Taumelkäfer
Gyrinus substriatus

Gemeiner Taumelkäfer Gyrinus striatus

Gemeiner Taumelkäfer Gyrinus striatus - Foto: Udo Schmidt, Creative Commons Attr. 2.5 US-amerikanisch Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Einfach
Winterhart
Ja
Besonderheiten
Standort: ständig im Wasser

Wir der Gartenteich von der Sonne beschienen, dann flitzen die Taumelkäfer in Gruppen ständig auf der freien Wasseroberfläche hin und her. Dabei sind sie nicht in der Lage geradeaus zu schwimmen, sondern drehen ihre Kreise und Spiralen. Dank eines speziellen Organs können sie feinste Erschütterungen der Wasseroberfläche wahrnehmen und so Zusammenstöße mit ihren Artgenossen vermeiden oder ihre Beute orten. Sie haben 4 Facettenaugen, ein paar auf der Kopfoberseite, eine Paar an der Kopfunterseite. So können sie sich gleichzeitig über und unter Wasser optisch orientieren.

Sie überwintern unter Steinen oder Blättern in Ufernähe. Die Eiablage findet im Mai/Juni statt. Einige Wochen später schlüpfen die Larven, die ebenfalls geschickte Schwimmer sind, allerdings vor allem unter Wasser. Mit ihren Mandibeln ergreifen sie kleine Wassertiere, spritzen ihnen ein Gift ein und zerkleinern schließlich ihre Beute. Zur Verpuppung legen die Larven einen Kokon aus Sekret, Algenfäden und anderen Pflanzenteilen an.

Eine Gruppe an der Wasseroberfläche hin- und hersausender Taumelkäfer
Eine Gruppe an der Wasseroberfläche hin- und hersausender Taumelkäfer – Foto: Jacob Enos, Creative Commons Attr. 2.5 US-amerikanisch Unported

Verbreitung und Lebensraum des Taumelkäfers

Der Gemeine Taumelkäfer ist nur eine von 11 Gyrinus-Arten, die in Europa vorkommen. Er ist jedoch am häufigsten und am weitesten verbreitet. Er hält sich vor allem auf freien Wasserflächen stehender und langsam fließender Gewässer auf.

Merkmale, Form und Färbung des Taumelkäfers

Taumelkäfer haben einen stromlinienförmigen Körper, dessen Rumpf aber wie ein Bootsrumpf aufgewölbt ist. Dadurch können sie sich zwar schnell, aber nicht gezielt geradeaus fortbewegen. Sie haben 2 Paar Facettenaugen, je ein Paar auf der Kopfoberseite und eines an der Kopfunterseite. Dazwischen liegen die kurzen, kolbenförmigen Fühler. Die Vorderbeine sind verhältnismäßig lang, die Mittel und Hinterbeine dagegen kurz und dienen als Ruder.

Der Körper ist schwarz gefärbt und bläulich überhaucht, die Beine dagegen haben eine gelbliche Farbe. Auf den Flügeldecken sind regelmäßige Punktreihen zu sehen.

Pflege des Taumelkäfers im Gartenteich

Taumelkäfer flitzen ständig auf der freien Wasseroberfläche umher, dabei drehen sie ständig Kurven und Spiralen. Dank ihres bootsförmigen Rumpfes sind sie offensichtlich gar nicht in der Lage, geradeaus zu schwimmen. Dabei nehmen mit Hilfe eines speziellen Sinnesorganes, des Johnstonschen Organs, welches im zweiten Glied der kurzen Antennen sitzt, feinste Erschütterungen wahr. Damit vermeiden sie Zusammenstöße mit ihresgleichen, können aber auch Beutetiere, die auf die Wasseroberfläche fallen, orten.

Mitunter halten sie sich bei voller Sonne auch auf den Blättern von Seerosen oder anderen Schwimmpflanzen auf. Sie sind aber auch imstande, weite Strecken zu fliegen, meist allerdings erst in der Dämmerung. Sie können auch sehr schnell abtauchen, müssen sich dann aber unter Wasser an Pflanzenstängeln oder ähnlichem festhalten, um nicht wie ein Korken wieder durch ihren Auftrieb an die Oberfläche katapultiert zu werden.

Dank ihrer 2 Paar Facettenaugen können sie gleichzeitig sowohl über als auch unter Wasser sehen. Sie erbeuten auf die Wasseroberfläche fallende Insekten, können aber auch unter Wasser nach Beute jagen.

Die Larven der Taumelkäfer kriechen gewöhnlich auf dem Teichboden umher. Sie können aber auch gut schwimmen, dabei schwingt ihr Hinterleib hin und her. Die Larven atmen mit Hilfe von Tracheenkiemen, die als fadenförmige Anhänge am Hinterleib sitzen. Ebenso wie die erwachsenen Käfer sind ihre Larven räuberisch. Sie packen ihre Beute mit den Mandibeln, injizieren ihnen ein tödliches Gift und zerkleinern sie dann mit ihren Mundwerkzeugen.

Zur Verpuppung bauen die Larven aus körpereigenem Sekret, Algenfäden, Detritusteilchen u.ä. einen Kokon. Die erwachsenen Käfer überwintern in Ufernähe unter Steinen oder Pflanzenblättern.

Vermehrung des Taumelkäfers

Die Weibchen der Taumelkäfer kleben ihre Eier im Mai oder Juni an die Blätter von Unterwasserpflanzen oder an Wurzeln. Die Larven schlüpfen etwa einen Monat später.

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