Wasserflächen müssen kindersicher angelegt werden

Wer einen Gartenteich anlegt, der muss ihn so sicher, dass Kinder darin nicht ertrinken können. Obwohl dies seit langem gesetzlich vorgeschrieben ist, sind die meisten Gartenteiche, Swimming Pools und Schwimmteiche immer noch nicht entsprechend abgesichert.

Zaun als Schutz der Kinder

Ein Kleinkind kann bereits in einem 30 cm tiefen Becken ertrinken. Doch Wasser im Garten, das zieht Kinder nun einmal magisch an!

Da reicht es auch nicht, wenn der ganze Garten ringsum eingezäunt ist. Die Wasserfläche darf auch innerhalb des Gartens nicht für unbeaufsichtigte Kleinkinder zugänglich sein.  Nicht nur für eigene, auch für fremde Kinder trägt man dafür die Verantwortung.

Einzäunen statt Stahlgitter auf der Wasserfläche

Es gibt zwar für die verschiedensten Teichgrößen und formen serienmäßig hergestellte, stabile Metallgitter zur Kindersicherung, die waagerecht auf oder dicht unter der Wasserfläche eingesetzt werden, um Kinder vor dem Hineinfallen und Ertrinken zu bewahren.

Der Trend geht doch immer mehr hin zu einem möglichst naturnah gestalteten Teich.  Aber ein Teich unter Gittern, da stört nicht nur der optische Eindruck. Es behindert Schwimm- und Röhrichtpflanzen an ihrem Wachstum über die Wasseroberfläche hinaus und auch Koi und andere größere Fische fühlen sich in ihrem Bewegungsdrang stark eingeengt.

Warum also nicht stattdessen den Gartenteich mitsamt einem genügend breitem Uferstreifen ringsum einzäunen? Dann bleibt die Wasserfläche frei und Pflanzen und Tiere in und rund um den Teich können sich frei entfalten. Andererseits schreckt der Zaun auch Tiere ab, die am Teich nichts zu suchen haben – z. B. Katzen oder Waschbären, die im Teich wildern und sich den einen oder anderen Fisch schnappen wollen.

Waschbär geht gerne ins Wasser

Den Zaun stabil und sicher anlegen

Eine relativ preiswerte Lösung zur Einfriedung bietet ein Maschendrahtzaun, der sich flexibel an  Größe und Form des Teichs und seines mindestens 50 cm Uferbereichs anpassen lässt.

Zugang zum Teich erhält man durch ein Gartentor, welches vor unbeaufsichtigtem oder unbefugtem Betreten des Teichareals durch ein Schloss gesichert wird. Damit der Zaun nicht von Kaninchen oder anderen Kleinsäugern unterwühlt werden kann, sollte er ca. 20 cm in den Boden eingelassen werden.

Einfacher und stabiler ist es, ein Streifenfundament oder einen Mauersockel anzulegen, auf den der Zaun später mit dem passenden Zubehör aufgeschraubt werden kann.

Einerseits ist die Maschenweite groß genug, das auch Frösche, Kröten und Molche, die vom Kaulquappenstadium zum Landleben übergehen wollen,  ungehindert hindurch schlüpfen können, anderseits sind die Maschen des Zauns so klein, das nachts umher streifende Igel nicht bis an den Teich gelangen und dann im Wasser ertrinken könnten.

Der Zaun muss alle paar Meter durch Zaunpfosten stabilisiert werden , die entweder in den Boden einbetoniert oder mit Hilfe von Einschlaghülsen und Strebenplatten verankert werden. Doch auch das kann man sich sparen, wenn zuvor ein Mauersockel oder ein Streifenfundament angelegt worden ist. Egal wie der Zaun stabilisiert wird, der Fachhandel bietet Komplettsets mit den passenden Einschlagbodenhülsen, zum Einbetonieren oder Aufschrauben mit allem notwendigen Zubehör.

Den Zaun durch Bepflanzen kaschieren

Damit der Zaun sich optisch in Garten und Teichlandschaft gut einpasst, kann man ihn begrünen. Auch wenn der Maschendrahtzaun oft selbst schon grün eingefärbt ist.  Der Zaun lässt sich mit Kletterpflanzen begrünen, die eher in die Breite als in die Höhe wachsen. 

Diese Pflanzen selbst dürfen nicht zu schwer sein und dabei nicht zu große Zug- oder Scherkräfte entwickeln, damit der Zaun nicht deformiert und instabil wird. Deshalb nimmt man zum Bepflanzen des Zauns am besten einjährige Kletterpflanzen. Man kann zwischen Schling- und Rankpflanzen unterscheiden: Schlingpflanzen haben keine eigenen Kletter- oder Haftorgane. Sie schlingen sich spiralenförmig am Zaun empor. Bewährt haben sich einjährige Schlingpflanzen wie die Schwarzäugige Susanne, Feuer- und Helmbohnen zum Bepflanzen des Zauns. Rankpflanzen entwickeln dagegen eigene Halteorgane, mit deren Hilfe sich am Zaun festhalten und emporstemmen können. Um den Zaun mit einjährigen Rankpflanzen zu begrünen, haben sich Duftwicken, Glockenreben und Schönranken bewährt.

Mit solchen Kletterpflanzen ist der Zaun gut getarnt und fügt sich harmonisch in Garten und Teichumgebung ein. Seine Funktion wird er auch bepflanzt erfüllen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für begrünte Zäune im Garten

Auch andere Bereiche im Garten können durch einen begrünten Zaun vor Kaninchen und anderen Eindringlingen geschützt werden, z. B. der Gemüse- und Kräutergarten. Oder als Sichtschutz vor einer Liegewiese oder einer Veranda.