Die Beleuchtung am Gartenteich


Die Beleuchtung am Gartenteich


Bis vor einigen Jahren war man bei der Beleuchtung von Gartenteichen auf Glühlampen oder Halogenleuchten angewiesen, die über das Stromnetz versorgt werden. Es gibt ein reiches Angebot an 12 Volt-Gartenbeleuchtungen, die sich für den Einsatz am Gartenteich eignen. Zur Auswahl stehen Lampen in Kugelform, Spot- oder Schirmleuchten. Solche Niedervoltlampen sind in der Regel mit 10 oder 20W-Halogenbirnen ausgestattet. Es gibt aber auch Spotlights mit 50W-Verbrauch, mit denen sich größere Objekte wie einzelne Bäume, Figuren oder Fontänen anstrahlen lassen. Sie haben bereits einen relativ geringen Stromverbrauch zwischen 5 und 10Watt.

Foto: DAVINCI Haus, Creative Commons 2.0 Generic

Ein effektvoll mit gedämpftem Licht in Szene gesetzter Bauchlauf und Teich rund um den überdachten Sitzplatz am Haus



LEDs am Gartenteich

Besonders die Neue LED-Technik eröffnet auch für die Illumination von Teich und Umgebung völlig neue Möglichkeiten, um die Wasserfläche gekonnt und stimmungsvoll in Szene zu setzen. Die Beleuchtung kann nun strom- und kostensparend und in Verbindung mit Solarmodulen auch netzunabhängig und unter Wasser betrieben werden.

Warum eine Beleuchtung am Gartenteich

Zum einen gewährleistet die Beleuchtung von Teich und Umgebung räumliche Orientierung und mehr Sicherheit, wenn man im Dunkeln doch einmal im Garten unterwegs ist. Zum anderen kann man damit eine harmonische, fast mystische Atmosphäre erzeugen. Was gibt es entspannenderes, als an einem lauen Sommerabend auf der Terrasse zu sitzen mit Blick auf den in stimmungsvolles, gedämpftes Licht getauchten Teich? Als häufiges Gegenargument für eine nächtliche Teichbeleuchtung wird immer angeführt, es könnte dem Biorhythmus der Teichtiere schaden. Andererseits könnte man mit dieser Zusatzbeleuchtung über die Tageslänge hinaus das Wachstum der Unterwasserpflanzen fördern. Für beides ist die Teichbeleuchtung eigentlich viel zu schwach. Fische können sich anpassen. Dann beleben Koi mit ihrem munteren Geplätscher noch ein oder zwei Stunden über die Dämmerung hinaus das Teichleben. Sogar ihre Fütterungszeit lässt sich so in die Abendstunden verlegen – hilfreich, wenn man tagsüber beruflich außer Haus ist und sich erst nach Feierabend um seine Schützlinge kümmern kann. Jeder Sportangler weiß, dass viele Fischarten erst nach Einsetzen der Dämmerung richtig aktiv werden und auf Nahrungssuche gehen. Man muss es ja nicht übertreiben; es gibt ausgereifte Steuerungssysteme, mit denen sich die Teichbeleuchtung so steuern lässt, dass sie nach Einsetzen der Dämmerung langsam hochgefahren und dann nach einigen Stunden sukzessiv wieder heruntergefahren wird. Setzt man Solarlampen ein, dann erlöschen sie ohnehin meist nach einigen Stunden, da ihre Akkuleistung kaum für die ganze Nacht reicht. Im gedämpften Licht rund um den Teich kann man zum ersten Mal auch nachtaktive Schmetterlinge oder Fledermäuse beobachten. Die Lichtquellen lassen sich so einsetzen, dass die Tiere nicht unnötig geblendet werden oder so angezogen werden, dass sie in eine tödliche Lichtfalle geraten und verenden. Im Vergleich zum menschlichen Auge ist das von Insekten wahrnehmbare Lichtspektrum in den ultravioletten, also kurzwelligen Bereich verschoben. Rotes Licht nehmen sie daher gar nicht wahr, während für uns unsichtbare UV-Strahlung zur Desorientierung von Nachtschmetterlingen führen kann. Das nutzt man ja bekanntlich bei dem mit Blau- oder Schwarzlicht betriebenen Lichtfallen für die lästigen Stechmücken aus.

Anbringen der Beleuchtung

Eine nächtliche Teichbeleuchtung kann auch nie eine unzureichende Lichteinstrahlung der Sonne ersetzen und damit die Assimilationsleistung und Sauerstoffproduktion der Teichpflanzen ankurbeln. Eine Standortwahl mit einem ausgewogenen Verhältnis von Halbschatten und voller Sonne ist für das Teichleben unabdingbar.

Wichtig ist, dass die Beleuchtung für Mensch und Tier blendfrei installiert wird. Man will ja auch nicht den Nachthimmel anstrahlen. Das Licht sollte von senkrecht von oben oder in schrägem Winkel auf die Wasserfläche fallen. Mit neuen Beleuchtungstechniken ist es jetzt auch möglich, Unterwasserleuchten ohne aufwendige Elektroinstallationen ohne Kabelgewirr sicher einzusetzen. Auch auf der Wasseroberfläche schwimmende Leuchten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Auf jeden Fall sollten nur VDE-geprüfte Lampen und Zubehör benutzt werden, welche auch für den Außenbetrieb im Garten und Teich zugelassen ist.

Farbakzente

Weitere Akzente kann man bei der Teichbeleuchtung setzen, wenn man farbiges Licht nutzt. Früher setzte man dazu farbige Scheiben oder Folien vor die Glühlampen. Heute kann man stattdessen auf farbige LED-Leuchten zurückgreifen. Auch ein automatischer Farbwechsel ist damit möglich. Zusätzliche Effekte kann man mit Nebelmaschinen erzeugen. Dann tauchen Teich und Umgebung in eine geradezu mystische Atmosphäre ein. Nicht nur der Teich, auch Quellstein, Bachlauf und Wasserfall lassen sich mit Licht gekonnt in Szene setzen. Auch eine stundenweise Unterwasserbeleuchtung des Schwimmteiches kann reizvoll sein.





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