Gut geplant ist nur fast gesichert 

Der Grundstein für den sicheren Gartenteich wird bereits bei der Planung gelegt. Die Teichplanung berücksichtigt eine breite Uferbefestigung. Flache und befestigte Uferstreifen sind ungefährlicher als ein steil abfallendes Gelände. Rutschige Materialien sind für das Teichufer tabu und der Weg führt in sicherem Abstand am Wasser vorbei.

Eine dichte Uferbepflanzung kann zwar eine zusätzliche Sicherheitszone schaffen, allerdings auch zur Falle werden. Befindet sich der Gartenteich hingegen an einer gut einsehbaren Stelle am Haus, können Notsituationen möglicherweise schneller erkannt werden.

Kurzum: Ein wirklich sicherer Gartenteich ist umzäunt.

Ästhetische Teichzäune mit Bepflanzung

Mit einem stabilen Zaun wird der Gartenteich kindersicher. Der Teichzaun kann optisch durchaus ansprechend sein. Ein Doppelstabmattenzaun mit dichtem Buchsbaum oder dornigen Heckenrosen schreckt kleine Draufgänger ab.

Auch die auf der Wasseroberfläche montierten Metallgitter oder geschlossene Abdeckungen können eine Alternative zum kindersicheren Teichzaun sein. Pflegeleichter sind allerdings Gabionen aus Stabmatten; befüllt mit Glas- oder Natursteinen und mit der richtigen Bepflanzung wird der umzäunte Gartenteich zur kleinen Oase.

Zwar sind Schilf und Bambus die Klassiker rund um den Gartenteich, doch sind die Mattenzäune perfekte Rankhilfen für einen Vielzahl von Pflanzen.

Teichsicherung unter der Wasseroberfläche

Eine Möglichkeit für die Sicherung des Teiches sind Netze oder Matten, die direkt über oder knapp unter der Wasserfläche montiert werden. Ein sehr feinmaschiges Gewebe – mit Öffnungen kleiner als zehn Zentimeter – das sich nicht durchhängt und genug Widerstand bietet, kann tödliche Unfälle vermeiden. Damit das Netz oder die Abdeckung nicht selbst zur Falle werden, muss die Lösung mit viel Umsicht geplant werden.

Wird das Gitter knapp unter der Wasseroberfläche montiert, ist es aus der Ferne kaum noch auszumachen. Baustahlmatten sind mit ihren zu großen Maschenweiten von etwa 10 Zentimetern eine schlechte Wahl. Liegen die Netze oder Matten unter Wasser, rosten sie durch den Sauerstoffausschluss weniger schnell. Die Matten können auf Mauersteinen aufgelegt und durch Findlinge beschwert werden.

Wichtig bei Teichsicherung durch Abdeckung oder Bespannung

Das Material darf bei Belastung nicht durchhängen, denn sonst können Kinder trotzdem ertrinken. Deshalb sollten Laub- und Beetnetze nie für die Teichsicherung verwendet werden. Sie hängen leicht durch und lassen sich erst überhaupt nicht ordentlich straffen. Weder das Netz noch die Heringe halten ein Kleinkind mit durchnässter Kleidung. Bei der Montage ist auf einen möglichst kleinen und stabilen Abstand zwischen Wasseroberfläche und Ufer zu achten, damit Kleinkinder nicht darunter hindurchkriechen können. Die dünnen Beetnetze über dem Gartenteich halten lediglich das Laub von umliegenden Bäumen ab. 

Auch die praktischen Nachteile der Teichabdeckungen und Teichnetze liegen auf der Hand: Um den Gartenteich zu reinigen oder die Teichpumpe zu warten, muss zunächst die Konstruktion abmontiert werden. Dabei besteht dann zusätzlich noch das Risiko, die Teichfolie zu beschädigen. 

Teichsicherung mit der Alarmanlage

Auf einer Schwimminsel kann ein Bewegungsmelder Alarm schlagen, wenn starke Wellenbewegungen registriert werden. Ein Bewegungsmelder sollte nur eine zusätzliche Sicherungsmaßnahme sein. Denn zum Zeitpunkt des Alarms ist bereits jemand ins Wasser gefallen. Bis das Alarmsignal akustisch wahrgenommen wird und jemand am Gartenteich eintrifft, kann es schon zu spät sein. Im Dunkeln bzw. in den Abendstunden kann die Suche nach einem Körper lebenswichtige Minuten in Anspruch nehmen. Bewegt eine Wasserpumpe die Fontäne im Gartenteich oder sorgt ein Wasserfall für Bewegung, ist der Warnmelder für die Teichsicherung ungeeignet. 

Im Handel sind spezielle Warnmelder erhältlich. Die kleinen Plastikinseln geben einen lauten Alarmton ab, sobald eine größere Bewegung wahrgenommen wird. Der Warnmelder muss jederzeit stabil auf der Wasseroberfläche liegen – denn das ist Voraussetzung für die zuverlässige Alarmauslösung des Geräts und auch bei Wind sollen Fehlalarme vermieden werden. Der Alarmton darf nicht überhört werden: Laufen Staubsauger, Waschmaschine oder die Dusche, befindet man sich im oberen Stockwerk oder die Geräuschkulisse des TV können die Warnsirene übertönen. 

Dem Gartenteich die Tiefe nehmen – Steine einlegen

Raue Natursteine an den Rändern des Teichs verhindern ein Ausrutschen bei Nässe. Größere Steine sollen die Tiefwasserzone des Gartenteiches entschärfen, denn sie gestalten den mühsam ausgehobenen Gartenteich flacher. Wenige Zentimeter Wassertiefe genügen, damit sich ein durchnässtes Kleinkind nicht mehr aufrichten kann. Ob sich mit der Stein-Lösung Kleinkinder im Notfall retten können, scheint fraglich. 

Verlässlicher Schutz – der dauerhafter Zaun für den Gartenteich

Zur wirksamen Sicherung des Gartenteichs sind die Schutznetze bereits aus dem Rennen: Laut der DLRG haben sie sich in der Praxis zumindest teilweise nicht bewährt. Der Teichzaun sollte mindestens zwischen 80 und 120 Zentimeter hoch sein, damit ihn weder Kind noch Hund überklettern können. Jeder weiß, dass sich der Maschendrahtzaun selbst mit den Winterstiefeln noch gut erklettern lässt. Umso engmaschiger die Zaunmaschen, des sicherer wird er. Der Teichzaun darf keine Kletterhilfe darstellen. Ein kunststoffummantelter Stabmattenzaun ist wetterfest und rostet nicht. Der pflegeleichte Doppelstabmattenzaun lässt sich gut im Gelände integrieren und dekorativ bepflanzen. 

Die Gesetzeslage für Teichbesitzer

Dem Besitzer des Gartenteichs legt das Gesetz eine Verkehrssicherungspflicht auf. Die gilt auch für Regentonnen, den Pool, sowie Planschbecken. Da Kinder selbst im flachen Gartenteich ertrinken können, ist der Eigentümer des Grundstücks bzw. der Mieter oder Pächter für die Verkehrssicherungspflicht verantwortlich. Auch wenn Kleinkinder der ständigen Aufsicht bedürfen, so können Eltern kaum ständig den Blick auf ihre spielenden Kinder richten. Kein Teichbesitzer möchte eine tödlichen Unfall in seinem Garten. Auch das Gericht kann im Zweifelsfall eine Haftung feststellen und die Haftpflichtversicherung eine Zahlung verweigern. Sicher ist letztlich nur ein gut geschützter Gartenteich. Eine unverbindliche Beratung rund um Teichsysteme, Teichsicherungen und attraktive Stabmattenzäune ist immer sinnvoll.

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