Wozu dient Magerbeton?

  • sei es bei der Gründung von Zaunpfosten
  • der Randbegrenzung von Gehwegen
  • Verlegung von Entwässerungsrinnen
  • Bachlauf
  • der Stabilisierung von in die Erde eingelassenen Pools und Teichen
  • im Fundament von Pflastersteinen
  • beim Plattenfundament kleinerer Gartenhäuser
  • zur Hinterfüllung von Trockenmauern
  • bei der Terrassierung des Geländes mit Hilfe von Pflanzsteinen
  • als Frostschürze 
  • einfach dort, wo Unebenheiten im Gelände ausgeglichen werden müssen
  • als Füllmaterial und zur Verankerung verschiedenster Bauelemente.

Materialeigenschaften von Magerbeton

Magerbeton ist zwar druckfest, aber nicht sehr belastbar. Zum Stützen und Stabilisieren von tragenden Bauteilen ist er nicht geeignet. Er kann nur dort eingesetzt werden, wo das Gewicht auf eine größere Fläche gleichmäßig verteilt wird. Punktueller großer Druck dagegen bringt Magerbeton zum Bersten. Das liegt an seiner stets leicht bröckeligen Konsistenz. Denn Magerbeton besteht nur zu einem geringen Anteil aus Zement.  Zur Herstellung von Magerbeton werden 8 Teile feinkörnigem Kies, bzw. gesiebtem Sand (mit einer Körnung zwischen 0 und 8) mit einem Teil Zement gemischt.

Magerbeton selbst herstellen

Kleinere Mengen von Magerbeton, wie sie im Garten immer wieder notwendig werden, kann man recht einfach an Ort und Stelle selbst herstellen. Das ist auch deswegen notwendig, weil frisch angesetzter Magerbeton so bald wie möglich verarbeitet werden muss. Deshalb muss auch die aktuell benötigte Menge an Magerbeton zuvor möglichst genau berechnet werden. 

Zum Mischen der Komponenten reicht bei kleineren Mengen von Magerbeton ein Mischkübel aus Kunststoff, die im Baustoffhandel in runder und rechteckiger Form in Volumengrößen von 60, 90 oder 120 Liter angeboten werden. Für größere Mengen Mischbeton setzt man besser eine Mischmaschine ein, die man auch tageweise mieten kann.

Zunächst werden Zement und Wasser gemischt, bis ein zähflüssiger Zementkleber entstanden ist. Erst dann wird der Feinkies nach und nach dazugegeben.

Einige Anwendungsbeispiele, bei denen Magerbeton zum Einsatz kommt

Hinterfüllung von Pool, Schwimm- und Gartenteich

Besteht das Becken aus einem Stahlmantel und wird dies Becken mehr als 20cm tief in den Boden eingelassen, dann brauchen die Beckenwände zur Stabilisierung der Form eine Hinterfüllung. Hierfür ist Magerbeton eine gute Lösung.

Magerbeton als Untergrund unter einem Folien- oder Fertigteich

Normalerweise wird empfohlen, unter dem Boden des Teiches eine Sandschicht von 5 bis 10cm anzulegen. Bei einem Folienteich kommt dann noch zwischen Sandschicht und Teichfolie ein Teichvlies. Aber immer wieder kommt es vor, dass Scharen von Wühlmäusen auch unter einem Teich ihre Gänge anlegen. Eine Sandschicht ist dabei für sie kein Hindernis. Und stoßen sie dann dabei auf die Teichfolie, dann beißen sie auch schon einmal ein Loch in die Folie. Dann ist der Teich undicht, ruiniert und nicht mehr zu retten. Um das zu verhindern, kommt unter die Sandschicht noch ein engmaschiger, stabiler Maschendraht.  Einfacherer und vor Wühlmäusen sicherer ist es aber, stattdessen unter dem Fertig- oder Folienteich eine Schicht Magerbeton anzulegen.

Einen Bachlauf anlegen

Egal ob der Bachlauf aus Fertigteilen zusammengesetzt ist oder mit Teich- und Steinfolie angelegt wird, sollen Stufen oder Gefälleabschnitte in den Bachlauf integriert werden, dann ist ein Unterbaumaterial an solchen Stellen notwendig. Dazu eignet sich neben Kies und Schotter vor allem auch Magerbeton.

Zaunpfosten und Gartenpfähle standsicher gründen

Um Pfosten sicher im Boden zu verankern, muss ein Loch ausgehoben werden bis zu einer Tiefe, die der Hälfte der Pfostenlänge entspricht, d.h. für einen 1,2m langen Zaunpfosten beispielweise braucht man ein 60cm tiefes Erdloch. Für Pfosten mit einer Länge von bis zu 50cm muss kein Betonbett angelegt werden. Es genügt, wenn das Erdloch nach Einsetzen des Pfostens mit Erde wieder aufgefüllt und sorgfältig verdichtet wird.  Für größere Pfosten und einen entsprechend tieferen Erdaushub, wird die Grube mit Magerbeton gefüllt, der Pfahl ausgerichtet und dann die Füllung verdichtet.

Fundament einer bis zu 1m hohen Trockenmauer

Bereits eine nur 1m hohe Trockenmauer braucht ein 50cm tiefes Fundament. Dieses Fundament braucht u. a. eine 30cm dicke Frostschutzschicht und darüber eine 10cm hohe Schicht aus Magerbeton, auf der die untere Steinreihe der Trockenmauer fixiert werden kann. Bei höheren Mauern hält Magerbeton der Belastung nicht mehr Stand und muss durch Beton normaler Konsistenz ersetzt werden. Für Mauern ab einer Höhe von 2m muss grundsätzlich ein Bauantrag gestellt und die geplante Konstruktion von einem Baustatiker auf ihre Standsicherheit geprüft werden.

Kiesweg mit Randsteinen begrenzen

Statt betonierte, gepflasterte Gartenwege oder Plattenwege anzulegen, werden immer häufiger Kieswege angelegt. Solche Kieswege brauchen eine seitliche Randbegrenzung. Damit der Kies nicht in die angrenzenden Beete, Rabatten oder Rasenfläche versickert, um eine Vegetationssperre mit Staudenbeet und Weg zu erreichten oder als Mähkante zwischen Rasen und Kiesweg. Diese Randsteine werden, damit sie stets an ihrem vorgesehenen Platz bleiben, in einen Streifen aus Magerbeton eingebettet.

Gehweg oder Terrasse aus Pflastersteinen anlegen

Zunächst wird die gesamte, dafür vorgesehene Fläche ausgehoben. Dann wird eine etwa 5cm hohe Schicht aus grobem Kies angelegt, die als Dränage dient. Darüber kommt dann der frisch angesetzte, noch feuchte Magerbeton, in den die Pflastersteine eingebettet. Damit keine tiefen Rillen zwischen den Pflastersteinen entstehen, in denen sich später schwer zu beseitigendes Moos breitmacht oder Unkraut ansiedelt, müssen die Pflastersteine so tief wie möglich in den Magerbeton eingesetzt werden, sodass sie nur noch wenige mm mit der Oberkante darüber hinausragen.

Verlegung von Rohren, Be- und Entwässerungsrinnen

Hier müssen nicht große Flächen stabilisiert werden, sondern schmale, aber lange Streifen. Als Unterschicht wird verdichteter Kies oder Schottermaterial verwendet. Darauf kommt eine Schicht aus grobkörnigem, verdichtetem und glattgezogenem Magerbeton, in den die Rohre oder Rinnen eingebettet werden, um sie gleichmäßig und dauerhaft auszurichten. So kann auch Unregelmäßigkeiten im Geländegefälle ausgeglichen werden.