

Teich ohne Kapillarsperre?

Bei einem Fertigteich mit einem hochgezogenen Rand oder einem Miniteich in einem halbierten Fass oder Kübel und Bottich aus anderem Material kann natürlich auf eine Kapillarsperre verzichten, da das Teichwasser nicht mit dem umliegenden Boden in Kontakt kommen kann.

Wie baut man eine Kapillarsperre?

Senkrecht in den Boden eingelassene Kapillarsperre

Als Kapillarsperre dient zum Beispiel eine vertikal ausgerichtete, um Teil in den Boden eingelassene Beton-Leiste, über die der Folienrand des Teiches gezogen und dahinter ins Erdreich eingegraben wird. Das stört natürlich den Gesamteindruck des Gartenteiches.

Deshalb kaschiert man die Kapillarsperre mit:

  • einer Deckschicht aus Kies
  • ŸSteinschüttungen
  • mit Gehwegplatten

Kapillarsperre durch Kieschüttung

Wer auf eine senkrecht in den Boden eingelassene Kapillarsperre verzichten will, kann stattdessen einen Graben rund um den Teich als Saugsperre legen. Dazu muss man einen Zuschlag von mindestens 60 bis 70 cm rundum zur Teichfolie hinzurechnen.

  • Zunächst wird rund um den Teich einen Graben angelegt, der dicht an den Teichrand grenzt
  • Die Teichfolie muss über den Rand des Gartenteichs hinausgezogen werden, der Graben damit ausgekleidet werden und dann am äußeren Rand dieses Grabens fixiert werden.
  • Der Graben wird anschließend mit Grobkies aufgefüllt.

Ein- bis zweimal jährlich sollte der Graben ausgeräumt werden. Der Kies wird mit einem Wasserschlauch gründlich abgespritzt. Damit soll der Kies von Staub, Erde und anderen in den Garben im Laufe der zurückliegenden Monate eingewehten oder eingeschwemmten Partikeln gereinigt werden. Unterlässt man diese Reinigung, dann wird der Graben bald seine Funktion als Saugsperre verlieren. 

Einen mit Kies gefüllten Graben als Saugsperre sieht man vor allem bei kleineren bis mittelgroßen Teichen. Bei Teichen mit einer großen Wasserfläche ist der Aufwand beim Reinigen der Kiesschicht zu groß.

Außerdem sieht solch eine Grabensperre recht unnatürlich aus. Man kann allerdings den Graben mit einigen größeren Steinen, Holz oder anderem Material etwas kaschieren. Hat man Amphibien im Teich, so sollte auch eine entsprechende Ein- und Ausstiegshilfe angelegt werden, welche vom Flachwasser über den Teichrand und den Graben hinausragt sinnvoll.  

Kapillarsperre durch Drainagerohr

Statt eine vertikale Kapillarsperre in den Boden einzugraben oder einen Graben als Saugsperre rund um den Teich anzulegen, empfehlen einige Teichbauexperten eine Drainagerohr rund um den Teich zu legen.

Solch ein Drainagerohr, wie es normalerweise zum Entwässern von Wiesen und Ackerböden genutzt wird, ist aber recht sperrig und lässt sich nur schwer vollkommen plan verlegen.

  • Dies Problem lässt sich lösen, indem man das Dränangerohr mit Sand füllt. Durch das zusätzliche Gewicht, liegt das Drainagerohr dann gleichmäßiger auf den zuvor planierten Untergrund auf. Damit der Ring vollständig geschlossen bleibt, werden beiden Enden nach dem Verlegen des Rohres zusammengefügt und mit einer Manschette gesichert.
  • Dann verlegt man Bodenvlies und Teichfolie über das Drainagerohr hinaus und es wird jenseits des Rohres im Gartenboden eingegraben und mit Seinen oder Grobkies fixiert.
  • Solch eine rund um den Teich laufende Bodenwelle sieht sehr unnatürlich aus. Deshalb kann man stattdessen vor dem Verlegen der Teichfolie den Bereich zwischen Teichrand und Drainagerohr mit einer zum Rohr hin ansteigenden Schicht aus Sand oder Feinkies auffüllen. Auf diese Weise lässt sich das unter dem Vlies und der Folie liegende Drainagerohr besser kaschieren.
  • Um die Folie besser vor Sonnenlicht und anderen Witterungseinflüssen zu schützten, kann man die Schrägfläche mit bepflanzten Ufermatten verkleiden. Beim Einfüllen des Teichwassers muss man allerdings darauf achten, dass der Wasserspiegel nicht über den eigentlichen Teichrand hinaus ansteigt.

Zieht man das Alles in Betracht – das Drainagerohr mit Sand füllen, das Rohr ringförmig und möglichst eben auf dem planieren Untergrund verlegen, den Winkel zwischen Teichrand und Scheitel des Drainagerohrs mit einer Schicht aus Sand oder Kies auffüllen und die  Teichfolie mit Ufermatten kaschieren – dann ist der gesamte Aufwand an Material und Arbeit eher größer als bei einem mit Kies gefüllte Graben als Saugsperre oder eine in den Boden eingelassene vertikale Kapillarsperre.

Fertige Teichrandsysteme als Kapillarsperre

Der Fachhandel bietet verschiedene Teichrandsysteme mit einem Uferband als Saugsperre an – ähnlich den Rhizomsperren, mit denen die unkontrollierte Ausbreitung von Bambus und anderen rhizombildenden Pflanzen unterbunden werden kann.

Ein solches Teichrandsystem dient nicht nur als Kapillarsperre, damit lassen auch Unebenheiten und Unterscheide im Gelände und in der Höhe des Teichufers ausgleichen.

Solche Uferbänder bekommt man als Rollenware. Das Uferband befestigt man an Erdpfählen, die in regelmäßigen Abständen von etwa einem halben Meter in den Boden eingeschlagen werden. Uferbänder gibt es in verschiedenen Längen und Höhen, die Teichrandpfähle ebenfalls in verschiedenen Längen.

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Ein solches Teichrandsystem kann auch noch nachträglich nach dem Anlegen des Teiches angelegt werden. An dem Profil des Teichrandsystems können Vlies und Teichfolie und auch Ufermatten befestigt werden. Das empfiehlt sich vor allem im Anschluss an Mauern, Terrassen oder Steganlagen.

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