Teich anlegen – gute Planung ist im Vorfeld wichtig

Immer mehr Bauherren, möchten nach dem Hausbau, ihren Garten mit einem Teich hochwertig gestalten. Wasser belebt den Garten und hat eine wohltuende Wirkung, ganz gleich, ob als stille Wasserfläche, Bachlauf oder Wasserfall. Gleichzeitig ist er ein attraktiver Blickfang und eine wunderbare Oase der Ruhe und Entspannung. Den Teich selber zu bauen, ist heutzutage dank der Materialien, Techniken und vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten kein Problem mehr. Der ideale Zeitpunkt, einen Teich selber zu bauen oder zu kaufen, ist März bis April, da nun, anders als im Herbst, keine Frostschäden mehr befürchtet werden müssen. Folgendes gilt es dabei zu beachten:

1 Folien- oder Fertigteich

Bei einem Folienteich ist es möglich, die Form, Größe und den Verlauf selber zu bestimmen: Eine Grube wird ausgehoben, diese mit einer elastischen, kälte- und reißfesten Teichfolie ausgelegt. Sie wird mit großen Steinen am Teichufer befestigt. Etwas stabiler sind Fertigbecken, zum Beispiel aus Polyethylen oder Polyester. Sie werden in die Erde gegraben. Es gibt den Fertigteich in verschiedenen Größen, aber Form, Verlauf und Zonen sind hier vorgegeben.

2 Standort

Wer einen Teich kaufen oder selber bauen und anlegen möchte, muss zunächst einmal die örtlichen Gegebenheiten im Garten berücksichtigen. Es ist sinnvoll, zur Lage und Größe eine Skizze anzufertigen. Der perfekte Standort bietet eine Mischung aus Sonne und Schatten. Durch Wind gelangt ausreichend Sauerstoff in den Teich, da er das Wasser in Bewegung hält. Wird er ganztägig der Sonnenstrahlung ausgesetzt, entstehen mehr Probleme mit Algen. Ein halbschattiger Standort ist daher ideal. Bäume sollten nicht zu nahe am Teich stehen, da sonst Blätter und Nadeln in das Wasser fallen, was die Qualität und die Lebensbedingungen für die Tiere und Pflanzen im Teich verschlechtert.

3 Stromanschlüsse

Ist Technik wie eine Pumpe und ein Filter nötig, ist es wichtig, dass sich in der Nähe Stromanschlüsse befinden. Bei einem Teich ohne Fischbestand ist oft kein zusätzlicher Filter notwendig. Mit Fischen ist er in der Regel unverzichtbar. Eine Teichpumpe wälzt das Wasser um oder befördert es an die gewünschte Stelle und sorgt für mehr Sauerstoff. Sie hat somit nicht direkt eine reinigende Wirkung. Kombinationen aus Pumpe und Filter sind ideal. Letztere beseitigen Schmutz und Stickstoffverbindungen, sodass die Bildung von Algen verhindert wird. Die Pumpe hemmt deren Wachstum und ein Teichklärer dient der Beseitigung von Keimen.

4 Wasserfall und Bachlauf

Der Wasserfall wertet die Ruheoase optisch auf und sorgt zudem für eine verbesserte Sauerstoffzufuhr und Wasserqualität. Schon der kleinste Bachlauf optimiert das biologische Gleichgewicht im Gartenteich. Das sanfte Plätschern ist Balsam für die Seele. Ideal ist ein schattiger Standort, denn sonst könnte sich das Wasser durch zu starke Sonneneinstrahlung erwärmen. Für die Entstehung des geschlossenen Wasserkreislaufs ist es nötig, am tiefsten Punkt eine spezielle Pumpe zu installieren. Durch einen Schlauch pumpt sie das Wasser wieder nach oben.

Fische im Gartenteich

Die Art des Teiches hängt von den eigenen Vorlieben ab. Meist leben Fische darin. Sie dürfen jedoch erst hineingesetzt werden, wenn das Ökosystem stabil ist. Gartenteiche reinigen sich in der Regel sehr gut selber, doch dies gilt nicht mit Fischen. Dann müssen sie zudem die ausreichende Größe haben. Bei Bitterlingen darf er etwas kleiner sein, was bei Kois anders aussieht.

Genügend Wassertiefe ist ebenso wichtig und bietet den Vorteil, dass die große Wassermenge temperaturausgleichend wirkt. Im Sommer erwärmt sich der Teich nicht so schnell. Mit Fischen sollte er mindestens einen Meter tief sein, damit er im Winter nicht komplett zufriert und sie überleben. Der Teich muss gefiltert und gereinigt werden, denn die Exkremente der Tiere überdüngen ihn. Im Winter dürfen sie nicht gefüttert werden, denn ab 10 Grad hören sie auf, zu fressen. Löcher in das Eis zu hacken, ist keine gute Idee. Die Tiere können sich erschrecken und verletzt werden.

Teich bepflanzen

Damit ein Gartenteich dauerhaft stabil bleibt, sind Pflanzen unverzichtbar. Da sie Sauerstoff abgeben, verhindern sie ein starkes Algenwachstum, sodass sich Tiere im Teich wohlfühlen. Pflanzen wachsen in den verschiedenen Zonen des Teichs und haben unterschiedliche Ansprüche an die Wassertiefe sowie den Bedarf an Licht und Nährstoffen. Der Gartenteich sollte eine Flach-, Tiefwasser- und Sumpfzone aufweisen.

In Letzterer wachsen Pflanzen, die ständige Feuchtigkeit und schwankende Wasserpegel vertragen, beispielsweise die Sumpfdotterblume, Sumpfcalla, Sumpfiris, Gauklerblume und Kardinals-Lobelie. Seerosen sind die Klassiker im Gartenteich. Beliebt sind außerdem Wasserhyazinthen und -schwertlilien. Für die Tiefwasserzone eignen sich neben der Seerose Hornblatt, Gelbe Teichrose und Wasserpest und für den Teichrand Pampasgras und Chinaschilf und für die Flachwasserzone Pflanzen, die in der Lage sind, dauerhaft im Wasser zu stehen, beispielsweise Sumpfschwertlilie, Zebra-Teichsimse oder Zwerg-Rohrkolben. Wer Kois in seinem Teich hält, sollte bedenken, dass dann nur wenige oder gar keine Pflanzen im Teich wachsen, denn sie fressen diese gern. An den Rand kommen Kies und Steine und bei Bedarf zusätzliche Pflanzen.

Zusammenfassung

Ein schöner, gut angelegter und gestalteter Teich verleiht dem Garten das Ambiente eines Urlaubsortes. Ideal sind ein Wasserfall oder Bachlauf. Dem langsam fließenden Wasser zu lauschen, ist stressabbauend und relaxierend. Zudem wird die Sauerstoffzufuhr im Gartenteich erhöht. Er kann nicht nur für sich selber, sondern ebenso für viele Tiere und Pflanzen der optimale Lebensraum sein. Die Voraussetzungen sind jedoch eine gründliche Planung und Umsetzung. Beim der Teichanlage sind Pflanzen ein unverzichtbarer Bestandteil. Sie machen ihn zum Schmuckstück und tragen obendrein zum natürlichen Gleichgewicht bei. Durch das Abgeben von Sauerstoff wird ein vermehrtes Algenwachstum verhindert. Ein Gartenteich benötigt Pflege. Die Pflanzen und Fische brauchen sauberes Wasser, um günstige Bedingungen vorzufinden. Ideal sind mit einem Filter kombinierte Pumpen.