Der jährliche Herbstputz

Die Vorbereitungen des Teiches im Oktober auf den bevorstehenden Winter beschränken sich auf:

  • Die Entnahme und Reinigung von Teichfilter und Teichpumpe oder das Tiefersetzen der Geräte in die frostfreie Tiefenzone des Teiches.
  • Das Entfernen von abgeblühten, verwelkten oder verfaultem Pflanzenmaterial vor allem von Schwimmpflanzen, über die Wasserfläche hinauswachsende und in der Uferrandzone stehende Teichpflanzen. 
  • Die über die Wasserfläche hinausragenden, gesunden Stiele und Stängel der Sumpf- und Wasserpflanzen werden erst im nächsten Frühjahr zurückgeschnitten. Denn sollte der Teich im Winter zufrieren. Dann halten diese Halme kleine Luftkanäle, die den Gasaustausch im Winter aufrechterhalten. 
  • Eventuell wird zusätzlich ein Eisfreihalter auf die Wasserfläche gesetzt.
  • Nicht völlig winterharte Teichrandpflanzen werden mit Reisig abgedeckt. Aber nicht mit Falllaub, denn das könnte mit den Herbststürmen in den Teich geweht werden.
  • Falllaub wird von der Wasseroberfläche abgefischt, aus der unmittelbaren Umgebung des Teichs entfernt. Anschließend ein möglichst engmaschiges Netz über den Teich gespannt und mit Hilfe von Schwimmstützen mindestens 1m über der Wasseroberfläche gehalten. Stehen solche Abstandshalter nicht zur Verfügung, dann kann man stattdessen den Wasserspiegel durch Absaugen um wenigstens 20 bis 30cm absenken. Denn das Laubschutznest darf auf keinen Fall durchhängen und die Wasserfläche berühren. Das Netz sollte von Anfang Oktober bis etwa Ende der ersten Novemberwoche aufgespannt bleiben.

Die Generalreinigung des Teiches

Einmal im „Fünfjahresplan“ der Teichpflege ist auch ein vollständiger Austausch des Teichwassers und des Bodensubstrates vorzunehmen.

Diese Prozedur kann im Rahmen des normalen Herbstputzes durchgeführt werden. Also in der ersten Oktoberhälfte. Denn später ziehen sich die Frösche in die Tiefenzone des Teiches zurück, um dort im Bodenschlamm zu überwintern.

Auch die zu Boden sinkenden Überwinterungsorgane mancher Wasserpflanzen, die im Spätherbst am Bodengrund überwintern, würden durch ein zu spätes Entfernen des Teichgrundes vernichtet.

Hinweis

Selbst wenn man dies beachtet, bleibt solch eine Generalreinigung immer ein schwerer Eingriff und viele Insektenlarven, Zooplankton und andere Kleinlebewesen werden dabei sterben.

Aber es muss alle 4 bis 5 Jahre sein, sonst verschlammt der Teichgrund immer mehr, es bilden sich Fäulnisherde und der Teich droht zu verlanden.

Tipps und Empfehlungen vom Teichprofi

Die arbeitsintensive Generalreinigung sollte gut geplant werden. Neben ausreichend Zeit und einem Helfer, sollten die notwendige Werkzeuge wie Schaufel, einige Bürsten, eine solide Astschere, aber auch Schubkarren und mehrere Eier bereit stehen. Im Netz findet man ein breites Angebot an Gartenbedarf und kann dadurch mit den richtigen Werkzeugen viel Mühe sparen.

6 Tipps zur Generalreinigung

  1. Sind Fische im Teich, dann senkt man den Wasserspiegel etwa um die Hälfte ab, nimmt alle vom Ufer aus erreichbaren Teichpflanzen aus dem Teich und fängt die Fische mit einem Kescher heraus und setzt vorübergehend in einen großen, mit einem Ausströmerstein belüfteten Bottich mit Teichwasser.
  2. Nun wird das restliche Teichwasser mit Hilfe deiner Teichpumpe langsam bis knapp über dem Bodensediment abgesaugt. Das abgesaugte Wasser lässt man durch ein großes Sieb oder Netz laufen, um eventuell mit transportierte Libellenlarven; Wasserkäfer, Krebse, Schnecken und andere Wirbellose zu retten und vorübergehend in einen Eimer mit Teichwasser zu setzen.
  3. Dann wird das Bodensubstrat mit einer Schaufel in Eimer gefüllt, aber nicht direkt danach entsorgt. Denn im Teichschlamm krabbeln noch alle möglichen Tiere herum. Deshalb wird das Bodensubstrat zunächst für 1 bis 2 Tage am Teichrand deponiert. Dann haben die Tiere eine Chance, von selbst wieder in den rettenden Teich zurück zu kriechen.
  4. Danach wird der aus dem Teich entfernte Bodenschlamm endgültig entfernt, zum Beispiel mit der Schubkarre auf den Kompost gebracht. Einen kleinen Teil hält man jedoch zurück, um später damit die Teichbiozönose mit Mikroorganismen wieder „anzuimpfen“.
  5. Aufwuchsalgen und Biofilm werden mit einer Wurzelbürste von den Teichwänden vorsichtig entfernt, ohne die Teichfolie dabei zu beschädigen.
  6. Zunächst wird nun eine nur wenige cm hohe Lage von frischem, sauberem Kies oder Sand auf dem Teichgrund verteilt, das Sediment mit dem alten Schlammrest „angeimpft“ Kübelpflanzen und Pflanzkörbe werden wieder auf ihrer alten Position in den Teich gestellt, und dann der Teich mit frischem, eventuell entchlortem Leitungswasser oder Regenwasser langsam, d.h. ohne den Teichgrund aufzuwirbeln, wieder aufgefüllt.