Schlickgras
Spartina pectinata

Schlickgras - Spartina pectinata

Foto: Daderot, Public Domain

Pflege
Einfach
Zucht
Einfach
Wassertiefe
0cm
Standort
sonnig bis halbschattig
Winterhart
Ja
Boden
feucht, durchlässig
Wuchshöhe
120 bis 200 cm
Blütenfarbe
-
Vermehrung
durch Teilen der Horste

Das Schlickgras Spartina pectinata stammt aus Nordamerika, wo es die Feuchtgebiete besiedelt und zur Stabilisierung des Deichvorlandes eingesetzt wird. Im Garten kann man es in den Hintergrund des Gartenteichs pflanzen. Besonders schön wirkt die Sorte Aureomarginata, deren grüne Blätter einen goldgelben Rand haben. Da sich dies Schlickgras mit Hilfe seiner weit verzweigten Rhizome schnell ausbreiten würde, setzt man es in einen Kübel oder baut eine Rhizomsperre ein.

Verbreitung und Lebensraum des Schlickgrases

Das Schlickgras, auch Goldleistengras genannt, ist ein Vertreter der Schlickgräser der Gattung Spartina, welches in Nordamerika sein natürliches Verbreitungsgebiet hat, aber auch auf anderen Kontinenten eingeführt wurde. Dort besiedelt es Feuchtgebiete, Flusstäler und die Überschwemmungszone, am Rand von Teichen und Seen und Marschland. Es verträgt allerdings keine länger andauernde Überflutung. Mit seinem Wurzelgeflecht stabilisiert es den Boden und wird daher auch gerne im Deichvorland gepflanzt, um die Erosion durch Hochwasser zu unterbinden. In Nordamerika versucht man dies schnell wachsende Gras auch zur Produktion von Biotreibstoffen zu nutzen. Ein nahverwandtes Schlickgras, Spartina anglica, kommt auch in Mitteleuropa vor, wo es vor allem auf den Salzmarschen wächst.

Merkmale, Form und Färbung

Das Schlickgras Spartina pectina wird in der Regel 120 bis 150cm, unter optimalen Standortbedingungen sogar bis zu 2m hoch. Es hat sattgrüne Blattspreite, die bogig überhängen. Die Sorte Spartina pectinata ‚Aureomarginata‘ hat goldgelbe Blattränder. Dies Schlickgras blüht zwischen Juli und August.

Blütenstand des Schlickgrases
Blütenstand des Schlickgrases – Foto: Bildoj, Creative Commons Attr.-Share Aliek 3.0 Unported

Die Staubfäden der braungelben Blüten hängen einseitig an den Rispen herunter. Dadurch sehen die Blüten wie Fähnchen aus. Das Schlickgras wächst sehr schnell und breitet sich mit Hilfe seiner weitverzweigten Rhizome auch großflächig aus.

Pflege des Schlickgrases am Gartenteich

Das Schlickgras bekommt am besten einen sonnigen oder halbschattigen Platz im Teichhintergrund in feuchtem, aber keineswegs staunassem Boden. In der Feuchtzone des Gartenteichs würde es daher bald eingehen. Es wächst zwar auch auf trockenen Böden, bleibt dann aber wesentlich kleiner. Damit das Schlickgras nicht bald unkontrollierbar im Garten weiterwächst, setzt man es in einen größeren Kübel oder man umgibt den Horst mit einer ausbruchsicheren Rhizomsperre, die aber genügend tief in den Boden eingegraben werden muss. Die trockenen Blätter bleiben im Winter stehen, das dient der Pflanze als Frostschutz. Man kann die Blätter an den Spitzen oben zusammenbinden, dann wird auch der Regen von der Pflanzenmitte ferngehalten. Erst im Frühjahr wird das Schlickgras zurückgeschnitten.

Vermehrung des Schlickgrases

Das Schlickgras lässt sich am besten im Frühjahr vegetativ vermehren, indem man es ausgräbt und den Horst mit dem Spaten teilt.

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