Fortpflanzung der Goldfische im Teich

Stimmen die Milieubedingungen, dann werden die Goldfische sich wohlfühlen und auch bald für Nachwuchs sorgen.

Welche Wasserbedingungen brauchen Goldfische zur Fortpflanzung?

Goldfische sind zwar sehr anpassungsfähig, damit sie sich aber im Teich auch wirklich wohl fühlen und fortpflanzen, sollte das Wasser nicht zu sehr von den folgenden Werten abweichen:

  • Das Teichwasser sollte neutral bis leicht alkalisch, aber nicht sauer sein (pH-Wert 7 bis 8)
  • außerdem eine mittlere Gesamt- und Karbonathärte aufweisen (GH 12 bis 18°dH, KH 10 bis 14°dH)
  • nur geringe Spuren von Nitrit und Ammonium enthalten (jeweils <0,1mg/Liter).

Hinweis

Das sind Wasserwerte, die sich in einer gut eingespielten Teichbiozöse meist ganz von selbst einstellen.

Wassertemperatur zur Fortpflanzung der Goldfische

Bei welcher Wassertemperatur pflanzen sich Goldfische fort?

Im Sommer sollte die Wassertemperatur im Teich möglichst zwischen 18 und 24°C liegen, im Winterhalbjahr zwischen 6 und 14°C, nicht tiefer, sonst fallen die Goldfische in eine Art Kältestarre. Das setzt voraus, dass der Gartenteich tief genug ist, damit er nicht bis zum Teichgrund zufriert.

Weitere Faktoren, welche die Fortpflanzung begünstigen

Aber genauso wichtig und Voraussetzung dafür, dass sich die Goldfische im Teich fortpflanzen, sind auch andere Wohlfühlfaktoren wie ein genügend freier Schwimmraum, aber auch ausreichende Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten zwischen den Teichpflanzen.

Schwimmraum und Verstecke zur Fortpflanzung

Wichtig ist auch eine teilweise Beschattung der Wasserfläche wenigstens zur Mittagszeit durch Ufer- oder Schwimmpflanzen, damit sich das Teichwasser an heißen Sommertagen nicht zu sehr aufheizt.

Entscheidend ist vor allem ein artgerechtes und abwechslungsreiches Futter. Der Zoofachhandel bietet dazu speziell für Goldfische und andere größere Teichfische Trockenfutter in Flockenform, als Pellets und als Granulat an. Zur Abwechslung sollte aber auch immer wieder Lebendfutter (Wasserflöhe, Bachflohkrebse, Insektenlarven oder Tubifex) angeboten werden.

Futter für die Goldfische

Goldfische gründeln gern und suchen von Natur aus ihre Nahrung am Gewässergrund. Sie lassen sich aber nach einiger Zeit auch an auf der Wasseroberfläche schwimmendes Futter gewöhnen.

Ein weiterer Faktor für eine erfolgreiche Nachzucht der Goldfische ist die richtige Besatzgröße.

Wie viele Goldfische dürfen in den Teich?

Pro ausgewachsenem Goldfisch sollte ein Wasservolumen von mindestens 500 Liter zur Verfügung stehen. Für eine Gruppe von 6 bis 7 Goldfische – so viel sollten es mindestens sein, wenn sie züchten will – sind das immerhin schon mehr als 3m³ Teichvolumen.

Laichverhalten und Fortpflanzungszeit der Goldfische

Welche Wassertemperatur benötigen Goldfische zur Fortpflanzung?

Steigt die Wassertemperatur im Frühjahr oder Frühsommer auf Werte von 15°C und höher, dann beginnen die Männchen die Goldfischweibchen bald zu umwerben.

Wie erfolgt die Fortpflanzung der Goldfische?

Dabei stupsen die Goldfisch-Männchen die Weibchen immer wieder an, um ihre Laichbereitschaft zu stimulieren, dann kann die Fortpflanzungszeit beginnen.

Goldfisch-Männchen und Weibchen unterscheiden – So gehts!

Während der Fortpflanzungszeit sind die beiden Geschlechter einfach zu unterscheiden: Die Männchen haben dann einen Laichausschlag in Form von Knötchen auf den Kiemendeckeln und den Brustflossen, und die Weibchen sind deutlich korpulenter.

Goldfische sind Haftlaicher. Das Paar schwimmt durch einen Bestand von Wasserpflanzen hindurch. Dabei streift das Weibchen die Eier an Wasserpflanzen ab, die an den Blättern der Pflanzen hängen bleiben und sofort vom Männchen befruchtet werden.

Junge Goldfische im Gartenteich

Das Weibchen kann in der Fortpflanzungszeit bis zu zehnmal ablaichen, doch es werden nie der gesamte Nachwuchs überleben.

Bereits nach wenigen Tagen schlüpfen die Fischlarven und bleiben fast regungslos an den Pflanzen hängen. In den ersten Tagen ernähren sich von den in ihrem Dottersack gespeichert Reserven. Sobald der Dottersack aufgezehrt ist, beginnen sie zwischen den Pflanzen der Flachwasserzone nach Zooplankton und anderen am Boden lebenden Kleintieren zu suchen. Man kann sie in dieser Zeit mit Staubfutter unterstützten.

Die winzig kleinen Jungfische brauchen vor allem eine Zone mit dichtem Pflanzenwuchs, in der sie sich vor Laichräubern verstecken können. Die Eltern haben nach dem Ablaichen jede persönliche Beziehung zu ihrem Nachwuchs verloren und machen auf Futtersuche auch nicht vor den Jungfischen Halt. 

Warum sind die jungen Goldfische schwarz?

Ausgewachsen sind die Goldfische bereits nach einem Jahr. In den ersten Lebensmonaten sind alle jungen Goldfische schwarz. Der Farbton ist teilweise dunkel messingfarben, seltener graugrünen bis dunkel-grau wie der Körper der Stammform der Goldfische, die Silberkarausche.

Sind junge Goldfische schwarz

Wie lange bleiben die Goldfische schwarz?

Doch wann färben sie um zu den leuchtend rot-goldenen Goldfischen? Das hängt weniger vom Alter der Fische, als von den im Teich oder Aquarium herrschenden Wassertemperaturen ab.

In einem unbeheizten Teich unter unseren klimatischen Freilandbedingungen kann das bis zu 2 Jahre nach dem Schlüpfen der Fische bedeuten. Das heißt aber nicht, dass man den Teich zusätzlich heizen sollte, damit sich die Fische schneller umfärben, die anfangs genannten Wassertemperaturen für Goldfische sollten möglichst nicht überschritten werden!

Bleiben einige Goldfische schwarz?

Aber es werden sich nie alle Goldfische umfärben, viele behalten die schlichte, wenig auffallende Färbung der Jungfische ein Leben lang.

Bleiben Goldfische schwarz

Wie färben sich Baby-Goldfische?

Zunächst sind die Fischlarven in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen fast durchsichtig.

Nach einiger Zeit entwickeln sich die relativ dunklen Farbpigmente in den oberen Hautschichten.

Bei vielen Jungfischen vollzieht sich dann im Laufe einiger Monate allmählich ein erster Farbwechsel von Messingfarben zu Dunkelgrau oder fast Schwarz. Das dient ihnen auch zur Tarnung vor Fressfeinden.  

Schließlich verdrängen rötliche und goldene Farbpigmente nach und nach die dunkle Färbung.

Ausgewachsene Goldfische verfärben sich

Aber auch bei ausgewachsenen Goldfischen kann sich die Körperfärbung noch ändern. Das kann an der Änderung bestimmter Milieufaktoren wie der Wassertemperatur, aber auch ein erster Hinweis auf eine Krankheit sein.

Andere Zuchtformen des Goldfisches wie zum Beispiel die Shubunkin haben übrigens von Beginn die endgültige Färbung in Schwarz, Weiß und Rot-Gold.

Zimmerbrunnen als Alternative zum Teich mit Goldfischen

Schon immer geht von Wasser und Fischen eine beruhigende Ausstrahlung und eine Harmonie aus, die nach einem stressigen Arbeitstag geniesen und gut brauchen kann.

Für den Gartenbesitzer kann dies der Gartenteich sein, für den Stadtbewohner das beruhigende Plätschern eines Zimmerbrunnens im Wohnzimmer oder aber auch ein Aquarium mit Fischen.

In einigen asiatischen Regionen wird dem Element Wasser sogar nachgesagt, dass Glück und innerer Reichtum folgt wenn man die Nähe des Wasser sucht. Nicht zuletzt deswegen findet man in vielen asiatischen Restaurants häufig Wasserspiele und Zimmerbrunnen.